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Pſalter Königs 7 und 5
be Davids, Verteutſcht von 5 0 D. Martin Luther 4 . Mit kurzen Summarien oder Juhalt jedes Pfalmen; 05
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Parallelen oder gleichen Schrift 12 te len.
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Ephrata, gedruckt im Jahr 1793. 3 3
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Dieſer Pfüler if Kinzeln, und in groſer Guantiröt ze
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9 phrata: Wie auch ſonſt allerhand engliſche und dec i
e Bücher, | 4
baben bey Salomon Meyer, Buchbinder bey E⸗
Und weilen man von dieſem Pfalser eine
über gewöhnliche groſe Auftage gedruckt: So wird
man fie auch bey dem Dutzent und gröferen Quantitzt,
Unter gewoͤhnlichem Preiß verkaufen: Darbey hoffend/
1 N 1 daß er feinen Abgang deſto ſtaͤrk er finde, Und der Le.
fer Gott die hre gebe.
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4 » Bi, Der ı Pſalm.
| * ' 050 u: von Gluͤckſeligkeit der Frommen, und Strafe der > Gottloſen. 199
ohl dem, der nicht wandelt im rath der gottloſen, nech tritt auf den weg der fünder, » noch ſitzet, da die ſpoͤtter ſitzen. Jr 2 Sondern hat luſt zum geſetz des HErrn, und fredet von feinem geſetz tag und nacht.
„lr. 6, 7. Jo,
3 Der iſt wie ein baum gepflanzet an den waſſerbaͤchen, der ſeine frucht bringet zu ſet⸗ ner zeit, und ſeine blaͤtter verwelken nicht, und was er macht, geraͤth wohl. |
4 Aber ſo ſind die gottloſen nicht, fonz dern wie ſpreu die der wind verſtreuet. >
Darum bleiben die gottloſen nicht im
gericht, noch die ſuͤnder in der gemeine der gerechten. „Matt. 25, 32. 4 45.
6 Denn der HERR kennet den weg der
gerechten, aber der gottloſen weg vergehet. 12 „
1 Der 2 Palm. | Aer 58 17 Eprifto, dem ewigen Fonige ſeinem { seich, und deſſen feinden. N uf toben dieheiden, und die lu⸗ 1 ſo vergeblich? J Geſch. 47, 2 Die 1 n lande lehnen ſich auf, und 923509 rathſchlagen mit einander 1 5 4 den HERR und feinen geſalbten. 3 Laſſet f uns zerreiſſen ihre bande, n von uns werfen ihre ſeile. f Jer. 2, 20% 4 Aber der im himmel wohnet, lachet ih 4 0 a der HErr ſpottet 110 " s Er wird einſt mit ihnen reden in ſeinem zorn, und mit feinem grimm wird er ſie er⸗ ſchrecken. 6 Aber ich habe meinen koͤnig eingeſetzt jan meinen heiligen berg Zion. | Ich will von einer ſolchen weiſe predi⸗ s 10 daß der HErr zu mir geſagt hat: Du 0 biſt mein ſohn, heute habe ich dich gezeuget. 15 dee von mir, ſo will ich dir die hei⸗ 9 den zum erbe geben, und der welt ende zum igen nm, Pf. 22, 28 9 Du ſolt ſie mit einem eiſernen ſcepter 1 gerſchlagen, wie toͤpfen ſolt du fie na 7 ſchmeiſen. Oſſen. 2, 27. Pf. 18,39. 140 So laſſet euch unn weiſen, ihr fköͤnige, und laſſet euch zuͤchtigen, ih yr richter auf er⸗ den. . 6,2. 11 Diener
I DENE dem ER mit rend freuet euch mit zittern. J Phil, 2, 12 612 fKuͤſſet den ſohn, daß er nicht zoͤcge,
Der N aim. 575 Geber und Troſt Pavids wider feine Verfolger, 1 Ein pſalm Davids da er ſlohe vor ſeinem ſohn Abſalom. 2 Sam. 15,16.
d ihr umkommet auf dem wege, denn ein zorn wird bald anbreunen z aber wohl allen, ie auf ihn frauen. 7 Mo. 18,171.
Ac Herr wie iſt meiner feinde fo viel,
und ſetzen ſich ſo viel wider tnich. 3. Viel ſagen von meiner ſeele, ſie hat keine hülfe bey G Ott, Sela. 5
1
4 Aber du, HeErr, biſt * der ſchild für .
mich, und der mich zu ehren ſetzet, und mein haupt aufrichtet. s Ich * rufe an mit meiner ſtimme den HeErrn, fo erhöres er mich von ſeinem hei⸗ ligen berge, Sela. * Pf. 4/4. 6 Ich x liege und ſchlafe, und erwache; denn der HeErr haͤlt mich. Pf. 4,9.
7 Ich fürchte mich nicht vor viel hundert tauſenden, die ſich umher wider mich legen.
8 Auf, HErr, und hilf mir mein G Ott;
denn du ſchlaͤgeſt alle meine feinde auf den backen, und zerſchmetterſt der gottloſen zuͤh⸗ ne. | 9 Bey
Nn Moſ er
6 Der Pfſalm N 9 Bey dem DERNN Inder man huͤlfe, und deinen ſegen über dein voik Sela. 5 Der 4 Pfalm. Troͤſtlich Gebet wider der Welikinder Eeitelkeit. 1 Ein pfalm Davids, vorzuſingen auf ſaͤitenſpielen. e (Pehoͤre mich wenn ich rufe, GOtt meine gerechtigkeit, der du mich troͤſteſt in angſt ſey mir gnaͤdig, und erhoͤre mein gebet. 3 Lieben herren, wie lange ſoll meine ehre geſchaͤndet werden? Wie habt ihr das eitel ſo lieb, und die luͤgen ſo gerne? Sela. 4 Erkennet doch, daß der HERR feine heiligen wunderlich fuͤhret; der HE Rg hoͤ⸗ ret, wenn ich ihn anrufe. | 5 Zümer ihr, ſo ſuͤnd iget nicht: redet mit eurem herzen auf eurem lager, und harret, Sela. | |
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6 Opfert gerechtigkeit, und * hoffet auf den HERRN. * Pf. 62,9. 7 Viel ſagen: Wie fol uns dieſer wei⸗ ſen, was gut iſt? Aber DErr erhebe über uns das licht deines antlitzes. 5 S8 Du erfreueſt mein herz, ob jene gleich diel wein und korn haben. e 9 Ich Kliege und ſchlafe ganz mit frieden; e A3 denn
| Ben iu ® denn allein du HErr, hilfeſt mir, daß h ich ficher wohne. F
Der 5 Pfalm. 5
Gebet fuͤr die Kirche wider die falſchen Lehrer. 1 Ein Pſalm Davids, vorzuſingen für erbe. g | EN, * höre meine worte, merke auf meine tede. Pf. 4,2. Pf. 17, 1. 3 Vernimm mein ſchreyen, mein koͤnig
4 HeErr, * frühe wolleſt du meine ſtimme hoͤren; frühe will ich mich zu dir ſchicken, und darauf merken. Weis. 16,28.
Denn du biſt nicht ein GOtt, * dem gottlos weſen gefaͤllet, + wer boͤſe iſt bleibet nicht vor dir. Sir. 15,21. Pf. 34, 17. 6 Die ruhmredigen beſtehen nicht vor dei⸗ nen augen; du biſt feind allen uͤbelthaͤtern. 7 Du bringeſt die luͤgner um: der HErr hat greuel an den blutgierigen und falſchen.
ind mein Gott; denn ich will vor dir beten.
8 Ich aber will in dein haus gehen auf
deine groſe guͤte, und anbeten gegen deinem heiligen tempel in deiner furcht. 9 HERR, «leite mich in deiner gerechtig⸗
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keit um meiner feinde willen: richte deinen
weg vor mir her. 712729), 2 | A4 10. Denn
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ewiglich laß fie ruͤhmen, * denn du beſchir⸗
. mit einem ſchilde. * Pf. 1031 4.
| > Ders und 6 Pſalm. 10 enn in ihrem munde iſtulchts gewiſ⸗ ſes, ihr inwendiges iſt herzeleid, ihr n rachen iſt ein offenes grab, mit ib ven zungen heu⸗ 515 fit. a 11 Schuldige ſie Gott, d daß ſie falle bon ihrem bornehmen, ſtoſſe ſie aus um ihrer groſen uͤbertretung willen, denn fie find ON widerſpenſtig. Pf. 9 6. 7 12 Laß ſich freuen alle die auf dich trauen,
meſt ſie, froͤlich laß ſeyn in dir, die deinen
namen lieben. Pf. org. Dan. 28. %
13 Denn Du, HENN, ſegneſt die ge rechten, du! kroͤneſt fie mit gnaden, wie
Der 6 Pſalm Bus gebet um Geſundheit Leibes und der „ 1 Ein Pfſalm Davids, vorzuſingen auf
acht ſaͤiten. 1 Abbe HERR, ſtrafe mich nicht i in deinem
zorn, und zuͤchtige mich nicht in deinem
grimm. | Pf. 38, 7.
1 5
3 HE, ſey mir gnaͤdig, denn ich bin
ſchwache vr mich, HErr, denn meine ge⸗
beine ſind erſchrocken. 4 Und meine ſeele ift ſehr erſchrocken, ad Di 1 wie ſo lange?
5 Wende
Et id‘
Der 6 nd 7 Palm. 5
5 Wende dich, HERR, und errette meine bol hilf mir um deiner guͤte willen. 6 Denn im tode gedenket man dein nicht, er will dir in der hoͤlle danken? 2 Ich bin ſo muͤde von ſeufzen, ich ſchwem⸗ mein bette die ganze nacht, und netze t meinen thraͤnen mein lager. e 3 Meine geſtalt iſt verfallen vor trauren, und iſt alt worden, denn ich allenthalben geaͤngſtiget werde. * Pf. 31, 10.
9 Weichet von mir, alle übelthäter, denn 5 det HERD hoͤret mein weinen.
10 Der * HERRhoͤret mein fiehen, mein gebet nimmt der HERR an. * Pf 1, 17. 11 Es muͤſſen alle meine feinde zu ſchan⸗ den werden, und ſehr erſchrecken, ſich zuruͤcke kehren, und zu ſchanden werden N
Der 7 Pfalm | Gebet um RR der gerechten ſache. 1 Die unſchuld Davids, davon er ſang dem HERRN, von wegen der worte des Mohren, des Jeminiten. Auf, dich, HERR traue ich, mein Gott, hilf mir von allen meinen verfolgern, und errette mich. * Pf. 11%. 3 Daß ſie nicht wie loͤwen meine ſeele erha⸗ ; e und zerreiſſen, weil kein 1 da iſt. ö 4 HeErr,
10
| 2 ner Aa 5 4 DENN, mein Gott, hab ich ſoſches ges than, und iſt unrecht in meinen haͤnden: 7 Hab ich boͤſes vergolten denen fo fried lich mit mir lebten; oder die, ſo mir ohn urſach feind waren, beſchaͤdig tt: 6 So verfolge mein feind meine ſeele, und
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ergreife fie, und trete mein leben zu boden und lege meine ehre in den ſtaub, Sela. 7 Stehe auf, HER in deinem zorn, er⸗ hebe dich uͤber den grimm meiner feinde; und hilf mir wieder in das amt, das du mir befohlen haſt. 8 Daß ſich die leute wieder zu dir ſamm⸗ len; und um derſelben willen komme wie⸗ der empor. | | 195 9 Der HERR iſt richter uͤber die leute; richte mich, HERR, nach meiner gerechtig⸗ keit und froͤmmigkeit. | 10 Laß der gottloſen bosheit ein ende wer⸗ den, und foͤrdere die gerechten; denn, du ge⸗ rechter GOtt, pruͤfeſt herzen und nieren. 11 Mein „ ſchild iſt bey GOtt, der den frommen herzen hilft. Pf. 3, 4. 12 Gott iſt Kein rechter richter, und ein Gott, der taͤglich draͤuet. *Pſ. 9, 5. 13z3 Will man ſich nicht bekehren, fo hat er ſein ſchwerdt gewetzet, und * feinen bogen . | gefpannet
17
Der 7 und 8 Palm. 11 geſpannet, und zielet. „Klagl. 2, 4. 14 Und hat darauf gelegt tödliche geſchoß, ſeine pfeile hat er zugerichtet zu verderben.
Siehe, der hat boͤſes im ſinn, * mit ungluͤck iſt er ſchwanger; er wird aber einen
fehl gebaͤhren. Hiob 15,35. ꝛc. 15 Er hat eine Sgrube gegraben und aus⸗ gefüͤhret, und iſt in die grube gefallen, die er gemacht hat. § Sprich. 26, 27. ꝛc. 17 * Sein ungluͤck wird auf feinen kopf
kommen, und ſein frevel auf ſeinen ſchei⸗ tel fallen. Sprich. 9,22.
18 Ich danke dem HENMN um feiner gerechtigkeit willen; und will loben den na⸗ men des HERRN, des Allerhoͤchſten.
Der 8 Palm | Don Cyriſtt Reich, Keiden und Herrlichkeit, Ein pfalm Davids vorzuſingen auf der Githith. | H ER R, unſer herrſcher, wie herrlich iſt dein name in allen landen, da man dir danket im himmel.
3 Aus dem munde der jungen kinder und ſaͤuglinge haſt du eine macht zugerichtet, um deiner feinde willen, daß du vertilgeſt den feind und den rachgierigen.
4 Denn ich werde ſehen dien himmel dei⸗
| afk ner
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denkeſt, und des menſchen kind, daß dudi
Du s wirſt ihn zum herrn machen über *
12 Der s und Pſalm.
| ner finger werk, den mond und die ſterne, die du bereiteſt. * Pf. 102, 26.
Was iſt der menſch, daß du fein ger
ſein annimmſt? 1Ebr. 2, 6.
6 Du wirſt ihn laſſen dine teen 1 Gott verlaſſen ſeyn; aber mit ehre und ſchmuck wirſt du ihn krönen.
Deiner hände werk, azes haft du unter feine “=
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it dein name in allen landen.
fuͤſſe gethan: 8 t Cor. 15/27. 8 Schaafe und ochſen allzumal, dazu 5 4 die wilde thiere: Jer! 27,6
9 Die voͤgel unter dem himmel, und die fiſche im meer, und was im meer gehet. 10 HERR, unſer herrſcher, wie herrlich
Danklied Fe eibhktenen.f fieg wider die Feinde
6 1 Ein pſalm Davids, von der ſchoͤnen jugend, vorzuſingen.
NY > danke dem HERRN von ganzem
herzen und erzehle alle deine wunder.
Z3 Ich freue mich und bin froͤlich in dir,
und lobe a namen du Allerhoͤchſter. 4 Daß du meine feinde hinter ſi ſich getrieben
1. Ni find es umkommen vor dir.
s Denn
Der 9 Pſalm 13 5 Denn du führeft mein recht und ſache aus, du ſitzeſt auf dem ſtul ein f rechter: richter. [Pf. 7, 12. Pf. 50. 6. Pſ. 94, 2. s Du ſchilteſt die heiden, und f bringeſt die gottloſen um, ihren namen vertilgeſt du immer und ewiglich. f Pf. 5, 7. „ Die ſchwerdter des feindes habẽ ein en⸗ de; die ſtaͤtte haſt du umgekehret; ihr ge⸗ daͤchtniß iſt umkommen ſamt ihnen. 10 8 Der HERR aber bleibet ewiglich: er hat ſeinen ſtuhl bereitet zum gericht. i 9 Und er wird den erdboden recht richten, und die leute regieren rechtſchaffen. | 10 Und * der HERg iſt des armen ſchutz; ein ſchutz in der noth. Pf. 37, 29 11 Darum hoffen auf dich, die deinen na⸗ men kennen; denn du! verlaͤſſeſt nicht, die dich, HeErr ſuchen. * Pf. 34, J. 6. 12 Lobet den HERRN, der zu Zion woh⸗ net; verkuͤndiget unter den leuten ſein thun. 13 Denn er gedenket, und fraget* nach ihrem blut; er vergiſſet nicht des ſchreyens der armen. * Moſ. 32,43. 14 HEN, ſey mir gnaͤdig, ſiehe an mein elend unter den feinden, der du mich erhebeſt aus den thoren des todes. 15 Auf daß ich erzehle alle deinen preis, A 5 in
14 Der 9 und 10 Pſalm in den thören der kochter Zion, daß ich ih lich ſey uͤber deiner huͤlfe.
16 Die heiden ſind verſunken in der gru⸗ be die ſie zugerichtet hatten; ihr fuß iſt ge⸗
fangen im netz, das fie geftellet hatten.
17 So erkennet man, daß der Herr recht ſchaffet. Der gottloſe iſt verſtrickt in del werk ſeiner haͤnde, durchs wort, Sela.
18 Ach daß die gottloſen muͤßten zur 100 4 gekehret werden, alle heiden die Gottes ver⸗
geſſen! 19 Denn er wird des armen nicht ſo ganz
vergeſſen, und die hoffnung der elenden wird nicht verloren ſeyn ewiglich.
20 Y ER R“ ſtehe auf, daß menſchen nicht uͤberhand kriegen; laß alle heiven vor dir gerichtet werden. er
21 Gib ihnen, HER, einen weer daß die heiden * erkennen, daß ſie menſchen find, Sela. Pf. 79% 14.
Der 10 Dfulm.
Gebet wider die Feinde der Birche. Err, warum tritteſt du ſo ferne! Verb ir⸗ geſt dich zur zeit dernoth? 2 Weil der gottloſe uͤbermuth treibet, muß der elende leiden, ſie haͤngen ſich an einan⸗ N und erdenken böfe tůcke. 3 Denn
|
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er nach niemand
Der 10 Pſalm. 15
3 Denn der gotttſoſe ruͤhmet ſich feines
muthwillens, und der geizige ſegnet ſich, und laͤſtert den HE R RN.
4 Der gottloſe iſt ſo ſtolz und zornig, daß fraget; in allen ſeinen tuͤ⸗ cken halt er GOtt für niches. A Er faͤhret fort mit ſeinem thun immer⸗ dar; deine gerichte ſind ferne von ihm; er handelt trotzig mit allen ſeinen feinden. 6 Er ſpricht in feinem herzen: Ich werde nimmermehr darnieder liegen; es wird fuͤr und fuͤr keine noth haben. | 7 Sein f mund iſt voll fluchens, falſches und trugs; ſeine zunge richtet muͤhe und ar⸗ beit an. | T Rom. 3, 14. 8 Er ſitzet und lauret in den höfen, er ers wuͤrget die unſchuldigen heimlich; ſeine au⸗
gen halten auf die armen.
9 Er lauret im verborgenen, wie ein loͤwe in der hoͤhle, er lauret, daß er den elenden erhaſche; und erhaſchet ihn, wenn er ihn in ſein netz zeucht.
10 Er zerſchlaͤgt und druͤcket nieder, und
ſtoͤſſet zu boden den armen mit gewalt.
II Er ſpricht in ſeinem herzen: GOtt hats vergeſſen; er hat ſein antlitz verborgen, er
wirds nimmermehr ſehen. 12 Stehe
*
16 Der ro und 11 Pſalm Ii Sehe auf, HERR BD, erhebe deine hand; vergiß der elenden nicht. 13 Warum follder gottloſe, ODE laͤſtern, und in ſeinem herzen ſprechen: Du frageſt nicht darnach? V 14 Du ſieheſt ja, denn Du ſchaueſt das elend und jammer, es ſtehet in deinen haͤn⸗ den, die armen befehlens dir, du biſt der S pwaͤyſen helfer. § Pf. 68, 6. Iß Zerbrich den arm des gottloſen, und ſuche das boͤſe, fo wird man fein § gottlos weſen nimmer finden. 5 Pf. 104, 35. 16 Der Her iſt koͤnig immer und ewig⸗ lich; die heiden müſſen aus ſeinem lande umkommenn 2 17 Das verlangen der elenden $ hoͤreſt du, HER, ihr herz iſt gewiß, daß dein ohr darauf merket; 95 Pf. 6, 10. 18 Daß du Steht fhaffeft dem waͤyſen, und armen, daß der menſch nicht mehr tro⸗ be auf erden § 5 Moſ. 10. 18. FTT 1 N | 0 Troſt wider die Feinde 8 rechten Vertrauen auf 1 Ein pſalm Davids, vorzuſingen. Sch traue auf den HERRN wie ſaget 4 25 ihr denn zu meiner ſeele, ſie ſoll liegen wie ein vogel auf eure berge? 2 Denn
N 4
Der und 12 2 Pfalm. 3 2 Denſſſiche, die goltloſen ſp ſpannen den bogen, und legen ihre pfeile auf die ſehnen, dan I heimlich zuſſchieſſen die fr ommen. 3 Denn ſie reiſſen den grund um; was ; folte der gerechte ausrichten? ai 4 Der HERR iſt in feinem heiligen tem, pel, des HErrn ſtuhl iſt im himmel, ſeine augen ſehen darauf, ſeine augentieder prä⸗ fen die menſchenkinder. en
Der HER prüfe den gerechten, (ei | ne ſeele * haſſet den gottloſen, m. die ger⸗ ne freveln. P 6 Er wird re gnen laſſen über die gottloſen | blitz feuer und ſchwefel, und wird ihnen ein welter zum lohn geben
7 Der BERN iſt get und hat gerech⸗ tigkeit lieb, darum, daß ihre angefichte auen auf das dan recht iſt.
1085 Der 12 Pfa lm. * Gebet um Erhaltung des kleinen Saͤuſteins durch Gottes Wort.
1 Ein pfalm Davids vorzuſingen auf acht ſaͤiten. 1 Hilf, HER, die heiligen haben abge⸗ nommen, und . iſt wenig
unter den r ee 3 Einer
N 45 7 * 5 95
18 Der 12 und 13 Pſalm.
>. Einer redet mit dem andern unnütze dinge, und heuchlen, und lehren aus T uns einigem herzen. Pf. ss, 10.
4 Der HeErr wolle ausrotten alle heuche⸗ ley, und die zunge, die da ſtolz redet.
Die da fagen : Unſere zunge ſoll uͤber⸗ hand haben, uns gebuͤhret zu reden, f wer it unſer herr? 2 Moſ. 5,2. Dan. 3, 15.
S Weil denn die elenden verſtoͤret werden, und die armen ſeufzen, will ich auf, ſpricht der HEN, ich will eine huͤlfe ſchaffen, daß man getroſt lehren ſoll. |
7 Die + rede des HERRN iſt lauter, wie durchlaͤutert ſilber im erdenen tiegel, bewaͤh⸗ ret ſiebenmal. + Spr. 30, 5. 8 Du HERR, wolteſt fie bewahren, 10 uns behuͤten vor dieſem geſchlecht ewig⸗
ich.
9 Denn fes wird allenthalben voll gott⸗ lloſen, wo ſolche loſe leute unter den mens ſchen herrſchen. + Spr. 28, 12. 72 8 Der 13 Palm.
Gebet in Traurigkeit und Serzens⸗Angſt, 1 Ein Pſalm Davids vorzuſingen. ERR, f wie lange wilt du mein ſo gar
J vergeſſen? Wie lange verbirgeſt du dein
antlitz vor mir? f Pf. 79, F. 3 Wie
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IM 4 7 ER | N
3 Wie ern ſoll ich fegen in meiner ſee⸗ le, und mich aͤngſten in meinem herzen: taͤg⸗ lich? wie lange ſoll ſich mein feind über mich erheben? .
4 Schaue doch, u und erhöre mich, HE | mein GOtt. Erleuchte meine augen, daß ich nicht im tode entſchlafe!
5 Daß nicht mein feind ruͤhme, er fi mein mächtig worden, und meine wider ſacher ſich nicht freuen, daß ich niederliege.
6 Ich hoffe aber darauf, daß du ſo gnaͤs⸗
dig biſt, mein herz freuet ſich, daß du ſo gerne hilfeſt. Ich will dem HERR ſin⸗ gen, daß er ſo wohl an mir thut. 8
Der 14 Pſalm.
FR vom verderben W r 0e Geſchlechts BR, fi en
1 Ein pfalm Davids, vorzuſingen. Du Sthoren ſprechen in ihrem herzen: Es iſt kein GOtt. Sie tuͤgen nichts und ſind ein greuel mit ihrem weſen, da iſt kei⸗ ner der gutes thue. § Pf. 53/2. ſeg. 2 Der f HERRſchauet vom himmel auf die menſchenkinder, daß er ſehe, ob Bun klug ſey, und nach GOtt frage. P. 337 3 Aber ſie find § alle abgewichen, iD alleſamt untüchtig, da iſt keiner der gutes 9 85 auch nicht einer. §SRoͤm. 3,12 4 Will denn der übelthaͤter keiner das b
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20 Der 14 und 15 Pſalm. merken, die mein volk freſſen, daß ſie ſich nehren? Aber den HErrn rufen fie nicht an. s Dafelbft fürchten fie ſich; aber GOtt ift bey dem geſchlecht der gerechten. 8 6 Ihr ſchaͤndet des armen rath; aber T Gott iſt ſeine zuverſicht. Pf. 46,2. 7 Ach daß die huͤlfe aus Zion über Iſ⸗ rael kaͤme, und der HErr fein gefangen volk erloͤſete! ſo wuͤrde Jacob froͤlich ſeyn, und Ifrgel ſich freuen. Pf 53/7. rein DAUER Der Glaubigen Thun und Laſſen. 1 Ein Pſalm Davids. A 0 ENR, wer s wird wohnen in deiner hütte? Wer wird bleiben auf deinem heiligen berge? Ss Pf. 84,7. 2 Wer ohne wandel einher gehet, und recht thut, und redet die wahrheit von her⸗ zen. | ee ee 3 Wer mit ſeiner zunge nicht verleumdet,
’ und feinem naͤchſten kein arges thut, und feinen nächften nicht ſchmaͤhet.
3. Wer die gottloſen nichts achtet, fon dern ehret die gottesfuͤrchtigen, wer ſeinem nächſten ſchwoͤret, und haͤlts. I Wer ſein geld nicht auf wucher gibt, und nimmt nicht geſchenk über dem unſchul⸗
55
Der 16 Palm. 21
digen. Wer das thut, der wird wohl leiden
Der 16 Pſalm. | Welſſagung von Chriſti Leiden und auferſtehung 1 Ein guͤlden kleinod Davids. |
ware mich, GOtt, denn ich traue auf dich. „ 0 2 Ich habe geſagt zu dem Herrn: Du
biſt ja der HERR; ich f muß um dernen willen leiden. e e RE 3 Für die heiligen fo auf erden ſine, und für die herrlichen, an S denen hab ih mein gefallen. §Pſ. 147, 1 4 Aber jene, die einem andern nacheilen werden groß herzeleid haben. Ich will ihres trankopfers mit dem blut nicht opfern, noch ihren namen in meinem munde fuͤhren.
5 Der HER aber iſt mein gut und mein theil: Du erhaͤlteſt mein erbtheil.
6 Das 1008 iſt mir gefallen aufs liebliche,
mir iſt ein ſchoͤn erbtheil worden. | Ich lobe den HERRN, der mir gera⸗ then hat, auch züchtigen mich meine nie— ren des nachts. RL IE
8 Ich habe den HERNN allezeit vor augen; denn er iſt mir zur rechten, darum werde ich wohl bleiben. *Geſch. 2, 27.
9 Darum *freuet ſich mein herz, und mei⸗ ne ehre iſt froͤlich, auch mein fleiſch wird
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22 Der 16 und 17 Pfalm ſicher liegen. 8. 10 Denn * du wirſt meine ſeele nicht in der hoͤlle laſſen, und nicht zugeben, daß dein heiliger verweſe. *Geſch. 2, 27 31.26. 11 Du thuſt mir kund den weg zum leben, vor dir iſt freude die fuͤlle, und e weſen zu deiner rechten ewiglich. N
Der 17 Pfſalm
Gebet um geſunde Lehre und heiliges Leben. 1 Ein gebet Davids. He erhoͤre die gerechtigkeit, merke auf mein geſchrey, vernimm mein gebet, das nicht aus falſchem munde gehet.
2 Sprich du in meiner ſache, und ſchaue i du aufs recht. *Pſ. 43, 1. 3 Du pruͤfeſt mein herz, und beſucheſt es 5 des nachts, und laͤuterſt mich, und findeſt
nichts. Ich habe mir vorgeſetzt, daß mein ug nicht ſoll übertreten.
Ich bewahre mich in dem wort deiner ‚ippen vor menſchenwerk, auf dem wege des r moͤrders. | Joh. 8, 44. T Erhalte mein gang auf deinen fußſtei⸗ gen, daß meine tritte nicht gleiten.
6 Ich rufe zu dir, daß du Gott, wolteſt mich erhoͤren, neige deine ohren zu mir, hoͤre meine rede.
7 Beweiſe deine wunderliche gute, du hei⸗
Der. 17 Pfalm. 23 land derer, die dir vertrauen, wider die ſo ſich wider deine rechte hand ſetzen.
8 Behuͤte mich wie einen augapfel im auge, beſchirme mich unter dem ſchatten deiner fluͤgel.
9 Vor den gottloſen, die mich verſtoͤren, vor meinen feinden, die um und um nach meiner ſeele ſtehen.
10 Ihre fetten halten zuſammen, ſtereden mit ihrem munde ſtolz.
11 Wo wir gehen, fo * umgeben ſie uns, ihre augen richten ſie dahin, daß ſie uns zur erden ſtuͤrzen. * Pf. 118, 10. 11.
12 Gleichwie * ein loͤbe der des raubs begehret, wie ein junger loͤwe, der in der hoͤhle ſitzet. Pf. 10, 9. 13 HER, mache dich auf, uͤberwaͤltige ihn, und demuͤthige ihn, errette meine ſeele von dem gottloſen mit deinem ſchwerdt.
14 Von den leuten deiner hand, HERR, von den leuten dieſer welt, welche ihr theil haben in ihrem leben, welchen du den bauch, füͤlleſt mit deinem ſchatz, die da kinder die fülle haben, und laſſen ihr uͤbriges ihren jungen.
15 Ich aber will ſchauen *dein antlitz in gerechtigkeit, ich will ſatt werden wenn ich erwache nach deinem bilde. Mat. 5,8
.
11,24 Der 18 Pfalm. 9 Der 18 Pſal m.
e Danklied fuͤr Gottes Wohlthaten 5 I Ein pfalm vorzuſingen, Davids, des HeErrn knechts, welcher hat dem HERRN die worte dieſes liedes geredet zurzeit, da ihn der HeErr errettet hatte von der hand feiner feinde, und von der hand Sauls.
Urd ſprach: Herzlich lieb hab ich dich, HENN, meine ſtaͤrke.
3 HER, mein fels, meine burg, mein erretter, mein GOtt, mein hort, auf den ich traue, mein ſchild, und horn meines heils, und mein ſchutz. Ehr. 2, 13.
4 Ich * will den HERRN loben, und anrufen, ſo werde ich von meinen feinden erloͤſet. or SIE ee
s Denn es umfingen mich des! todes bande, und die baͤche Belial , erſchreckten
mich e Pf 77, 5. 6 Der hoͤllen bande umfingen mich, und des todes ſtricke uͤberwaͤltigten mich. | „Wenn * mir angſt iſt, ſo rufe ich den RR an, und ſchreye zu meinem Gott, fs erhoͤret er meine ſtimme von feinem tem⸗ pel, und mein geſchrey kommet vor ihn zu ſei⸗ nen ohren. e Eſ. ,
Die erde bebete und ward bewegt, und die grundveſte der berge regeten ſich, und
Der 18 Palm: - 27 bebeten, da er zornig war. 720 9 Dampf ging auf von ſeiner naſe, und verzehrend „feuer von feinem munde, daß es davon blitzete. *Ebr 12,29. 10 Er neigete den himmel und fuhr her⸗ ab, und dunkel war unter feinen fuͤſſen. 11 Und fuhr auf dem Cherub, und flog daher, er ſchwebete auf den fittigen des windes. 12 Sein * gezelt um ihn her war finſter und ſchwarze dicke wolken, darin er verbor⸗ gen war. Eſ. 50, 3. 13 Vomglantz vor ihm trenneten ſich die wolken, mit Hagel und blitzen. | 14 Und der #* HENMM donnerte im him⸗
mel, und der hoͤchſte ließ ſeinen donner aus, mit hagel und blitzen. Pf. 3. is Er ſchoß feine ſtrahlen und zerſtreuete ſie, er ließ ſehr blitzen und ſchreckte ſie.
16 Da ſahe man waſſerguͤſſe, und des erdbodens grund ward aufgedeckt, HERR, von deinem ſchelten, von dem odem und ſchnauben deiner naſen.
17 Er ſchickte aus von der höhe, und hol⸗ te mich, und * og mich aus grofen von ern * Hiob. 22, 11. Pf. 32, 6. 18 Er ferrettete mich von meinen ſtarken feinden, von meinen haſſern, die mir zu
r ̃ ˙ͤvwvPf... ²· m . —
23 Der 18 Pfalm.
a mi chtig waren. Luc. 1, 71.
19 Die mich uͤberwaͤltigten zur zeit mei⸗ nes unfalls, und der HER ward meine
zuverſicht.
20 Und er fuͤhrete mich aus in den raum, er riß mich heraus, denn er hatte luſt zu mix. 21 Der HERR thut wohl an mir, nach
meiner gerechtigkeit, er vergilt mir nach
der reinigkeit meiner haͤnde. 22 Denn ich halte die wege des HErrn, und bin nicht gottlos wider meinen GOtt. 23 Denn alle ſeine rechte habe ich vor au⸗
| gen; und ſeine gebote werfe ich nicht von mir
24 Sondern ich bin ohne wandel vor ihm; und huͤte mich vor ſuͤnden
25 Darum vergilt mir der HERR nad meiner gerechtigkeit, nach der reinigkeit
meiner haͤnde vor ſeinen augen.
26 Bey den heiligen biſt du heilig, und bey den frommen biſt du fromm.
27 Und bey den reinen biſt du rein, und bey den verkehrten biſt du verkehrt.
28 Denn du hilfeſt dem elenden volk zund die hohen augen niedrigeſt du.
2209 Denn du erleuchteſt meine leuchte, der
Hegg, mein Gott, f machet meine fin⸗
ſterniß licht. f Pf. 97, 11. Pſ. 1127, 4. 30 Denn f mit dir kan ich kriegs volk zer⸗
Der eig Palm. ——
ſchmeiſſen, und mit meinem Gott uͤber die
mauren ſpringen. 12 Sam. 22,30. 31 Gottes wege ſind ohne wandel; die reden des HERRN find durchlaͤutert, er iſt ein ſchild allen, die ihm vertrauen.
32 Denn wo iſt ein GOTT, ohne der HERR? oder ein hort, ohn unſer GOtt?
33 GOTT rüftet mich mit kraft, und machet meine wege ohne wandel. |
34 Er machet meine fuͤſſe gleich den hir⸗ ſchen; und ſtellet mich auf meine hoͤhe.
35 Er lehret tmeine hand ſtreiten; und lehret meinen arm einen ehernen bogen ſpannen. Pf. 144, 1.
36 Und gibſt mir den ſchild deines heils, und deine rechte ſtaͤrket mich, und wenn du mich demuͤthigeſt, macheſt du mich groß.
37 Du macheſt unter mir raum zu gehen, daß meine knoͤchel nicht gleiten.
38 Ich will meinen feinden nachjagen, und fie ergreifen, und nicht umkehren bis ich ſie umgebracht habe.
39 Ich will fie f zerſchmeiſſen, und ſollen mir nicht widerſtehen; fie muͤſſen unter mei⸗ ne fuͤſſe fallen. | Pf. 2, 9.
40 Du kanſt mich ruͤſtea mit ſtaͤrke zum ſtreit: Du kanſt unter mich werfen, ne wider mich ſetzen. | 41 Du
i
FCC
sn. Der 18 Pſalm. | 41 Du gibſt mir meine feinde in die flucht, daß ich meine haſſer verſtoͤre. I 42 Sie rufen, aber da iſt kein helfer; 19 HERRN, aber er antwortet ihnen nicht *
43 Ich will ſie zerſtoſſen, wie ſtaub vor dem winde, ich will fie wegraͤumen, wie“
den koth auf der gaſſen. .
44 Du hilfeſt mir von dem zaͤnkiſchen volk, und macheſt mich ein haupt unter den heiden, ein volk das ich nicht kante, die⸗ net mir. 2 | 45 Es gehorchet mir mit gehorſamen ob> ren; ja den fremden kindern hat es wider mich gefehlet. Pf. 1A, 46 Die fremden kinder verſchmachten, und zapplen in ihren banden.
47 Der * HER Rlebet, und gelobet ſey
mein hort, und der GOtt meines heils
muͤſſe erhaben werden. „5 Moſ. 32, 40. 48 Der Gott der mir rache gibt, und
zwinget die voͤlker unter mich.
49 Der mich errettet von meinen feinden,
und erhoͤhet mich aus denen, die ſich wider
mich ſetzen; du hilfeſt mir von den freveln.
a 5
so Darum will ich dir danken, HERR,
unter den heiden, und deinem namen lob⸗
ſingen. 5 Der
Der 18 und 19 Pſalm. 29 51 Der feinem koͤnige groß heil dewei⸗ ſet; und wohlthut ſeinem geſalbten, Da⸗
De
vid undfeinem ſaamen ewiglich.
Der 19 Pfanne DR
Lehre von Chriſto feinem Wort und rechter Buſſe⸗ 1 Ein pſalm Davids, vorzuſingen.
ie“ himmel erzehlen die ehre Got-
tes, und die veſte verkuͤndiget ſeiner
haͤnde werk. *Pſ. 97, 6.
3 Ein tag ſagts dem andern, und eine nacht thuts kund der andern. |
4 Es iſt keine ſprache noch rede, da man nichr ihre ſtimme hoͤre. |
Ihre ſchnur gehet aus in alle lande, und ihre rede an der welt ende, er hat der ſonnen eine huͤtte in derſelbigen gemacht. 6 Und dieſelbe gehet heraus, wie ein braͤu⸗
tigam aus ſeiner kammer, und freuet ſich
wie ein held, zu laufen den weg.
7 Sie gehet auf an einem ende des him̃els
und lauft um bis wieder an daſſelbe ende; und bleibet nichts vor ihrer hitze verborgen. 8. Das geſetz des HErrn iſt ohne wandel, und erquicket die ſeele. Das zeugniß des Herrn iſt gewiß und macht die albern weiſe. 9 Die befehle des HErrn ſind richtig, und
erfreuen das herz. Die gebote des HErrn
find lauter, und erleuchten die augen. 10
n Werren Ne eee *
rens Werner
30 Der 19 und 20 Pſalm. | 19 Die fürcht des HERMAN IT rein und bleibet ewiglich. Die rechten des HErrn ſind wahrhaftig, alleſamt gerecht. 11 Sie ſind koͤſtlicher denn gold und viel feines goldes, fie find ſuͤſſer denn honig und honigſeim. Pf. 119,72. 127. 12 Auch wird dein knecht durch ſie erin⸗ nert, und wer ſie haͤlt der hat groſen lohn. 13 Wer kan merken wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgene fehle. 5 14 Bewahre auch deinen knecht vor den ſtolzen, daß ſie nicht uͤber mich herrſchen; ſo werde ich ohne wandel ſeyn, und un⸗
ſchuldig bleiben groſer miſſethat.
15 Laß dir wohlgefallen die rede meines mundes, und das geſpraͤch meines herzens
vor dir HErr, mein hort und mein erföfer.
Gluͤckswunſch der Kirche Chriſti.
1 Ein pſalm Davids, vorzuſingen. Der HEgg erhoͤre dich in der noth; der name des Gottes Jacobs ſchuͤtze dich.
3 Er ſende dir hülfe vom fheiligthum, und ſtaͤrke dich aus Zion. Ef. 57, 1%.
4 Er gedenke alles deines ſpeisopfers, und dein brandopfer muͤſſe fett ſeyn, Sela.
5 Er * gebe dir was dein herz begehret, und erfülle alle deine anſchlaͤge. “ P. 27/3.
9
6 Wir ruͤhmen, hilfeſt, im namen unſers Gottes werfen wir panier auf. Der Herr gewaͤhre dich aller dei⸗ ner bitte. |
7 Nun merke ich, daß der HERg ſei⸗ nem geſalbten hilft, und erhoͤret ihn in ſei⸗
nem heiligen himmel; ſeine rechte hand hilft gewaltiglich. her 5 8 Jene * verlaſſen ſich auf wagen und roſſe: Wir aber denken an den namen des SHERRN unſers Gottes. * Pf. 44,7. 9 Sie ſind nieder geſtuͤrzet, und gefallen: wir aber ſtehen aufgericht.
10 * Hilf, HERR; der koͤnig erhöre
uns, wenn wir rufen. a un AN N Der 21 Pfſalm. 95 N Chriſti Sieg wider die Feinde. ! 1 Ein pfalm Davids, vorzuſingen. H E R R, der koͤnig freuet ſich in deiner kraft, und wie ſehr *froͤlich iſt er über deiner huͤlfe. Pf. 13, C. 3 Du gibſt ihm ſeines herzens wunſch, und wegerſt nicht was ſein mund bittet, Sela. 4 Denn du uͤberſchuͤtteſt ihn mit gutem
ſegen: du ſetzeſt einegüldene f krone auf ſein
haupt... ſ. 132,18.
1* e Er bittet dich ums leben; ſo gibſt du ihm
langes leben immer und ewiglich. 6
.
|
32 Der 21 Pſalm. 6 Er hat groſe ehre an deiner hülfe; du legeſt lob und ſchmuck auf ihn. 11 7. Denn du ſetzeſt ihn zum ſegen ewiglich, du erfreueſt ihn mit freuden deines antlitzes. 8 Denn der koͤnig hoffet auf den Herrn und wird durch die guͤte des Hoͤchſten veſt bleiben. 9 Deine hand wird finden alle deine fein⸗ de; deine rechte wird finden die dich haſſen. 10 Du wirſt fie machen wie einen feuers ofen, wenn du * drein ſehen wirſt: Der HeErr wird ſie verſchlingen in ſeinem zorn; net fie freſſen. Weis. 3 Ihre ffrucht wirſt du umbringen vom eb, und ihren ſaamen von den mens ſchenkindern. ID. 109,13. 12 Denn ſie f gedachten dir uͤbels zu thun, und machten anſchlaͤge die fie nicht konten ausführen. tı Moſ. so,20, 13 Denn du wirft fie zum ziel machen: mit deiner ſehnen wirſt du gegen ihr an⸗ tlitz zielen. 14 HERR! Erhebe dich in deiner kraft, ſo wollen wir ſingen und loben Bahr ne macht. | Der alm | Meifingung von 8 Leiden und Herrlichkeit. 135 Ein pſalm Davids vorzuſingen von
Der 22 Pſalm. 33
der hindin, die früh gejaget wird. ein * GOtt, mein GOtt! Warum haſt du mich verlaſſen? Ich heule; aber meine huͤlfe iſt ferne. Matt. 27/46. 3 Mein GOtt! Des tages krufe ich, ſo antworteſt du nicht, und des nachts ſchwei⸗
ge ich auch nicht. *Hiob 19,7. 4 Aber du biſt heilig, kder du wohneſt unter dem lobe d Iſrael. * Moſ. 5,3.
Unſere väter hofferen auf hen und da ſie hoffeten, halfeſt du ihnen aus.
6 Zu dir *fchrien fie, und wurden errettet, fie hoffeten auf dich, und fe wurden nicht zu ſchanden. * Pf. 107, 6. f Pſ. 25, 2. 3. 7 Ich aber bin ein wurm und kein menſch, ein f fpott der leute, und eine verachtung des volks. Matt. 27, 39. 8 Alle die mich ſehen, ſpotten mein; ſper⸗ ren das maul auf, und ſchuͤtteln den kopf. 9 Er Flags dem HeErrn, der helfe ihm aus und errette ihn, hat er luſt zu ihm. 10 Denn duhaſt mich aus meiner mutter⸗ „leibe gezogen, du wareſt meine zuverſicht, da ich noch an meiner mutter bruͤſten war. 11 Auf dich bin ich geworfen aus mutter⸗ leibe, du f biſt mein GSi von meiner mutterleibe an. Pf. 31,15: 12 Sey nicht ferne von mir den angſt
ift nahe, denn es iſt hie kein helfer.
W rern *** a” Bi
34 DEN
13 Groſe farren haben mich umgeben;
fette ochſen haben mich umringet,
14 Ihren 7 rachen ſperren ſie auf wider mich, wie ein Sbruͤllender e loͤwe. Matth. 27, 221 § 1 Pet. 5,
15 Ich bin ausgeſchuͤttet wie nr alle
meine gebeine haben ſich zertrennet, mein herz iſt in meinem leibe, wie 3
zen wachs.
16 Meine f kraͤfte ſind vertrocknet wie
eine ſcherbe, und meine zunge klebet an meinen gaumen; und du legeſt mich in des todes ſtaub. e Neger.
17 Denn hunde haben mich umgeben, und der boͤſen rotte hat ſich um mich gemacht, fie haben meine haͤnde und fuͤſſe durchgrabẽ.
18 Ich moͤchte alle meine gebeine zaͤhlen,
fie aber ſchauen, und ſehen ihre luſt an mir. 19 Sie theilen meine kleider unter ſich; und werfen loos um mein gewand. 20 Aber du HER, ſey nicht ferne; meine ſtaͤrke, eile mir zu helfen. 21 Errette meine ſeele vom ſchwerdt, meine einſame von den hunden. Ni 22 Hilf mir aus dem rachen des loͤwen, und Kar mich von den einhoͤrnern. | 223 Ich
*
Der 22 Pſalm. RUE N 23 Ich will deinen namen predigen meinen brüdern, ich will dich in der gemeine ruͤhmen.
24 Ruͤhmet den HERRN, die ihr ihn fuͤrchtet; es ehre ihn aler ſaame Jacob, und vor ihm ſcheue ſich aller ſaame Iſrael.
25 Denn er hat nicht verachtet noch fver⸗ ſchmaͤhet das elend des armen, und ſein antlitz vor ihm nicht verborgen, und da er zu ihm ſchrie, hoͤrete ers. Pf. 9, 13.
26 Dich will ich preiſen in der groſen gemeine, ich will meine geliebde bezahlen vor denen, die ihn fuͤrchten. |
27 Die elenden follen eſſen, daß ſie ſatt werden, und die nach dem Herrn frage, wer⸗ den ihn preifen, euer herz ſoll ewiglich leben.
28 Es werde gedacht aller welt ende, daß fie ſich zum HERRN bekehren; und vor ihm anbeten, allegeſchlechte der heiden. 29 Denn der HERR hat ein reich; und er herrſchet unter den heiden.
30 Alle fetten auf erden werden eſſen und anbeten; vor ihm werden knie beugen alle, die im ſtaub liege, und die, fo kuͤmerlich lebẽ. 31 Er wird feinen ſaamen haben, der ihm dienet; vom HERAN wird man ver⸗ kuͤndigen zu kindeskind. Ef. 53, 10.
32 Sie werden kommen und feine 55
0 rech⸗
was FW 275 ende N rennen a nn ine Bj
36 Der 23 und 24 Pſalm. rechtigkelt predigen * dem volk, das gebo⸗ ren wird, daß Ers thut. Pf. 1 10, 3. 5 Der 23 Pſalm. 7 Chriſtus unſer Hirt und Wirth.
1 Ein pſalm Davids. RE Dei HERR iſt mein Fhirte, mir wird
nichts mangeln. Joh. 10, 12. ꝛc.
2 Er weidet mich auf einer gruͤnen aue, und fuͤhret mich zum friſchen waſſer.
3 Er erquicket meine ſeele; er fuͤhret mich auf rechter ſtraſſe, um ſeines namens willen. 4 Und ob ich ſchon wanderte im finſtern thal, f fürchte ich kein ungluͤck, denn Du
bift bey mir, dein ſtecken und ſtab troͤſten
mich. f Pf. 3/6. 7.
5 Du bereiteſt vor mir einen tiſch gegen meine feinde, du ſalbeſt mein haupt mit oͤl, und ſchenkeſt mir voll ein, Ä 6 Gutes und barmherzigkeit werden mit folgen mein lebenlang, und werde bleiben im hauſe des HERRN immerdar.
er 24 Pſalm. Von Chriſto, dem Koͤnige der ehren.
1 Ein pſalm Davids. |
Die *erde iſt des HERRN, und was
drinnen iſt, der erdboden, und was
darauf wohnet. * 2 Moſ. 19, J. ꝛc. 2 Denn
Der 24 und 25 Pſalm. 37
2 Denn Er hat ihn an die meere gegruͤn⸗ det, und an den waſſern bereitet. |
3 Wer wird auf des HErrn berg gehen? und wer wird ſtehen an ſeiner heiligen ſtaͤtte?
4 Der unſchuldige haͤnde hat, und reines herzens iſt, der nicht luſt hat zu loſer lehre, und ſchweret nicht faͤlſchelch.
5 Der wird den ſegen vom HERRN empfahen, und 5 gerechtigkeit von dem Gott ſeines heils. § Eſ. 48, 18.
6 Das iſt das geſchlecht, das Hag be eh das daſuchet dein antlis, Jacob, Sela. | 7. Machet die thore weit, und die thuͤren in 115 welt hoch, daß der koͤnig der ehren einziehe.
8 Wer iſt derſelbe könig der ehren? Es if der HERR ſtark und mächtig, der HENN mähtig im ſtreit. |
9 Machet die thore weit, und die thüren in
dab doch daß der koͤnig der ehren ein⸗ ziehe
10 Wer iſt derſelbe koͤnig der ehren? Es iſt der HERR Zebaoth, Er iſt der * Für nig der ehren, Sela. N Cor. 2, 8.
der 27 Pſalm.
Geber um Gottes Regierung, Gnade und Sa un, 1 Ein pſalm Davids. e Nach
FE? a * W N 1 ey
Der 25 pa Palm. 22 Sms dir, Tach dir, HERD d verlanger mich.
2 Mein GOTT, ich hoffe auf dich. Laß mich nicht zu ſchanden werden, daß ſich meine feinde nicht freuen uͤber mich.
3 Denn keiner wird zu ſchanden, der dein harret; aber zu ſchanden müſſen ſie werden die loſen vrräihlen Sir. 2, 11. 4 FHENN, zeige mir deine wege, und m lehre mich deine ſteige. * Pf. 27,11, 7 Leite mich in deiner wahrheit, und lehre f mich; denn du biſt der GOtt, der mir hilft, taͤglich harre ich dein. | 6 Gedenke, SER R, an deine barmher⸗ igkeit, und an deine guͤte, * die von der welt her geweſen ft. *Pf. 103,17.
7 * Gedenke nicht der fünden meiner ju⸗ gend, und m jeineruͤbertretung; gedenke aberf mein nach deiner barmherzigkeit, um deiner güte e willen. 5 13) 26. * Jer. 31, 19.
8 Der HERg iſt gut und fromm; da⸗ rum unterweiſet erdie ſuͤnder auf dem wege. 9 Er leitet die elenden recht, und N die elenden ſeinen weg. |
10 Die wege des HERRN find eitel * güte und wahrheit, denen, die feinen bund
und zeugniß halten. * Pf. 89% 11 Um deines namens willen, HER, J ER Se? fen
N. 4 N mr PR Ai 2 4 een
Der 28 und 26 6 Pflam. 3% 329
— — — —jꝶöàG— —4¾U —¼4¾ e ee e
Te) gnaͤdig meiner miſſethat, die da groß iſt. 12 Wer iſt der, der den HErrn fuͤrchtet?
er wird ihn unterweiſen den beſten weg.
13 Seine ſeele wird im guten wohnen, 5
und ſein ſaame wird das land beſitzen.
14 Das geheimniß des HERRN iſt unter denen, die ihn fuͤrchten, und ſeinen bund laͤſſet er ſie wiſſen. „Gpnch. 30155
15 Meine augen ſehen ſtets zu dem HERR; denn er wird meinen ius ans dem netze ziehen. 8 Di. 120, 1. 2. 16 Wende dich zu mir, und ſe ey mir gnaͤ⸗
dig; denn ich e eie ind 0 147 Die angſt meines herzens iſt grog; fuͤhre mich aus meinen noͤthen.
18 Siehe an meinen jammer und elend, und vergib mir alle meine fünde.
19 Siehe, daß meiner feinde ſo piel iſt, und haſſen mich aus frevel. L
20 Bewahre meine ſeele, und errette mich laß mich nicht zu ſchanden werden, denn ich traue auf dich.
21 Schlecht und recht das behüte mich?
denn ich harre dein. (Redlichkeit) 22 Gott, erloſe Iſrael aus aller Eis noth. ?
Der 26 Fe
Gebt um Erxettung der Unſchuld, SRX 5
’
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* 8 . 5 1
E *
Fi 40° Der 26 und 27 Pſalm.
65 9 IR, Ichaffe mir recht denn ich bin > unſchuldig. Ich hoffe auf den HErrn darum werde ich nicht fallen.
2 Pruͤfe mich, HERR, und verſuche mich; laͤutere meine nieren, und mein herz. 3 Denn deine guͤte iſt vor meinen augen, und ich wandele in deiner warheit.
4 Ich ſitze nicht bey den eiteln leuten, und habe nicht gemeinſchaft mit den falſchen.
Ich haſſe die verſammlung der boshaf⸗ tigen; und ſitze nicht bey den gottloſen.
6 Ich waſche meine haͤnde mit unſchuld;
und halte mich, HErr, zu deinem altar.
7 Da man hoͤret die ſtimme des dankens, und da man prediget alle deine wunder.
8 HErr, ich habe lieb die ſtaͤtte deines hau⸗ ſes, und den ort, da deine ehre wohnet. 9 Raffe meine ſeele nicht hin mit den ſuͤn⸗ dern, noch mein leben mit den blutduͤrſtigen.
10 Welche mit boͤſen tuͤcken umgehen, und nehmen gerne geſchenke.
I ch aber wandele unſchuldig, erloͤſe
mich, und ſey mir gnaͤdig.
132 Mein fuß gehet richtig, ich will dich
loben, HERRin den verſammlungen. ar Der 27 Pſalm. 5 5 Troſt und Luſt an Gott und feinem Wort, 1 Ein pfalm Davids. Der
Der 27 Pſalm. 47 Fer HER HET mein ſicht und mein — heil vor wem ſolt ich mich fuͤrchten?
1
Der HERR iſt meines lebenskraft, vor wem ſolte mir grauen. Mich 7/8
2 Darum, ſo die boͤſen, meine widerſa⸗ cher und feinde, an mich wollen, mein fleiſch zu freſſen, muͤſſen ſie anlaufen und fallen.
3 Wenn ſich ſchon ein heer wider mich leget, ſo fuͤrchtet ſich dennoch mein herz nicht: wenn ſich krieg wider mich erhebt, fd verlaſſe ich mich auf ihn. „Pf. 3, 7.
4 Eins bitte ich vom HERR, das haͤt⸗
te ich gern, daß ich im hauſe des HERRN bleiben moͤge mein lebenlang, zu ſchauen die ſchoͤne gottesdienſte des HErrn, und ſeinen tempel zu beſuchen. 1 $ Denn er decket mich in ſeiner huͤtte zur boͤſen zeit: er verbirget mich heimlich in feis nem gezelt, und erhoͤhet mich auf einem felſe. 6 Und wird nun erhoͤhen mein haupt über meine feinde, die um mich ſind, ſo will ich in ſeiner huͤtte lob opfern, ich win ſingen und lobſagen den HERRN. e
7 DENN, hoͤre meine ſtimme, wenn ich rufe, ſey mir gnaͤdig, und erhoͤre mich.
8 Mein herz haͤlt dir vor dein wort, ihr ſolt mein antlitz ſuchen: darum ſuche ich auch, HER, dein antlitz. 9 Ver⸗ m 2 . AN ö
5
880
42 | Der 47 und 28 Pfalm.
3 Verbirge deln antlitz nicht vor nur, und
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* — — 2 — Se = © I = gr — 2 > —. 2 ‘>. » .\ — — 2 — ar — = 3 = Le 4 >»
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4
Der 28 und 29 Pfalm 43
fen, und unter den übelthätern, * Die freund?
lich reden mit ihrem naͤchſten, und haben
ihrem boͤſen weſen; gib ihnen nach den
werken ihrer haͤnde, vergilt ihnen, was ſie verdienet haben. ue, % a1
s Denn ſie wollen nicht fachten auf das thun des HERRN, noch auf die werke feiner haͤnde; darum wird er ſie zerbrechen, und nicht bauen. TER. 5, 12.
6 Gelobet ſey der HERR: denn er hat erhöoͤret die ſtimme meines flehens.! 7 Der HER iſt meine ſtaͤrke und mein ſchild, auf ihn hoffet mein herz, und mir iſt geholfen, und mein herz iſt froͤlich, und ich will ihm danken mit meinem liede. 8, Der Herr iſt ihre ſtaͤrke; Er iſt die ſtaͤrke, die feinem geſalbten hilft. 9 Hilf deinem volk, und ſegne dein erbe: und weide fie, und erhöhe fie ewiglich. Der 29 Pfalm. N Weiſſagung vom Donner göttliches Worts Ein pſalm Davids. 75 Beinget her dem HErrn, ihr gewaltigen; bringet her dem HErrn ehre und ſtaͤrke. 2 Bringet dem HErrn ehre feines namens; betet an den HErrn im heiligen ſchmuck.
boͤſes im herzen. 11 Jer. 4 Gib ihnen fnach ihrer that, und nach
1 1 |
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44 Der 29 und 30 Pſalm: N 3 Die ſtimme des HERRN gehet auf den waſſern, der GOtt der ehren donnert; der HErr auf groſen waſſern. 4 Die ſtimme des HEren gehet mit macht; die ſtimme des HERRN gehet herrlich. 5 Die ſtimme des HERR zerbricht die cedern, der HERg zerbricht die“ ce⸗ dern im Libanon. * Eſ. 2,13. 6 Und machet fie lecken wie ein kalb, Li⸗ banon und Sirion wie ein junges einhorn. 7 Die ſtimme des HERRN haͤuet wie feuerflammen. 1Eſ. 66,115.16. 8 Die ſtimme des HERR erreget die wuͤſte; die ſtimme des HEren erreget die wuͤſte Kades. n 9 Die ſtimme des HErrn erreget die hin⸗ den, und entbloͤſet die waͤlder; und in ſei⸗ nem tempel wird ihm jederman ehre ſagen. 10 Der Her: ſitzet eine ſuͤndfluth anzurich⸗ ten, u. der Her. bleibet ein koͤnig in ewigkeit. 11 Der Herr wird feinem volk kraft geben, der HERR wird fein * volk ſegnen mit feied en! * Pf. 289. eam, Dankſagung für Gottes Guͤte im Kreuz und Trübfal, 1 Ein pfalm zu ſingen von der einwei⸗ 9 hung des hauſes Davids. Ich preiſe, dich HERR: Denn du haſt mich
* * 1 a
*
Der 30 Palm. | 47 erhoͤhet, und laͤſſeſt meine feinde ſich nicht
uͤber mich freuen.
3 HERR, mein Gott, da ich ſchrie zu
dir, machteſt du mich geſund.
4 HERR, * du haſt meine ſeele aus der hoͤlle gefuͤhret, du haſt mich lebendig behal— ten, da die in die hoͤlle fuhren. Pſ. 86,13.
JIhrheiligen, lobſinget dem HErrn dan⸗
ket und *preifetfeineheiligkeit. Pſ. 9,12.
s Denn ſein zorn waͤhret einen augenblick,
er hat luſt zum leben; den abend lang waͤhret das weinen, aber des morgens die freude. 7 Ich aber ſprach, da mirs wohl ging: Ich werde nimmermehr darnieder liegen. 8 Denn, HERR durch dein wohlgefal— len haſt du meinen berg ſtark gemacht, aber daf du dein antlitz verbargeſt, erſchrack ich. 1 Pf. 104, 29. '
9 Ich will, HER, rufen zu dir: dem HeErrn will ich flehen.
10 Was iſt nuͤtz an meinem blut wenn ich
todt bin? Wird dir auch der ſtaub danken,
und deine treue verkuͤndigen? 5 11 HER, höre, und * ſey mir gnaͤdig; HErr, ſey mein helfer. „* Pſ. 6, 3.
12 Du haft mir meine klage verwandelt in einen reigen, du haft meinen ſack aus⸗ gezogen, und mich mit freuden geguͤrtet. 13
45 Der 31 Pfalm. | 1,913 Auf daß Dir Klobfinge meine ehre, und nicht ſilewerde HERR, mein Gott, ich will dir danken in ewigkeit. p.18 2. | Der 31 Pfalm. Boing: laͤſſet in keiner Noth zu ſchanden werden.
1 Ein pſalm Davids, vorzuſingen.
ER R, auf dich traue ich, iaß mich nim⸗
mermehr zu ſchanden werden, errette
mich Durch deine debechligkei |
3 Neige deine ohren zu mir, eilend hilf mir. Ser mir ein ſtarker fels, und eine
i N daß du mir helfeſt. Pf. 71,2,
4 Denn du biſt mein fels und meine Aa und um deines namens willen wol⸗ teſt du mich leiten und fuͤhren.
5 Du wolteſt mich aus dem netze ziehen, das fie mir geſtellet tene denn* Du biſt meine ſtaͤrke. „Pf. 18, 2. Pf. 28, 7. 6 In deine haͤnde befehl ich meinen geiſt:
du haſt mich erloͤſet HErꝛ, du treuer GOtt.
Ich haſſe, die da halten auf loſe lehre,
Ich hoffe aber auf den HERRN.
8 Ich freue mich und bin froͤlich uber deiner guͤte, daß du mein elend at ieheſt / und erkenneſt meine ſeele in der noth.
9 Und uͤbergiebeſt mich nicht in die haͤnde
des feindes: du? ſtelleſt meine fuͤſſe auf weiten raum. Pf. 18,37. 10 HERR
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Der zr Pſalm. 47 10 HERR, ſey mirgnadig, denn mir iſt angſt meine geſtalt iſt verfallen vor trauren, darzu meine ſeele und mein bauch. |
1 Denn mein leben hat abgenommen vor truͤbniß, und meine zeit vor ſeufzen, mei⸗ ne kraft iſt verfallen vor meiner miſſethat,
und meine gebeine ſind verſchmachtet. | 12 Es gehet mir ſo übel, daß ich bin einegror fe ſchmach f worden meinen nachbarn, und eine ſcheu meinen verwandten, die mich ſehen auf der gaſſen, fliehen vor mir. Pf. 44/14. 13 Mein iſt fvergeſſen im herzen wie eines
kodten, ich bin worden, wie ein zerbrochen gefaͤß. Pred. 9,6.
14 Denn viel ſchelten mich übel, daß je⸗
derman ſich vor mir ſcheuet; ſie rathſchla⸗
gen mit einander uber mich, und denken mir das leben zu nehmen. 8
10 Ich aber, HE RN, hoffe auf dich, und ſpreche: Du biſt mein Gott.
16 Meine zeit ſtehet in deinen haͤnden: errette mich von der hand meiner feinde, und von denen, die mich verfolgen. 6
17 Laß leuchten dein antlitz über deinen knecht: hilf mir durch deine güte. |
18 HER, laß mich nicht zu ſchanden werden, denn ich rufe dich an; die gott⸗ loſen * muͤſſen zu ſchanden und geſchweiget
PER,
48 Der 31 und 32 Pſalm. werden in der hoͤlle. * Pf. 6, 11.
19 Verſtummen muͤſſen falſche maͤuler, die da * reden wider den gerechten, ſteif,
ſtolz und hoͤhniſch. *Spr. 14, 3.
20 Wie groß iſt deine guͤte die duſver⸗ borgen haft denen, die dich fürchten, und erzeigeſt denen, die vor den leuten auf dich trauen. (f beygelegt)
21 Du verbirgeſt fie heimlich bey dir, vor jedermans trotz: du verdeckeſt ſie in der hüͤtten vor den zaͤnkiſchen zungen.
22 Gelobet ſey der HERR, daß er hat
eine »wunderliche gute mir beweiſet, in ei⸗
EEE ZEN. er.
ner veſten ſtadt. * Pf. 17, 7. 23 Denn * ich ſprach in meinem zagen: Ich bin von deinen augen verſtoſſen: den⸗ noch hoͤreteſt du meines flehens ſtimme, da ich zu dir ſchrie. *Pſ. 116, 11. 24 Liebet den HERRN, alle ſeine heili⸗ gen, die glaͤubigen behütet der HeErr, und * vergilt reichlich dem, der hochmuth uͤbet. 1 * Hiob 22, 29. 25 Seyd ſgetroſt und unverzagt, alle, die ihr des HERRN harret. Pf. 27,14. 0 Der 32 Pſalm. N von der Rechtfertigung. ö 1 Eine unterweiſung Davids. Wohl
Der Palm. 45
F ͤ Te 2249 W ohl dem, dem die übertretungen Derz
geben ſind, dem die ſuͤnde bedecket iſt.
2 Wohl dem menſchen, dem der HERR die miſſethat nicht * zurechnet, in des geiſt
kein falſch iſt. Mos. ii, 8
3 Denn da ichs wolte verſchweigen, * verſchmachteten meine gebeine, durch mein täglich heulen. Hiob 32, 2. Pf. 31, 11. 4 Denn deine hand war tag und nacht ſchwer auf mir, daß mein ſaft vertrocknete, wie es im ſommer duͤrre wird, Sela.
5 Darum &kbekenne ich dir meineſuͤnde, und
verhele meine miſſethatnicht. Ich ſprach:
Ich wil dem HERR meine übertretung dekennen, da »wergabeſt du mir die miſſe⸗
hat meiner fünde, Sela. Spr. 28,13.
6 Dafuͤr werden dich alle heiligen bitten zur »rechten zeit; darum, wenn groſe waſ— ſerfluthen kommen werden ſie nicht an die⸗ ſelbigen gelangen. | *Eſ. 55, 6.
7 Du m mein ac du wolteſt mich vor angſt behüten, daß ich errettet ganz froͤlich ruͤhmen koͤnne, Sela.
8 Ich ſwill dich unterweiſen, und dir den weg zeigen, den du wandeln ſolt; ich will dich mit meinen augen leiten. Pf. 25
9 Seyd nicht wie roß und maͤ zuler / die nicht verſtaͤndig ſind, ati man zaum
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u. re 57 . 1 r Kr 0 * * 2 71
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8 Der z und z und 33 Pſalm. und gebiß muß ins maul legen, wenn ſie nicht zu dir wollen. Spr. 26, 3. 10 Der * gottloſe hat viel plage; wer aber auf den HERRN hoffet den wird die guͤte umfahen. * Pf. 16, 4. Pf. 34, 22. 11 Freuet euch) des HERAN, und ſeyd froͤlich, ihr gerechten, und rühmes, alle ihr frommen. * 1.33.18 Der 33 Dfalm.
Unſer herzens Freude ſtehet im Preis der Wohlchaten ottes.
steuet euch des DENN, ihr gerechten; die frommen ſollen ihn ſchoͤn preiſen. 2 Danket dem HErrn mit harfen, und lobſinget ihm auf dem pfalter von zehn ſaͤiten 3 Singet ihm ein neues lied; machets gut auf ſaͤitenſpiel mit ſchalle. ec 4 Denn des HErrn wort iſt wahrhaftig; und was er zufaget, das haͤlt er gewiß. F Er liebet gerechtigkeit und gericht; die erde iſt voll der guͤte des HERRN. 4 6 Der himmel iſt* durchs wort des HERAN gemacht, und alle fein heer durch den geiſt feines mundes. * Moſ. 176. Er haͤlt die waſſer im meer zuſammen, wie in einem ſchlauch, und leget die tie⸗ 5 ins verborgene. Hiob zs, 8. 8 Alle ate * fürchte den HERRN, und
.
1 er 1
eue ſich alles, was auf dem erdboden wohnet. Hiob 37, 24.
[Er gebeut, fo ſtehets da. „1 Moſ. 1, 3. 10 Der HErr machet zunichte der heiden rat), und wendet die gedanken der voͤlker. 11 Aber der rath des HErrn bleibet e⸗ wiglich, ſeines herzens gedanken fuͤr und fuͤz. 12 Wohl dem volk, des der HErr ein Gott iſt, das volk, das er zum erbe erwehlet hat. 13 Der HErr ſchauet vom himmel, und ſſiehet aller menſchen kinder. 0 14 Von ſeinem veſten thron ſiehet er lauf alle, die auf erden wohnen. 15 Er lenket ihnen allen das herz; er mer⸗ ket auf alle ihre werke. | | 16 Einem koͤnige hilft nicht feine groſe macht: ein rieſe wird nicht errettet durch ſeine groſe kraft. W 17 * Roſſe helfen auch nicht und ihre groſe ſtaͤrke errettet nicht. * Pf. 147, 10. 18 Siehe, des HErrn auge ſiehet auf die, fo ihn fürchten, die auf feine gute hoffen. 19 Daß er ihre ſeele errette vom tode, und ernaͤhre ſie in der theurung. 8 20 Unſere ſeele harret auf den HErrn; Er iſt unſer huͤlfe und ſchild. | | 21 Denn unſer herz freuet ſich ſein, und
1 * . . 5 * 1 * Pr r
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% Denn * fo er ſpricht: fo geſchichts, ſo
92 Der 34 Pſalm. wir trauen auf seinen heiligen namen. 22 Deine * guͤte, HErr, ſey über uns, ie wir auf dich hoffen. * Pf. 31, 7, 8. Der 34 Pſalm. Dankſagung für Gottes Freundlichkeit, 1 Ein pfalm Davids, da er feine geber de verſtellete vor Abimelech, der ihn von ſich trieb, und er wegging. Hcch will den HERRN loben allezeit, ſein ee meinem munde ſeyn. 3 Meine ſeele ſoll ſich ruͤhmen des HErrn, daß die elenden hoͤren, und ſich freuen. 4 Preiſet mit mir den HERRN, und laſſe uns miteinander ſeinen name erhöhen. Da ich den HErrn ſuchte antwortete er ji u. errettete mich aus aller meiner furcht. 6 Welche ihn anſehen und anlaufen, de⸗ rer angeſicht wird nicht zu ſchanden. 7 Da dieſer elende rief, hoͤrete der Her, und half ihm aus allen feinen nöthen. 8 Der engel des Herrn e ſich um die her, ſo ihn fuͤrchten, und hilft ihren aus. 9 Schmecket und ſehet, wie freundlich der Her r iſt; wohl dem, der auf ihn trauet. 10 Fuͤrchtet den HErrn, ihr ſeine heiligen; denn die ihn fuͤrchten, haben keinen mangel. 11 Die reichen muͤſſen Darben und hun⸗ gern; aber die den en fuchen, ha⸗
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Der 34 Pſalm. 1
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deine lippen, daß fie nicht falſch reden. 15 Laß * vom boͤſen, und thue guts; ſu⸗ che friede und jage ihm nach. *Eſ. 1,16, 16 Die augen des HErrn ſehen auf die ger rechten, und feine ohren auf ihr ſchreyen. 17 Das antlitz aber des HERRN ſtehet
über die, fo boͤſes thun, daß er ihr gedaͤcht⸗
niß ausrotte von der erde.
I 18 Wenn die (gerechten) ſchreyen, fo hoͤret der Herr, und errettet ſie aus aller ihrer noth. 19 Der HERR iſt nahe bey denen, die zerbrochenes herzens find, und-hilft denen, die zerſchlagen gemuͤth haben.
20 Der gerechte muß viel leiden; aber der HErr hilft ihm aus dem allen.
21 Er bewahret ihm alle ſeine gebeine, daß derer nicht eines zerbrochen wird.
22 Den » gottloſen wird das ungluͤck toͤ⸗ den; und die den gerechten haſſen, werden ſchuld haben. * Pf. 32, 10. 23 Der HERR erloͤſet die ſeele feiner knechte; und alle, die auf ihn trauen, wer⸗
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ben keinen mangel an irgend einem güte.
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12 Kommet ber, kinder, hoͤret mir zu; 2 ich will euch die furcht des HErrn lehren. Wer iſt, der gut leben begehret, und gern gute tage haͤtte? Pet 3, 1, 14 Behuͤte, deine zunge vor boͤſem, und
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1 Der 35 Malt. „pen keine ſchuld haben. f 37,38. deer fan.
Gebet um Errettung von der feinde grauſamkeit.
1 Ein pſalm Davids. BERN, hadere mit meinen haderern; >’ ftreite wider meine beſtreiter. 2 Ergreife den ſchild und waffen, und mas che dich * auf mir zu helfen. * Pf. 12,6. 3 Zuͤcke den ſpieß, und ſchuͤtze mich wider meine verfolger. Sprich zu meiner ſeele: Ich bin deine huͤlfe. 2 4 Es » muͤſſen ſich ſchaͤmen und gehoͤhnet werden die nach meiner ſeele ſtehen; es muͤf⸗ fen zuruͤcke kehren und zu ſchanden werden, die mir übel wollen. „Pf. 70, 3. dc. Sie muͤſſen werden wie ſpreu vor dem winde, und der engel des Herrn ſtoſſe ſie weg. 6 Ihr weg muͤſſe finfter und ſchluͤpfrig wer⸗ den; und der engel des HErrn verfolge fie. 7 Denn ſie haben mir ohne urſach geſtellet ihre netze zu verderben; und haben ohn ur⸗
Fach meiner ſeelen gruben zugerichtet
8 Er müſſe unverſehens überfallen werden, und ſein netz, das er geſtellet hat, muͤſſe ihn fahen, und müfje drinnen überfallen werden.
9 Aber meine ſeele muͤſſe ſich freuen des HeErrn, und froͤlich ſeyn auf feine nur:
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Der . Pfalm: u "sel 10 Alle meine gebeine muͤſſen ſagen: Herr, wer iſt deines gleichen? Der + du
den elenden erretteſt von dem, der ihm zu
ſtark iſt, und den elenden und armen von
ſeinen raͤubern. Hiob 36, 15.
11 Es treten frevele zeugen auf, die zei⸗
hen mich, des ich nicht ſchuldig bin. 12 Sie „thun mir arges um gutes, mich in herzeleid zu bringen. *Pſ. 38,21. 13 Ich aber, wenn ſie krank waren, zog
einen ſack an, und that mir wehe mit fa⸗
ſten, und betete von herzen ſtets. 14 Ich hielte mich, als waͤre es mein
freund und bruder, ich ging traurig, wie
einer, der leide traͤgt uͤber ſeiner mutter. 15 Sie aber freuen ſich über meinem ſcha⸗ den, und rotten ſich; es rotten ſich die hin⸗ kenden wider mich, ohne meine ſchuld: ſie reiſſen, und hören nicht auf. 16 Mit denen, die da heucheln und ſpot⸗
1 5 4
ten um des bauchs willen, beiffen fie ihre
zaͤhne zuſammen uͤber mich.
17 HErr, wie *lange wilt du zuſehen? Er⸗
rette doch meine ſeele aus ihrem getuͤmmel, und meine einſame von den jungen loͤwen.
18 Ich will dir danken in der groſen gemei⸗ ne und unter viel volks will ich dich ruͤhmen. 8
19 Laß
96 Der 37 Pſalm
159 Taß fi) nicht über mich freuen, die mir unbillig feind ſind, noch mit den augen
ſpotten, die mich ohn urſach haſſen.
20 Denn ſie * trachten ſchaden zu thun, und ſuchen falſche ſachen wider die ſtillen im lande. * Pf. 36, F. Pſ. 52, 4.
21 Und ſperren ihr maul weit auf wider mich, und ſprechen: Da, da, das ſehen wir gerne. + Pſ. 40, 16. Pf. 70, 4.
22 HE, du ſieheſt es, ſchweige nicht; HEgg, ſey nicht ferne von mir.
23 Erwecke dich, und wache auf zu mei⸗ nem recht und zu meiner fache, mein GOtt und HErr! tr Pf. 44, 24.
24 Herr, mein Gott *richte mich nach deiner gerechtigkeit, daß ſie fich über mich nicht freuen. * Pf. 43, 14 25 QLaß fie nicht fagen in ihrem herzen: Da, da, das wollen wir. Laß ſie nicht ſa⸗ gen: Wir haben ihn verſchlungen.
26 Sie muͤſſen ſich ſchaͤmen und zu ſchan⸗ den werden alle, die ſich meines uͤbels freu⸗ en; ſie muͤſſen mit ſchande und ſchaam ge⸗ kleidet werden, die ſich wider mich ruͤhmen. 27 Nuͤhmen und freuen muͤſſen ſich, die mir goͤnnen, daß ich recht behalte, und im⸗ mer ſagen: Der HERR muͤſſe hoch ges lobet ſeyn, der ſeinem knecht wohl r will.
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Der a5 und 36 Palm. - 57
28 Und meine zunge ſoll reden von Deiner gerechtigkeit, und dich taͤglich preiſen. |
er 36 Pſalm. Gebet und Klage wider die Gottloſen Heuchler. N
1 Ein pfalm Davids, des HER RN knechts vorzuſingen. 9 Ns iſt von grund meines herzens von der
gottloſen weſen geſprochen, daß keine got— tesfurcht bey ihnen iſt.
3 Sie * ſchmuͤcken ſich unter einander ſelbſt, daß ſie ihre boͤſe ſache foͤrdern, und andere verunglimpfen. * 2 Kon. 17,9.
4 Alle * ihre lehre iſt ſchaͤdlich und erlo⸗ gen; ſie laſſen ſich auch nicht weiſen, daß ſie gutes thaͤten. * Pf. F 13.
5 Sondern ſie trachten auf ihrem lager nach ſchaden, und ſtehen veſt auf dem boͤ— ſen wege, und ſcheuen kein arges.
6 HENM, deine “* güte reichet, fo weit der himmel iſt, und deine wahrheit, ſo weit die wolken gehen. * Pf, I. c. 7 Deine gerechtigkeit ſtehet* wie die berge Gottes, und dein recht wie groſe tiefe: HeErr, du hilfeſt beyde menſchen und vieh. 8 Wie theuer iſt deine guͤte, GOTT! Daß menſchenkinder f unter dem ſchatten deiner flügel trauen. Pf. 17,8. DI. 77%. 9 Sie werden trunken von den reichen
58 Der 36 und 37 Pſalm. | gütern deines hauſes, und du traͤnkeſt ſie mit wohlluſt, als mit einem ſtrohm. | 10 Denn bey dir ift die lebendige quelle; und in deinem licht ſehen wir das licht. 11* Breite deine guͤte über die, die dich kennen, und deine gerechtigkeit uͤber die frommen. * Ruth. 3, 9. 12 Laß mich nicht von den ſtolzen unter⸗ treten werden, und der gottloſen hand ſtuͤr⸗ ze mich nicht. | | 13 Sondern laß fie, f die uͤbelthaͤter da⸗ ſelbſt fallen, daß ſie verſtoſſen werden, und nicht bleiben mögen. Jer. 50,32. Der 37 Pfalm. ö Aergerniß über der Gottloſen Gluck zu meiden. 1 Ein pſalm Davids. 9 Erzürne dich nicht über die boͤſen: Sey T nicht neidiſch über die uͤbelthaͤter. 2 Denn * wie das gras werden ſie bald abgehauen: Und wie das gruͤne kraut wer⸗ den ſie verwelken. Pf. 129/86. 3 Hoffe auf den HERRN, und thue gu⸗
tes: Bleibe im lande und naͤhre dich redlich.
4 Habe deine luſt an dem HErrn: Der
wird dir geben was dein herz wuͤnſchet. 5 Befiehl dem HeErrn deine wege, und hoffe auf ihn, Er wirds wohl machen. 6 Und wird deine gerechtigkeit *hervor⸗
7
Der 37 Pſalm. 59 bringen wie das licht, und dein recht wie den mittag. * Eſ. 75881
7 Sey ſtille dem HERRN, und warte auf ihn. Erzuͤrne dich nicht uͤber den, dem ſein muthwille gluͤcklich fortgehet. |
8 Stehe ab vom zorn, und laß den grim: Erzuͤrne dich nicht, daß du auch uͤbel thuſt.
9 Denn die boͤſen werden ausgerottet; die aber des HErrn harren F werden das land erben. I Matt. 5,5.
10 Es iſt noch um ein kleines, ſo iſt der gottloſe nimmer: Und wenn du nach feiner ſtaͤtte ſehen wirſt, wird er weg ſeyn. |
II Aber die elenden werden *das land er⸗ ben, und luft haben tin groſem friede. 1 Matt. 5, P 119, 165.
12 Der gottloſe draͤuet dem gerechten, und beiſſet ſeine zaͤhne zuſammen uͤber ihn.
13 Aber feder HER lachet fein: denn er ſiehet, daß fein tag kommt. f Pf. 2. 4.
14 Die f gottloſen ziehen das ſchwerdt aus, und ſpannen ihren bogen, daß ſie faͤl⸗ len den elenden und armen, und ſchlachten die frommen. e,.
15 Aber ihr ſchwerdt wird in ihr herz ge⸗ hen, und ihr bogen wird zerbrechen. |
16 Das wenige, das ein gerechter hat, iſt beſſer denn das groſe gut vieler gottloſen.
80 Der 37. Pfalin.
enn der gottloſen arm wird zerbre⸗
1 chen, aber der HErr erhält die gerechten. 18 Der HeErr kennet die tage der from⸗
men, und ihr gut wird ewiglich bleiben. 19 Sie werden nicht zu ſchanden in der
boͤſen zeit, und fin der theurung werden ſie
gnug haben. Pf. 33,18.19.
20 Denn die gottloſen werden umkommen, und die feinde des HERRN, wenn fie gleich ſind wie eine koͤſtliche aue, werden ſie
doch vergehen wie der rauch vergehet.
21 Der gottloſe borget und bezahlet nicht,
der gerechte aber iſt barmherzig und milde. 22 Denn feine Tgefegneten erben das
land; aber feine verfluchten werden aus⸗
gerottet. Pf 25713. 23 Von dem HERRN wird ſolches
mannes gang befoͤrdert; und hat luſt an
ſeinem wege.
24 Faͤllet er, ſo wird er nicht weggewor⸗
fen; denn der HErr erhaͤlt ihn bey der hand. 25 Ich bin jung geweſen und alt worden,
und habe noch nie geſehen den gerechten vers
laſſen, oder ſeinen ſaamen nach brod gehen. 26 Er iſt allezeit barmherzig und leihet gern; und ſein ſaame wird geſegnet feyn. 27 Laß vom boͤſen und thue gutes, und bleibe immerdar. ID. 34148
Der 37 Pſalm. 61
28 Denn der HERR hat das rechtſieb, und verlaͤſſet ſeine heiligen nicht; ewiglich
werden ſie bewahret. Aber der gottloſen ſaame wird ausgerottet.
29 Die gerechten + erben das land, und bleiben ewiglich darinnen. Matt. 5, 30 Der mund des gerechten redet die
weisheit, und ſeine zunge lehret das recht.
31 Das geſetz ſeines Gottes iſt in ſeinem
herzen; ſeine tritte gleiten nicht.
32 Der gottloſe flauret auf den 4 |
und gedenket ihn zu toͤden. Pf. 10 9. 33 Aber der HERR laͤſſet ihn nicht in ſeinen haͤnden, und er verdammet ihn nicht, wenn er verurtheilet wird.
34 Harre auf den HERRN und halte ſeinen weg, ſo wird er dich erhoͤhen, daß
du das land erbeſt, du wirſt ſehen daß die
gottloſen ausgerottet werden.
35 Ich habe geſehen einen gottloſen, der war trotzig und breitete ſich aus, und gruͤne⸗ te wie ein lorbeerbaum.
36 Da man voruͤber ging ſiehe, da war er
dahin; ich fragte nach ihm, da ward er nirgend funden. Hiob 4,20, 37 Bleibe fromm und halte dich recht,
denn ſolchen wirds zuletzt wohl gehen,
38 Dien uͤbertreter aber werden vertilget
Err ˙ͤ—Ü... ĩ—ͤp f ½ ̃ͤ!enßk ß ³˙ e ·²iàꝛ⁊ 22 a
62 Der 37 und 38 Pfalm.
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mit einander, und die gottlofen werden zu⸗
letzt ausgerottet. *Pſ. 73/19. 39 Aber der Herr hilft den gerechten:
Der iſt ihre ſtaͤrke in der noth.
40 Und der HERR wird ihnen beyſtehen,
und wird ſie erretten, er wird ſie von den
gottloſen erretten, und ihnen helfen; denn ſie ftrauen auf ihn. Weis. 379.
Der 38 Pſalm.
Bußgebet, um Erledigung von der fi chweren aud an 1 Ein pſalm Davids zum gedaͤchtniß. HER, ſtrafe mich nicht in deinem
zorn, und zuͤchtige mich nicht! in deinem
i arimm, | * Pfr 6, 2. Jer. 10, 4
3 Denn; deine pfeile ſtecken in mir, und
1 hand druͤcket mich. * Hiob 6,4.
4 Es iſt nichts geſundes an meinem leibe vor deinem draͤuen, und iſt kein friede in
meinen gebeinen vor meiner ſuͤnde.
Denn *meine fünden gehen über mein haupt; wie eine ſchwere laſt ſind ſie mir zu
ſchwer worden. *Klagl. 1, 14, 6 Meine * wunden ſtinken und 7 70 vor meiner thorheit. Nee
7 Ich gehe krumm und ſehr 1 den
ganzen tag gehe ich traurig.
8 Denn meine lenden verdorren ganz, und
iſt nichts geſundes an meinem leibe. 9°
*
a Ta
Der 38 Pfalm. 63 9 Cs iſt mit mir gar anders, und bin ſehr zerſtoſſen; ich heule vor unruhe meines herzens. 10 10 HER, dir iſt alle meine be gierde, und mein Tfeufzen iſt dir nicht verborgen. Pf. 6, 7009 11 Mein herz bebet, meine * kraft hat
mich verlaſſen: und das licht meiner augen iſt nicht bey mir. *Pſ. 22, 16. 12 Meine flieben und freunde ſtehen ge⸗ gen mir, und ſcheuen meine plage; und mei⸗ ne nächften treten ferne. f Hiob 19,14. 13 Und die » mir nach der ſeele ſtehen,
ſtellen mir; und die mir uͤbel wollen, reden wie ſie ſchaden thun wollen, und gehen mit eitel liſten um. * Matt. 26, 4. 14 Ich aber muß ſeyn wie ein tauber, und nicht hoͤren; und fwie ein ſtummer der ſei⸗ nen mund nicht aufthut. Ef. 53,7. 15 Und muß ſeyn wie einer, der nicht hoͤret, und der keine widerrede in ſeinem munde hat. * 1 Pet 2,28% 16 Aber ich harre, HERR, auf dich:
Du HER, mein Gott, wirſt erhoͤren. 17 Denn ich denke, daß fie ja ſich nicht uber mich freuen: wenn mein fuß wankete, wuͤrden ſie ſich hoch ruͤhmen wider mich. | 18 Denn
64 Der 38 und 39 Pſalm. Ph 18 Denn ich bin zu leiden gemacht; und mein ſchmerzen iſt immer vor mir. |
19 Denn ich zeuge meine miſſethat an,
und ſorge fuͤr meine ſuͤnde.
20 Aber meine feinde leben, und ſind maͤchtig; die mich unbillig haſſen, find.
groß. 21 Und die mir * arges thun um gutes,
ſetzen ſich wider mich, darum daß ich ob
dem guten halte. Pf. 37, 12.
|
22 Verlaß mich nicht, HERR, mein |
Gott, ſey nicht ferne von mir. 23 Eile mir beyzuſtehen, HER, meine huͤlfe. er 39 Dfalm.
Gebet um die rechte ſterbekunſt, als eine gewiſſe Arzeney wider Mergerniß,
1 Ein pſalm Davids vorzuſingen fuͤr Jeduthun.
| Joch habe mir vorgeſetzt, ich will mich hüte, |
daß ich nicht fündige mit meiner zunge.
Ich will meinen mund zaͤumen, weil ich muß
den gottloſen, fo vor mir ſehen. Pſ. 141,3. 3 Ich bin verſtummet und ſtill, und ſchwei⸗
1 der freuden, und muß mein leid in mich
freſſen.
4 Mein herz iſt entbrannt in meinem lei⸗
be, und wenn ich daran gedenke, werde ich
entzuͤndet, ich rede mit meiner zunge.
#
Der 39 Pſalm. 65
s Aber, HeErr! lehre doch mich, daß es ein ende mit mir haben muß, und in leben ein ziel hat, und ich davon muß. |
6 Siehe, meine tage ſind einer hand breit bey dir, und mein leben iſt wie nichts vor dir. Wie gar nichts ſind alle menſchen, die doch ſo ſicher leben, Sela. | 7 Sie gehen daher wie ein ſchemen, und machen ihnen viel vergeblicher. unruhe; fie Wippe und wiſſen nicht wer es kriegen wird. se 8 Nun HER, wes ſoll ich mich troͤ⸗ ſten? Ich hoffe auf dich.
9 * Errette mich von aller meiner fünde, und laß mich nicht den nahen ein ſpott werden. *Pſ. 79, 9.
10 Ich will ſchweigen, und meinen mund
nicht aufthun: Du wuſts wohl machen. 11 Wende * deine plage von mir, denn
ich bin verſchmachtet von der ſtrafe dei⸗
ner hand. Matt. 26,39.
12 Wenn du einen zuͤchtigeſt um der ſuͤn⸗ de willen; ſo wird ſeine ſchoͤne verzehret wie von motten. Ach wie gar nichts ſind doch alle menſchen! Sela.
13 Hoͤre mein gebet, HERR, und vernimm mein ſchreyen, und ſchweige nicht uͤber meinen chraͤnen, denn fich bin beyde
—
—
8 * Bi a ar FI u u a —
66 Der 309 und 40 Pſalm. dein pilgrim und dein buͤrger, wie alle meine vaͤter. 1 Moſ. 35, 2. 14 Laß ab von mir, daß 5 ee ehe den ich hinfahre, und nicht mehr hie ſey.
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Der 40 Pfalm. Weiſſagung von ehe) feinem Leiden und Propheten: mt. |
1 Ein pfalm Davids vorzuſingen ch harrete des HErrn, und er neigete * ſich zu mir, und hoͤrete mein ſchreyen. Z3und zog mich aus der grauſamen grube, |
und aus dem ſchlamm; und ſtellete meine fas auf einen fels, daß ich gewiß treten kan. |
4 Und hat mir ein neu lied in meinen mund gegeben, zu loben unſern GOtt; 155 werden viele ſehen, und den HERRN fürchten und auf ihn hoffen. 5 Wohl * dem der ſeine hoffnung ſetzt
auf den HErrn, und fich nicht wendet zu den hoffaͤrtigen, und die mit luͤgen umgehen.
6 HER, mein Gott! groß find deine wunder und deine gedanken, die du an uns beweiſeſt; Dir iſt nichts gleich: Ich will ſie verkündigen, und davon ſagen, wie⸗ wohl ſie nicht zu zehlen ſind.
7 Opfer und ſpeißopfer gefallen dir nicht, aber die ohren haſt du mir aufgethan; du wilt weder brandopfer noch ſündopfer.
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N Der 40 Palm. e,; Da ſprach ich: Siehe, ich komme, im buch iſt von mir geſchrieben: 9 Deinen willen, mein Gott, thue ich ger⸗ ne, und dein geſetz hab ich in meinem herzen. 10 Ich *will predigen die gerechtigkeit in der groſen gemeine; ſiehe, ich will mir mei⸗ nen mund nicht ſtopfen laſſen, HErr, das weiſſeſt du. i MN 11 Deine gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem herzen; von deiner wahrheit und
von deinem heil rede ich: Ich verhele deine
gute und treue nicht vor der groſen gemeine.
12 Du aber HErr! Wolteſt deine barm⸗ herzigkeit von mir nicht wenden, laß deine
guͤte und treue allewege mich behuͤten. | 13 Denn es hat mich umgeben leiden ohne
zahl, es haben mich meine ſuͤnden ergriffen,
daß ich nicht ſehen kan; ihrer Liſt mehr denn haar auf meinem haupt, und mein er . mich verlaſſen. * Pf. 69 i 14 Laß dirs gefallen, H Err, daß du mich erretteſt; eile Herr! mir zu helfen. |
17 Schaͤmen muͤſſen ſich, und zu ſchan⸗ den werden, die mir nach meiner ſeelen te hen, daß fie die umbringen; zurück müffen ſie fallen und zu ſchanden werden, 1 mir uͤbels goͤnnen. * Pf. 70, 3. ꝛc.
16 Sie muͤſſen in ihrer ande lee
rr TR
u 58 5 n — * * 1
68 Der zo und 41 Pſalm. cken, die über mich ſchreyen : Da, da!
17 Es * müffen ſich freuen und froͤlich ſeyn alle, die nach dir fragen; und die dein heil lieben, muͤſſen ſagen allewege: Der HErꝛ ſey hoch gelobet. FP. 2. 18 * Denn ich bin arm und elend; der
HeErr aber ſorget fuͤr mich; Du biſt mein helfer und erretter; mein GDtt, verzeuch nicht. * Pf. 70, 6. Pſ. 109, 22.
Der 41 Pfſalm. | Von Wohltbätigkeit und Untreu.
1 Ein pſalm Davids, vorzuſingen. Wohl dem, + der ſich des duͤrftigen, animt;
Oden wird der HERR erretten zur doͤ⸗ ſen zeit. | Spt. 14, 21. 3 Der Herr wird ihn bewahren, und T beym leben erhalten, und ihm laſſen wohl gehen auf erden, und nicht geben in ſeiner feinde willen. JGeſch. 9, 36. ſeg.
4 Der HERNf wird ihn erquicken auf ſeinem ſiechbette, du hilfeſt ihm von aller ſeiner krankheit. 12. Kön. 20,7. 5 Ich ſprach: HERR, ſey mir gnaͤdig, heile meine ſeele, denn ich habe an dir ge⸗ ſuͤndiget. | Pf. 6, 3. 6 Meine feinde reden arges wider mich: Wenn wird er ſterben und ſein name ver⸗ gehen? | Sie
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Der a1 und 42 Pſalm. 69
7 Sie kommen, daß fie ſchauen und mei⸗ nens doch nicht von herzen; ſondern ſuchen etwas, daß ſie laͤſtern moͤgen, gehen hin, und tragens aus. ;
8 Alle die mich haſſen raunen mit einan⸗ der wider mich, und denken boͤſes uͤber mich.
9 Sie haben ein bubenſtuͤck über mich befchloffen ; wenn er liegt ſoll er nicht wie⸗ der aufſtehen. a
10 Auch mein freund, dem ich mich vers \ trauete, der mein brod aß, tritt mich unter die fuͤſſe.
11 Du aber, HeErr, ſey mir gnaͤdig, und hilf mir auf; ſo will ich ſie bezahlen.
12 Dabey * merke ich, daß du gefallen an mir haſt; daß mein feind über mich nicht jauchzen wird. 2 Sam. 5, 12.
13 Mich aber erhaͤlteſt NN um meiner froͤm⸗ migkeit willen, und ſtelleſt mich vor dein
Angeſicht ewiglich.
14 Gelobet * ſey der HEır, der Gott Iſrael, von nun an bis in ewigkeit. Amen, Amen. Pf. „is un r, 68.
er 42 alm. Elend und Troſt der Verfolgten. f 1 Eine 8 1 kinder Korah, |
2 vorzuſing ie der hirſch 5 mach friſchem waſ⸗
5
28 Der 42 Pſalm. ſer, ſo chreyet meine ſeele, Gott, zu dit. 3 Meine * ſeele duͤrſtet nach GoOtt, nach
dem lebendigen Gott, wenn werde ich das hin kommen, daß ich Gottes angeſicht
ſchaue?
i Pf. 143, 6. 4 Meine thraͤnen ſind meine ſpeiſe tag und
nacht, weil man täglich zu mir ſaget: Wo iſt nun dein GOtt? *Pf. 79, 10. 7 Wenn ich denn das innen werde, ſo ſchuͤtte ich mein herz heraus bey mir ſelbſt;
denn ich wolte gerne hingehen mit dem
haufen, und mit ihnen wallen zum hauſe
ne F 2 r
Gottes, mit frolocken und danken, unter dem haufen, die da feiren. | 6 Was betruͤbeſt du dich meine ſeele,
und biſt ſo unruhig in mir? Harre auf Gott! denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit ſeinem angeſicht.
7 Mein Gott, betruͤbt iſt meine ſeele in
mir, darum gedenke ich an dich, im lande
am Jordan und Hermonim, auf dem klei⸗
nen berge.
8 Deine fluthen rauſchen daher, daß hie
eine tiefe und da eine tiefe brauſen: alle dei⸗
ne waſſerwogen und wellen gehen über mich. 2 Der Herr hat des tages verheiſſen ſeine
gute und des nachts ſinge ich ihm, und ber
te zu GOtt meines lebens. 10 Ich
RRR 1 wm
Der 42 und 43 Pſalm. 71 10 Ich fagezu GOTT, memem fels: Warum haſt du mein vergeſſen? Warum muß ich ſo traurig gehen, wenn mein feind mich drenget?
11 Es iſt als ein mord in meinen beinen daß mich meine feinde ſchmaͤhen, wer ſie taͤg⸗ lich zu mir ſagen: wo iſt nun dein GOtt?
12 Was betruͤbeſt du dich meine ſeele, und biſt ſo unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, daß er mei⸗ nes angeſichts huͤlfe und mein GOtt iſt.
Der 43 Pſalm. 1
Appellation zu Gchtt, dem hoͤchſten Richter.
Rog mich, GOtt, und fuͤhre meine ſache wider das unheilige volk, und errette
mich von den falſchen und boͤſen leuten.
2 Denn du biſt der Gott meiner ſtaͤrke, warum verſtoͤſſeſt du mich? Warum laͤſſeſt du mich ſo traurig gehen, wenn mich mein feind drenget? 5
3 Sende dein licht und deine wahrheit, daß ſie mich leiten, und bringen zu deinem heiligen berge, und zu deiner wohnung.
4 Daß ich hinein gehe zum altar Got⸗ tes, zu dem GOtt der * meine freude und wonne iſt, und dir, GOtt, auf der harfen danke, mein Gott. * Pſ. 63, 6. 5 Was! betruͤbeſt du dich meine ſeele,
22 Der 43 und 44 Pſalm und biſt fo unruhig inmir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, daß er mei⸗ nes angeſichts huͤlfe, und mein GOtt iſt. 5 Der 44 Pfalm Allgemeiner Zuftand und Gebet der Serligen. I Eine unterweiſung der kinder Korah, vorzuſingen. OT T, wir habens mit unſern ohren ges hoͤret, unſere vaͤter habens uns erzehlet, was du gethan haſt zu ihren zeiten vor alters. 3 Du haſt mit deiner hand die fheiden ver⸗ trieben, aber ſie haſt du eingeſetzt: du haſt die voͤlker verderbet, aber ſie haſt du aus⸗ gebreitet. | F Mo / 1 4 Denn fie haben das land nicht einge- nommen durch ihr ſchwerdt, und ihr arm half ihnen nicht, ſondern deine rechte, dein arm und das licht deines angeſichts; denn du hatteſt wohlgefallen an ihnen. 4 5 Gott, Du biſt derſelbe mein koͤnig, 0 der du Jacob huͤlfe verheiſſeſt. 1 6 Durch dich wollen wir unſere wol
zerſtoſſen; in deinem namen wollen wir untertreten, die ſich wider uns ſetzen. | 7 Denn Lich verlaffe mich nicht auf mei⸗ nen bogen, und mein ſchwerdt kan mir nicht helfen? e S. e 4 8 Son⸗
3
Der 44 Pſaln. 73
8 Sondern du hilfeſt uns von unſern feinden, und macheſt zu ſchanden die uns haſſen.
9 Wir wollen taͤglich ruͤhmen von Gott, ind deinem namen danken ewiglich, Sela.
10 Warum verſtoͤſſeſt du uns denn nun, ind laͤſſeſt uns zu ſchanden werden, und euchſt nicht aus unter unſerm heer?
1 Du aͤſſeſt uns fliehen vor unſerm fein⸗ de, daß uns berauben, die uns haſſen.
12 Du laͤſſeſt uns auffreſſen wie ſchaafe, und zerſtreueſt uns unter die heiden. N 13 Du ſverkaufeſt dein volk umſonſt, ind nimmſt nichts drum. Ts Moſ. 32,30. 14 Du *macheft uns zur ſchmach unſern nachbarn; zum ſpott und hohn denen, die im uns her ſind. *Pſ. 79, 4.
15 Du macheſt uns zum beyſpiel unter den heiden, und daß die voͤlker * das haupt uͤ⸗ ber uns ſchuͤtteln. * Pf. 22, 8. 16 Taͤglich iſt meine ſchmach vor mir; und mein antlitz iſt voller ſchande.
17 Daß ich die * ſchaͤnder und laͤſterer hoͤ⸗ ren, und die feinde und rachgierigen ſehen muß. fe 200%
18 Dis alles iſt über uns kommen, und haben doch dein nicht vergeſſen, no chuntreu⸗ lich in deinem bunde gehandelt e ig
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24. Der 4 und as Pfalm.
109 Unſer herz iſt nicht abgefallen, noch
unſer gang gewichen von deinem wege;
20 Daß du uns ſo zerſchlaͤgeſt unter den
drachen, und bedeckeſt uns mit finſterniß. 21 Wenn wir des namens unſers Got⸗ tes vergeſſen haͤtten, und unſere haͤnde auf⸗
gehaben zum fremden gott.
22 Das möchte GOtt wohl finden nun
kennet Er ja unſers herzens grund.
23. Denn fwir werden ja um deinet willen täglich erwuͤrget, und find geachtet wie ſchlacht⸗ſchaafe. Roͤm. 7,36.
24 Erwecke dich, HErr, warum kſchlaͤ⸗ feſt du? Wache auf, und verſtoſſe uns
nicht ſo gar. Matt. 8,24.25. 25 Warum verbirgeſt du dein antlitz, ver⸗ giſſeſt unſers elendes und drangs?
26 Denn unſere ſeele iſt gebeuget zur er⸗ den; unſer bauch klebet am erdboden.
27 Mache dich auf, hilf uns; und
erloͤſe uns um deiner guͤte willen.
| Der 3475 Pfalm. ©. MWeiffagung von dem Bräutigam Chriſto, und 1716 der Birche feiner Braut. ä I Ein brautlied und unterweiſung der
kinder Korah, von den roſen vorzuſingen.
fingen von einem koͤnige; meine zunge
Meiden dichtet ein feines lied, ich will
Br
* I
Der as Pfalm. | 2 ſſt ein griffel eines guten ſchreibers. | 3 Du biſt der ſchoͤnſte unter den men⸗ | chenkindern, holdſelig ſind deine lippen; darum ſegnet dich GOtt ewiglich. 13 4 Gurte dein ſchwerdt an deine ſeite, du held, und ſchmuͤcke dich ſchoͤn. | 5 Es muͤſſe dir gelingen in deinem ſchmuck, zeuch einher, der wahrheit zu gut, und die e⸗ lenden bey recht zu behalten; ſo wird dei⸗
ne rechte hand wunder beweiſen. Tu 6 Scharf ſind deine pfeile, daß die voͤlker vor dir niederfallen, mitten unter den fein⸗ den des koͤnigs. * Pf. 110, 6. 7 * Gott, dein ſtuhl bleibet immer und ewig, das ſcepter deines reichs iſt ein ges rades ſcepter. Heb, % . 8 Du *liebeft gerechtigkeit, und haſſeſt i darum hat dich GOtt, dein Gott, geſalbet mit freudenoͤl, mehr denn deine geſellen. | Pf. 327 | 9 Deine kleider find eitel myrrhen, aloes und kezia, wenn du aus den elfenbeinen pal⸗ laͤſten n daher tritteſt, in deiner ſchoͤnen pracht. 10 In deinem ſchmuck gehen der koͤnige töchter, die braut ſtehet zu deiner rechten, 4 in eitel koͤſtlichem golde. 5 11 Höre, tochter, ſchaue drauf, und neige deine ohren; vergiß deines volks, und dei⸗
hr N A nn Ann Ak
. Der as und 46 1
nes baters hauſes;
12 So wird der koͤnig luſt an he 55 *
ſchoͤne haben, denn Er iſt dein HErr, und du ſolſt ihn anbeten. „ Hohel. 4, 1.
13 Die tochter Zor wird mit geſchenk da ſeyn, die 10 im volk werden vor dir flehenn * Pf. % os Eſchag, 18.
14 Des koͤnigs tochter iſt ganz herrlich in⸗ wendig, ſie iſt mit guͤldenen ſtuͤcken gekleidet.
17 Man fuͤhret fie in geſtickten kleidern zum könige; und ihre gefpieten die jungfrauen, die ihr nachgehen, fuͤhret man zu dir.
16 Man fuͤhret ſie mit freuden und dwonne,
| und gehen in des koͤnigs pallaft. 17 An ſtatt deiner vaͤter wirft du “kinder
kriegen; die wirſt du zu fuͤrſten ſetzen in aller welt. e athheb, 2, 13.
18 Ich will deines namens gedenken von kind zu kindeskind, darum werden dir dan⸗ ken Die volker immer und ewiglich.
Der 46 Pſalm.
W Der Kirchen Troſt und Sicherheit.
1 Ein lied der kinder Korah von der jugend, vorzuſingen. (Ott iſt kunſere zuverſicht und ſtaͤrke; eine
hülfe in den groſen nie die uns
troffen haben. Pf. 187,8. Eſ. 4,5. 6. |
3 Darum fürchten wir uns nicht, wenn
ande” he Man a a ZH 14 1 P 1
Der 45 Pſalm. 2 gleich die welt unterginge; und die berge mitten ins meer ſinkben. 0 4 Wenn gleich das meer wütete und wal⸗ lete; und von ſeinem ungeſtuͤmm die berge einfielen, Sela. ene een 5 Dennoch ſoll die ſtadt Gottes fein luſt- ig bleiben mit ihrem bruͤnnlein, da die hei⸗ ligen wohnungen des hoͤchſten ſind. 6 G'ᷣOtt iſt bey ihr drinnen, darum wird fie wohl bleiben; Gott hilft ihr früh. 7 Die heiden muͤſſen verzagen, und die koͤnigreiche fallen, das erdreich muß ver⸗ gehen, wenn er ſich hoͤren laͤſſet. 8 Der HER Zebaoth iſt mit uns: der Gott Jacobs iſt unſer ſchutz, Sela. 1 9 Kommet her, und ſchauet die werke des HERRN, der auf erden ſolch zerſtoͤ e ren anrichtet. Wiss. 10 Der den kriegen ſteuret in aller welt; der bogen zerbricht, ſpieſſe zerſchlaͤgt, und wagen mit feuer verbrennet, II Seypd ſtille und erkennet, daß Ich VDE bin. Ich will ehre einlegen unter den heiden, ich will ehre einlegen auf erden. 12 Der HERR Zebaoth iſt mit uns, der GOTT Jacob iſt unſer ſchutz, Sela. BEE err e e
Der 37 Pfalm.
Bi Von Eorifti Himmelfahrt. W N 1 |
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TER TEEN
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28 Der 47 und 48 fat.
in pfalm vorzu ingen der kinder Torah, rolocket mit haͤnden, alle voͤlker, und jauchzet GOtt mit pee ſchall.
3 Denn der HER, der allerhoͤchſte, iſt
Kerſchrecklich, ein groſer koͤnig auf dem gan⸗ zen erdboden. pf. 76, 8.
4 Er wird die voͤlker unter uns zwingen,
und die leute unter unſere fuͤſſe. i s Er erwehlet uns zum erbtheil, die herr⸗
lichkeit Jacobs, den er liebet, Sela. 6 Gott faͤhret auf mit jauchzen, und der
Herr mit heller poſaune.
* oh
7 Lobſinget, f lobſinget GoOtt; lobſt nget,
lobſinget unſerm koͤnige. Ef. 12, F.
8 Denn Gott iſt koͤnig auf dem ganzen
erdboden; lobſinget ihm kluͤglich.
9 GöoOtt iſt koͤnig über die heiden; Gott | fißet auf ſeinem heiligen ſtuhl. LE 10 Die fuͤrſten unter den voͤlkern find vers
ſammlet zu einem volk, dem G—Ott Abra⸗ hams, denn GoOtt iſt ſehr erhoͤhet bey den f ſchilden auf eden HN * Pf. 47, 7. |
Vorbild der „ Birche. | 1 Ein pſalmlied der kinder Korah. roß iſt der HERR und hochberuͤhmt, „in der ſtadt unſers Gottes, auf feinem | heiligen, berge. * Pf. 145, 3.
tr ’ * r. 8
48. Pſalm. 22 N. g Zion iſt wie ein ſchoͤn zweig⸗ lein, des ſich das ganze land troͤſtet; an der ſeiten gegen mitternacht liegt die *ftade des groſen koͤnigs. Matt. 4,35. 4 Gott iſt in ihren palläften bekannt, daß er *der ſchutz fen. * Pf. 9, 10 Denn ſiehe koͤnige find verſammlet, und mit einander voruͤber gezogen. 6 Sie haben ſich verwundert, da ſie for ches ſahen; ſie haben ſich entſetzt, und ſind geſtuͤrzt. NR Mi 7 Zittern fiſt fie daſelbſt ankommen, angſt wie eine gebaͤrerin. Mich. , 17. 8 Du izerbrichſt ſchiffe im meer durch den oſtwind. AE. 2, 18. 9 Wie wir gehoͤret haben, ſo ſehen wirs an der ſtadt des HERRN Zebaoth, an der ſtadt unſers Gottes; Gott erhaͤlt die ſelbige ewiglich, Sela. 5 10 Gott wir warten tdeiner alte in dei⸗ nem tempel. | Ef. 30% 11 Gott wie dein name, fo iſt auch dein ruhm, bis an der welt ende; deine rechte iſt voller gerechtigkeit. s EN 12 Es freue ſich der berg Zion, und die toͤchter Juda ſeyen froͤlich um deiner rechte
willen. en. N 13 Machet
« ii} .
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Wers a
n | |
80 Der 48 und 29 Pfalm. 1 13 Machet euch um Zion, 1 nd umfahet fie, zehlet ihre thuͤrne.
14 Leget fleiß an ihre mauren, und erhoͤ⸗ het ihre pallaͤſte; auf daß man davon ver⸗ kundige bey den nachkommen. 15 Daß dieſer GOtt ſey unſer Gott immer und ewiglich; er fuͤhre uns wie die jugend.
Der 49 Pſalm. aeg und Troſt wider das Gluͤck der Gottloſen 1 Ein pſalm der kinder Korah Dora
jingen.
| Horet zu, alle volker; merket auf alle di
in dieſer zeit leben; |
3 Beyde gemein mann und herren, beyde reich und arm mit einander.
4 Mein mund ſoll von weisheit reden, und mein herz von verſtand fagen.
7 Wir wollen einen guten ſpruch Hören
und ein fein gedicht auf der harfen ſpielen.
6 Warum ſolt ich mich fuͤrchten in boͤſen
tagen, wenn mich die miſſethat meiner
untertreter umgibt? 7 Die ſich verlaſſen auf ihr gut, und ; trotzen auf ihren groſen reichthum.
8 Kan doch ein bruder niemand erlöſen,
noch Gott jemand verſoͤhnen 9 Denn es koſtet viel ihre ſeele zu erlo⸗
fen, daß ers muß laſſen anſtehen ewiglich.
Der ao Palm. 8
10 Ob er auch gleich lange ledet, und die grube nicht ſiehet. e 11 Denn man wird ſehen, daß ſolche wei⸗ ſen doch ſterben, ſo wohl, als die thoren und narren umkommen, und *müſſen ihr gut an⸗ dern laſſen. Pred. 2, 16. * Pred. 6, 2.
EEE EIS: 5 2 1 + =
12 Das iſt ihr herz, daß ihre haͤuſer waͤh⸗
ren immerdar, ihre wohnungen bleiben fuͤr und für, und haben groſe ehre auf erden. 13 Dennoch koͤnnen ſie nicht bleiben in ſolcher wuͤrde, ſondern muͤſſen davon wie ein vieh. ee I 14 Dis ihr thun iſteitel thorheit; noch“ lobens ihr nachkommen mit ihrem munde, Sela. ö *Spr. 28, 4. 15 Sie liegen in der hoͤlle wie ſchaafe, der tod naget ſie; aber die frommen werden gar bald uͤber ſie herrſchen; und ihr trotz muß vergehen, in der hoͤlle muͤſſen ſie bleiben. 16 Aber Gott wird meine ſeele werloͤſen aus der hoͤllen gewalt, denn er hat mich an⸗ genommen, Sela Hof. 13/14. 17 Laß f dichs nicht irren, ob einer reich wird, ob die herrlichkeit ſeines hauſes
groß wird. Sir. 11½2.
18 Denn er wird nichts in ſeinem ſterben mit nehmen, und ſeine herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren. 19 Son⸗
D
**
33 De und so Pfalm.
19 Sondern troͤſtet ſich dieſes * guten lebens, und preiſets, wenn einer nach gu⸗ ten tagen trachtet. * Luc. 12/19.
20 So fahren ſie ihren vaͤtern nach, und
ſehen das licht nimmermehr.
21 Kurz wenn »ein menſch in der wuͤrde
iſt, und hat keinen verſtand, fo führer er
davon wie ein vieh. *Pred. 3, 2 Der So Pfalm. RN os wahren Gortesdienft, 1 Lin palm A Aſſaph. Ott, der HER, der mächtige, 1 05 und rufet der welt vom aufgang der f onnen bis zum niedergang. 2 Aus * Zion bricht an der ſchoͤne glanz | Gottes. 8 Moſ. 337 N 3 Unſer GOtt kommt und ſchweiget nicht. Freſſend feuer gehet vor ihm her, und um ihn her ein groß wetter. Pf. 96, 13. 4 Er rufet * himmel und erden, daß er fein volk richt. , Moſ. 3½8. 5 Verſammlet mir meine heiligen, die
5 den bund mehr achten denn opfer. |
s Und die himmel werden feine gerechtig⸗
keit verkündigen; 5 denn *Gbtt iſt richter,
Sela. . 7,12. Pf. 9%. 18 Höre, * mein volk, laß mich reden;
eu) art, laß mich unter dir zeugen: ch
RR 7
*
immer vor mir. N Jer n. 2
9 Ich will nicht von deinem hauſe farren
nehmen, noch boͤcke aus deinen ſtaͤllen. 10 Denn alle fthiere im walde ſind mein, und viehe auf den bergen, da ſie bey tauſend gehen, | ER e N OL 11 Ich kenne alles gevoͤgel auf den bergen, und allerley thier auf dem felde iſt vor mir. 12 Wo mich hungerte, wolte ich dir nicht
davon ſagen; denn der erdboden iſt mein
und alles was drinnen iſt.
Der so Pſalm. 4 N ! 8 17 9 3
3 Deines * opfers halben ſtrafe ich dich
nicht; ſind doch deine brandopfer ſonſt
13 Meineſt du daß ich ochſenfleiſch eſſen |
wolle, oder bocksblut trinken?
14 Opfere GOtt dank, und bezahle dem Hoͤchſten deine geliebde. | 15 Und rufe mich an in der noth: ſo will ich dich erretten, ſo ſolt du mich preiſen. 16 Aber zum gottloſen ſpricht GOtt: Was
verkuͤndigeſt du meine rechte, und nimmſt
meinen bund in deinen mund?
17 So du doch zucht haſſeſt, und wirfeſt
meine worte hinter dich.
18 Wenn du einen dieb ſieheſt, ſo laͤufeſt
du mit ihm; und haſt fgemeinſchaftmit den
1 * r 2
chebrechern. [Eph. „11. 19 a
84 Der go unde Palm. 19 Dein maul laͤſſeſt du boͤſes ue nd deine zunge treibet falſchheit. | 20 Du ſitzeſt und redeſt wider deinen
bruder, deiner mutter 1 verleumdeſt du.
21 Das thuſt du, und ich „ſchweige, da
meineſt du, ich werde ſeyn gleich wie du; aber ich will dich ſtrafen, und will dirs unter augen ſtellen. Ef. e, e 22 Merket doch das, die ihr Gottes ver⸗ geſſet, daß ich nicht einmal hinreiſſe, und
ſey kein retter mehr da.
>. 22 2 — 3 ee ee e e ne * 2 = R
23 Wer dank opfert, der preiſet mich;
und das iſt der weg, daß ich ihm zeige | das 1 nr | }
Der 51 Palm. Darids Busſpiegel. 1 Ein pf alm Davids vorzuſingen.
2 Da der prophet N athan zu ihm kam,
| 15 er war zu Bathſeba eingegangen.
Gd. ſey mir gnaͤdig nach deiner guͤte und tilge meine ſuͤnden nach Deiner; groſen barmherzigkeit. *Pſ. 56, 2.
4 Waſche mich wohl von meiner miſſe⸗
that, und reinige mich von meiner ſuͤnde.
I Denn ich erkenne meine miſſethat
und meine funde iſt immer vor mir.
6 Zu dir allein, bab ich geſünd dane e
weh ss 4 7 > * Au
Der I Pſalm. 1 uͤbel vor dir gethan; auf daß du recht bez halteſt in deinen worten, und rein bleibeſt, wenn du gerichtet wirſt. 1 7 Siehe, ich bin aus ſuͤndlichem ſaamen gezeiget, und meine mutter hat mich in ſuͤnden empfangen. ud 8 Siehe du haft luſt zur wahrheit, die im verborgenen liegt, du laͤſſeſt mich wiſ⸗ ſen die heimliche weisheit. f 9 Entfündige mich mit yſopen, daß ich sein werde; waſche mich, daß ich ſchnee⸗ weiß werde. Ma
daß die gebeine frölich werden die du zer⸗ chlagen haft. * Geſch. 16, 14. 11 Verbirge dein antlitz vor meinen ſuͤn⸗ den, und tilge alle meine miſſethat.
12 Schaffe in mir, Gott, ein rein herz, und gib mir einen neuen gewiſſen geiſt. 13 Verwirf mich nicht von deinem an⸗
zeſicht, und nimm deinen heiligen geift,
nicht von mir. 14 Troͤſte mich wieder mit deiner huͤlfe; ind der freudige geiſt enthalte mich.
15 Denn ich will die uͤbertreter deine wer e lehren, daß ſich die ſuͤnder zu dir bekehren.
16 Errette mich von den blutſchulden, Ott, der du mein GOtt und heiland biſt,
10 Laß mich * hören freude und wonne,
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86 Der 52 : Palm, 1 daß meine zunge deine gerechtig eit rühme. 17 HER, thue meine lippen auf, daß mein mund deinen ruhm verkündige. 3 18 Denn du haſt nicht luſt zum opfer, ich wolte dir es ſonſt wohl geben, und brandopfer gefallen dir nicht. Pf. 4%. 19 Die opfer die GOtt gefallen, ſind ein geaͤngſter geiſt, ein geaͤngſtes und zerſchla⸗ gen herz wirft du, Gott, nicht verachten. 20 Thue wohl an Zion nach deiner gna⸗ de; baue die mauren zu Jeruſalem. | 21 Dann werden dir gefallen die Topfer | der gerechtigkeit, die brandopfer und ganzen opfer, dann wird man farren auf deinem altar opfern I Moſ. 33,19: Pf. 4%. | Der 52 Pſalm. 3 Davids Alage über Doeg RR Eine unterweifung Davids, vorzuſin⸗
E
Nr 1 TREE * N u pr 5 6 4
*
gen. | | bet 2 Da Doeg der Edomiter, kam, und ſag⸗ te Saul an, und ſprach: David iſt in A⸗ himelechs haus kommen. ii W kanſt ſchaden thun? ſo doch Gottes güte noch kaͤglich waͤhret. 4 Deiner zunge trachtet nach ſchaden, und ſchneidet mit lügen, wie ein ſcharf ftheer- mmeſſe. Pf. %% . een
Der z Pſalm 87 Du * redeſt lieber böfes den gute, und falſch denn recht, Sela. * Spt. s;
6 Du redeſt gerne alles was zum verder; ben dienet mit falſcher zunge. 1
7 Darum wird dich GOtt auch e gar zerſtoͤren und zerſchlagen, und aus der huͤtten reiſſen, und aus dem lande der leben⸗ digen ausrotten, Sela. | 8 Und die gerechten werdens fehen, und ſich fuͤrchten, und werden ſein lachen. Y
9 Siehe das iſt der mann, der * GoOtt
nicht für feinen troſt hielt; ſondern verließ ſich auf ſeinen groſen reichthum, und war maͤchtig ſchaden zu thun. Pf. 73/ L.
10 Ich aber werde bleiben wie ein gruͤner oͤlbaum im hauſe Gottes; verlaſſe mich auf Gottes guͤte immer und ewiglich.
11 Ich danke dir ewiglich; denn *du kanſts wohl machen: Und will harren auf deinen namen, denn deine heiligen haben freude daran. „Pf. 37, 5. Pf. 39110.
Der 53 Pfaim Don der Menſchen Verderbniß und Erloͤſung. 1 Eine unterweiſung Davids, im dor um einander vorzuſingen. Die thoren ſprechen in ihrem herzen: Es iſt kein GOtt. Sie tuͤgen nichts, und ſind ein greuel worden in ihrem boͤſen e |
Der e und d Pam ‚fen, dat keiner der gutes thut. 3 Gott“ ſchauet vom himmel auf der menſchen kinder, daß er ſehe ob jemand klug ſey, der nach GOtt frage. * Pf. 33,13. 4 Aber ſie ſind alle abgefallen, und alleſamt untüchtig / da iſt keiner der gutes thue, auch nicht einer. *Roͤm. 3,10. „Wollen denn die ubelthaͤter ihnen nicht ſagen laſſen, die mein volk freſſen, daß ſie ſich naͤhren? GOtt rufen ſie nicht an. 6 Da fuͤrchten ſie ſich aber, da nicht zu fürchten iſt, denn GoOtt zerſtreuet die gebei⸗ ne der treiber; du macheſt ſie zu ſchanden, denn Gott verſchmaͤhet ſie. 0 TJ Ach daß die huͤlfe aus Zion über Iſrael kaͤme, und GOtt ſein gefangen volk erloͤſe⸗ te! So wiirde ſich Jacob freuen, und Iſ⸗ rael froͤlich ſeyn. | RE I Der 54 P f LWGSGSGioebet um Suͤlfe und Errettung. 7 Ein unterweiſung Davids, vorzuſingen auf ſaͤitenſpielen. | 25 51 27 Da dievon Siph kamen, und ſprachen zu Saul: David hat ſich bey uns verbor⸗ gen. 1 Sam. 23, 19. c. 26, 1 5 Huf mir, GOTT, durch deinen namen, und ſchaffe mir recht durch deine gewalt. 4 Gott! Kerhoͤre mein gebet, vern imm
alm.
Der v4 und 9 fat, ä 89 die rede meines mundes. * 2
trotzige ſtehen mir nach meiner ſeele, und haben N augen, Sela. 6 Siehe, GOTT ſtehet mir bey, * der HERR Keinen ſeele. * Pf. 97. 10. 7 Er wird die bosheit meinen feinden bes
zahlen: Zerſtoͤre ſie durch deine treue.
8 So will ich dir ein freuden⸗opfer thun, nd deinem fnamen, HErr danken, daß
4%. Pf. / 5 Denn ſtolze ſetzen ſich wider mich, und 5
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er ſo troͤſ2tlich iſt. P. 44%. Pſ.92 2.
9 Denn du erretteſt mich aus aller mei⸗ ner noth, daß mein auge an meinen (aa den En ſiehet.
Der 5e Pfanne . Gebet wider die falſchen Brüder. * N‘
1 Eine unterweiſung Davids vorzuſin⸗
gen auf fäitenfpielen. zott f höre mein gebet, und verbirg dich nicht vor meinem flehen. f Pf. 54,4.
3 Merke auf mich, und erhoͤre mich, wie
ich ſo klaͤglich zage und heule;
4. Daß der feind fo ſchreyet, und der gott?
loſe draͤnget; denn ſie wollen mir einen tuͤck
beweiſen, und ſind mir heftig gram. Mein herz aͤngſtet ſich in meinem leibe;
und des todes furcht iſt auf mich gefallen.
6 Furcht und zittern iſt mich ankommen;
N *
99 Der ss Pſalm. und grauen Em mich überfallen. | Ich ſprach: O hätte ich flügel wie tau⸗ ‚ee daß ich flöge und etwa bliebe, 8 Siehe ſo wolte ich mich ferne weg 1 und in der wuͤſten bleiben, Sela. Ich wolte eilen, daß ich entruͤnne vor
5 9 und wetter. 10 Mache ihre zunge *uneins, H Erz, und laß ſie untergehen, denn ich ſehe frevel und
5 hader in der ſtadt. *Pſ. 12, 3.
11 Solches gehet tag und nacht um und
um in ihren mauren; es iſt muͤhe und ar⸗
1
beit drinnen. 12 Schaden thun regieret drinnen, lägen
und trügen laͤſſet nicht von ihren gaſſen.
13 Wenn mich doch mein feind ſchaͤn⸗ dete, wolt ichs leiden, und wenn mich mein haſſer pochete, wolte ich mich vor ihm
verbergen.
=
;
14 Duf aber biſt mein gefelle, mein pfle⸗ ger, und mein verwandter. Pf. 41,10, 15 Die wir freundlich mit einander wa⸗ ren unter uns; wir wandelten im hauſe Gottes * zu haufen. e 2,
16 Der tod uͤbereile fie, und muͤſſen leben⸗
dig in die hoͤlle fahren, denn es iſt eitel 1 unter Hader haufen. | Ni Ich
„) . / fi 8
Der 75. Pfalm. na 17 Ich aber will zu GOtt rufen; und er HERR wird mir helfen.
18 Des abends, morgens und mittags bill ich klagen und heulen, ſo wird er mei⸗
n mich wollen, und ſchaffet ihr ruhe; denn ihrer iſt viel wider mich. * Pf. 37 2. 20 Gott wird hoͤren und fie demuͤthigen, er allewege bleibt, Sela. Denn ſie werden icht anders, und fürchten GOtt nicht.
21 Denn ſie legen ihre haͤnde an ſeine riedſamen und entheiligen feinen bund.
22 Ihr mund iſt glaͤtter denn butter, und aben doch krieg im ſinn, ihre fesche ge⸗ inder den öl, und find doch bloſſe ſchwerdter.
echten nicht ewiglich in unruhe laſſen.
e ſt imme hören. * Dan. 6/10. 19 Er erloͤſet meine ſeele von denen, die
FE: Wirf dein anliegen auf den Helin we wird dich verſorgen, und wird den ge⸗
A ee er
24 Aber, Gott, du wirſt fie hinunter ſtoſ⸗
en in die tiefe grube, die * blutgierigen und
alſchen werden ihr leben nicht zur hälfte T ö
Der 56 Dfalm.
Gebet wider die Verfolger.
1 Ein gütden kleinod Davids, von der
tummen tauben, unter den fremden, da ihn 7 die
| 22. e alt... die W iliſter griffen zu Gath. | e SET Hey mir gnaͤdig; denn menſchen wollen mich verſenken: Täglich ſtreite fie und aͤngſten mich. t Pf. 51,3 3 Meine feinde verſenken mich täglich: denn viele ſtreiten wider mich ſtolziglich, 4. Wenn ich mich fürchte fo, hoffe ich au di ch. Pf. 25, 2 5 Ich will Gottes wort ruͤhmen; auf SS will ich hoffen, und mich nicht fürch 5 Was ſolte mir fleiſch thun? 6 Taͤglich fechten ſie meine worte an; alle ihre gedanken ſind, daß ſie miruͤbels thun. | 7 Sie halten zu hauf und * lauren, und haben acht auf meine ferſen, wie ſie mei⸗ ne ſeele erhaſchen. Luc. 11,74. 8 Was ſie boͤſes thun, das iſt ſchon ver ⸗ geben. Gott, ſtoſſe ſolche leute ohne al gnade hinunter. 9 Zehle meine flucht, faſſe meine thraͤnen i in deinen ſchlauch; ohne zweifel du zehleſt ſie. 10 Dann werden ſich meine feinde muͤſſen zuruͤck kehren, wenn ich rufe; ſo werde ich inne, daß du mein Gott biſt. GER Ich will ruͤhmen Gottes wort, ich will ruͤhmen des HERRN wort. 12 Auf Gott hoffe ich, und fuͤrchte mich 1 Was koͤnnen mir menſchen thun?
Pf.. ͤ 13 Ich habe dir, GOtt, gelobet, daß lich dir danken will. Pf. 66, 13. 14 Denn du haſt meine ſeele vom tode ers
rettet, meine füöſſe vom gleiten, daß ich wan⸗ deln mag vor GOtt im licht der lebendigen.
—— ä—ũö: n:. — — —
Der 77 Pſalm.
Gebet wider der Feinde Grauſamkeit. 1 Ein gülden kleinod Davids, vorzuſin⸗ gen, (daß er nicht umkaͤme) da er vor Saul + flohe in die hohle. Sam. 22,ùl. Ser mir gnaͤdig, GOtt, ſey mir gnaͤdig; denn auf dich trauet meine ſeele, und
unter dem ſchatten deiner ſtuͤgel habe N zuflucht, bis daß das ungluͤck vorüber gehe. Z Ich rufe zu Gott, dem allerhoͤchſten, zu "GH, der meines jammers ein ende macht. 4 Er ſendet vom himmel, und hilft mir
von der ſchmach meines verſenkers, Sela. Gott ſendet feine güte und treue. 1 6 Ich liege mit meiner ſeele unter den loͤ⸗ wen, die menſchenkinder ſind flammen, ihre zaͤhne ſind ſpieſſen und pfeilen, und ihre zungen ſcharfe ſchwerdter. Pf. 55,22- 6 Erhebe dich, Gott, über den himmel, und deine ehre uͤber alle welt. „Sie ſtellen meinem gange netze, und drü⸗ cken meine ſeele nieder; ſie graben vor mit ge WR Meins
*
1
iſt 95 daß ich ſinge und lobe.
mel iſt, und deine wahrheit ſo weit die wol⸗ ken gehen. Pf. 108,74
mel, und deine ehre uͤber alle welt.
gen, daß er nicht umkaͤme.
5 und »*gehet ſtracks durch mit euren handen zu freveln. *Spr. 21,29.
*
eine grube, und fallen ſelbſt drein, Sela.
ter und harfe; fruͤhe will ich aufwachen.“
was gleich iſt, ihr menſchenkinder? x
leibe an, kdie luͤgner irren von mutterlei⸗
„ Der. a 58 Pfalm.
8. Mein herz it bereit, GOtt, mein her 9 Wache auf, meine ehre, wache EN | 10 HERR! * ich will dir danken unte
den voͤlkern; ich will dir lobſingen unter den uten. „Pf. 18, 308
12 Erhebe dich, Gott, über den him⸗ Der ss Pfalmm |
Alnge über die Derleumder. en 5 guͤlden kleinod Davids, vorzuſin⸗
gr ihr denn ſtumm, daß ihr nicht re⸗ den wolt was recht iſt, und richten
3 Ja muthwillig thut ihr unrecht im lande,
4 Die goktloſen ſind verkehret von mutter⸗
be in *Pf. 116,11. SR, weiten iſt gleich wie das 4 * einer
Der 58 e ion einer ſchlange, wie eine taube otter, die ihr ohr zuſtopft. * 1 Mofſ. 3 6 Daß fie nicht höre die ſtimme des aue 1 erers, des f beſchwoͤrers der wohl be⸗ chwoͤren kan. IPred. 10% 7 Gott! Zerbrich ihre zaͤhne in ihrem maul, zerſtoſſe, HEN, die backenzaͤhne der jungen loͤben. Pf.. 8 8 Sie werden zergehen wie waſſer das Rihin fleußt, f fie zielen mit ihren pfeifen, aber dieſelbigen zerbrechen. PIE. 7,2044 9 Sie vergehen, wie eine ſchnecke ver⸗ ſchmachtet; wie eine unzeitige geburt eines weibes ſehen ſie die ſonne nicht. 10 Ehe eure dornen reif werden am dorn⸗ ſtrauch, wird fie dein zorn fo friſch wegreiſſe, 11 Der gerechte wird ſich freuen, wenn er ſolche rache ſiehet, und f wird feine fuͤſſe baden in des gottloſen blut. fPſ. 68,24. 12 Daß die leute werden ſagen: Der ge⸗ rechte wird ſein ja genieſſen; es iſt ja | noch Gott richter auf erden. 4 55 Der 9 Pſalm.
Gebet wider die Verfolger. | 2
I Ein gülden kleinod Davids, (daß er
nicht umkaͤme) da Saul binfandte, und ließ
ſein haus bewahren, daß er ihn toͤdtete. Enette
96 Der Je Pfalm. 112252 1 15 7 mein GOtt, von meinen feinden, und ſchuͤtze mich vor denen, % PR wider mich fegen. 3 Errette mich von den uͤbelthaͤtern, und hilf mir von den blutgierigen. 4. Denn ſiehe, HErr, ſie lauren auf mei⸗ ne 1 die ſtarken ſammlen ſich wide, ohne meine ſchuld und miſſethat. Sie laufen ohne meine ſchuld, und be⸗ f reiten ſich; ferwache und begegne mir, und ſiehe drein. Pf. 323. f 6 Du, HErr, Gott Zebaoth, GOtt Iſ⸗ rael, wache auf, und ſuche heim alle heiden; ſey der * keinem gnaͤdig, die ſo verwegene übelthäter find, Sela. * Pf. 56, 8. 7 Des abends laß fie wiederum auch heu⸗ len wie »die hunde, und in der ſtadt um⸗ her laufen. *Pſ. 22, 17. 8 Siehe, fi eplaudern mit einander, ſchwer⸗ ter ſind in ihren lippen, wer ſolts hören? 9 Aber Du, *HErr, wirſt ihrer lachen, und aller heiden ſpotten. * Pf. 2. 4. 10 Vor ihrer macht halte ich mich zu dir: Denn Son iſt mein ſchutz. 11 GOT erzeiget mir reichlich feine güte; Gott flaͤſſet mich meine luſt ſehen an meinen feinden. Pf. 54/9. Pf. 91,8. 12 n ſie nicht, daß es mein volk
ee — Zug
3 *
| Der 60 Pſalm 3 nicht vergeſſe, * zerſtreue fie aber mit dei⸗ ner macht HErr, unſer ſchild und ſtoſſe ſie hinunter. *Pſ. 68,2. 13 Ihre flehre iſt eitel ſuͤnde, und verhar⸗ ren in ihrer hoffart, und predigen eitel flu⸗ chen und widerſprechen. Pf. 36, 4. 14 Vertilge fie ohn alle * grade, vertilge ſie, daß ſie nichts ſeyn, und inne werden, daß GOtt herrſcher ſey in Jacob, in aller welt, Sela. * Pf. 56, 8. 15 * Des abends laß ſie wiederum auch heulen wie hunde, und in der ſtadt umher laufen. J. 16 Laß ſie hin und her laufen um ſpeiſe, und murren wenn ſie nicht ſatt werden. 17 Ich aber will von deiner macht ſingen, und des fmorgens ruͤhmen deine gute, denn du biſt mein * ſchutz und zuflucht, in mei⸗ ner noth. IP. 92,3. * Pf. 9,10. 18 Ich will dir, mein hort, lobſingen; denn du, GOtt, biſt mein ſchutz, und mein gnaͤdiger GOtt. Mod. t . | Der 60 Pſalm. | Gebet für die Wohlfahrt des Volks Iſrael. | 1 Ein guͤlden kleinod Davids, vo rzuſin⸗ gen, von einem guͤlden roſenſpan zu lehren. 2 Da er geſtritten hatte mit den Syrern zu Meſopotamia, und mit den Syrern von
7 U
ee den,
8 Der 60 Pſalm. | | Koab umkehrete und ſchlug der
Zoba: da
| Edomiter im Salzthal zwoͤlf tauſend.
L
haſt; heile ihre bruͤche, die fo zerſchellet iſt.
T, der du uns ſverſtoſſen und zer⸗
ſtreuet haſt, und zornig wareſt, troͤſte
uns wieder. 1 Pf. 44, 24.
4 Der du die erde beweget und zerriſſen
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J Denn du haſt deinem volk ein hartes erzeiget, du f haft uns einen trunk meins
nit a Ze
gegeben, daß wir taumelten. Pf. 75,9. 6 Du haſt aber doch ein zeichen gegeben
„Auf daß deine lieben erlediget werden,
ſo hilf nun mit deiner rechten, und erhoͤre
Pf. 108, 7.
uns. | 8 Gott redet in feinem heiligthum, deß
c
bin ich froh, und will theilen Sichem, und abmeſſen das thal Suchoth. 9 Gilead iſt mein, mein iſt Manaſſe, *
Eyphraim iſt die macht meines haupts; Juda iſt mein fuͤrſt. *Eſ. 11/13. 10 Moab iſt mein waſchtoͤpfen, meinen“ ſchuh ſtrecke ich über dom; Philiſtaͤa jauchzet zu mir. Ruth 4, 7.
11 Wer will mich fuͤhren in eine feſte
ſtadt? Wer geleitet mich bis in Edom?
12 Wirſt
14 4 2 h
f denen, die dich fuͤrchten, welches ſie aufwur⸗ fen, und ſie ſicher machte, Sela.
6 7 BR
| Der 61 Mater. 99 zirſt du es micht thun, Ott, 7
du uns verſtoͤſſeſt, und *zeuchſt nicht aus, Gott, auf unſer her? * Pf. 44, ro. 13 Scchaffe uns beyſtand in der noth; denn menſchen huͤlfe iſt kein nutz. 5 14 Mit Gott wollen wir thaten thun; Er wird unſere feinde untertreten. Der 61 Pfſalm- Ein Davibıfches Gebet um göttliche Aülfe, 1 Ein pfalm Davids, vorzufingen auf einem ſaͤitenſpiel. Hb, Gott mein * geſchrey, und merke auf mein gebet. Pf. , 2 3 Hienieden auf erden rufe ich zu dir, wen in herz in angſt ift; du wolteſt mich füh⸗ ren auf einen hohen felſen. ö 4 Denn du biſt meine zuverſicht, ein ſtarker thurn vor meinen feinden. f F Ich will wohnen in deiner huͤtten ewig⸗ lich, und trauen unter deinen fittigen, Sela. 6 Denn Du, Gott, hoͤreſt meine ge⸗ luͤbde, du belohneſt die wohl, die deinen namen fuͤrchten. *1Moſ. 28,20. 7 Du gibſt einem koͤnige langes leben, daß feine jahre währen immer für und für. 8 Daß er immer ſitzen bleibet vor BD; erzeige ihm gute und treue, die ihn behüten. 9 So will ich deinem namen lobſingen
1
! 15 N 4 100 Der 62 Pſalm. big, daß ich meine gelübde bezahle tage): | En 2 *Der ez pf aim Beſtändiger Troſt wider die Feinde. . I Ein pfalm Davids für * Jeduthun, or ngen * Pf. 39, 1. Meine ſcele iſt ſtille zu Gott, der mir hilft.
3 Denn Er iſt mein hort, meine hilfe, mein ſchutz, daß mich kein fall ſtuͤr⸗ zen wird, wie groß er iſt. * Pf. 18,2. 4 Wie lange ſtellet ihr alle einem nach, daß ihr ihn erwuͤrget, als eine hangende wand, und zerriſſene maur?
s Sie denken nur wie fie ihn dämpfen, fleiſſigen ſich der lügen ; geben gute worte, aber im herzen fluchen ſie, Sela.
6 Aber meine ſeele harret nur auf GOtt; denn er iſt meine hoffnung.
7 Er iſt mein hort, meine huͤlfe, und mein ſchutz, daß ich nicht fallen werde.
8 Bey Gott iſt mein heil, meine ehre, der fels meiner ſtaͤrke, t meine zuverſicht iſt
E
SS
= F * 3 nr — 3 —— 9 >> 3 rr 8 r 4
auf GO T T. I Pf. 61, 4. 9 Hoffet * auf ihn allezeit, lieben leute,
ſchuͤttet euer herz vor ihm aus; GOTT
iſt unſere zuverſicht, Sela. Pf. 4/6.
10 Aber menſchen find doch ja nichts, groſe leute fehlen auch, fie waͤgen weniger
an. EA 4 Kin?
W FE I)
Er
Der 62 und 63 Pſalm. denn nichts, ſo viel iher iſt. 11 Verlaſſet euch nicht auf unecht frevel, haltet euch nicht zu ſolchem, das nichts iſt, faͤllet euch reichthum zu, ſo haͤn⸗ get das herz nicht dran. 12 Gott hat, ein wort geredt, das habe ich et⸗ liche mal gehoͤret, daß Gott allein maͤchtig iſt 13 Und du, HERR, biſt gnaͤdig, und bes
zahleſt einem jeglichen, wie ers verdienet.
Der 63 Pſalm. Herzliches verlangen Dach dem wahren Gottesdienſt. 1 Ein pſalm Davids, da er *war in der wuͤſten Juda. * Sam. 23, 4. c. 24/1.
*
r
Ott d du biſt mein Gott, frühe wache
ich zu dir; es duͤrſtet meine ſeele nach dir, mein fleiſch verlanget nach dir, in einem tro⸗ ckenen und duͤrren lande da kein waſſer iſt. 3 Dafelbft ſehe ich nach dir in deinem heiligthum, * Weg gerne . deine macht und ehre. * Pf. 27, 4. 4 Denn deine 90e eiſ beffer denn leben,
meine lippen preiſen dich. *Pſ. 69, 17.
s Daſelbſt wolt ich dich gerne loben mein lebenlang, und meine haͤnde in deinem na⸗ men aufheben. * Pf. 104, 33.
6 Das waͤre meines herzens freude und
wonne, wenn ich dich mit frölichen. mun⸗ de loben e . e
* EEE
1 Der 63 Pſalm. "7 Wenn Id mich zu bette lege, ſo denke ich an dich, wenn ich rom rede ich von dir. Pf 3% 8. 8 Denn du biſt mein helfer, und unter dem ſchatten deiner fluͤgel ruͤhme ich. 9 Meine ſeele hanget dir an, * deine rech⸗ te hand erhaͤlt mich. *Eſ. 41,14. 10 Sie aber ſtehen nach meiner ſeele, mich zu überfallen; fie * werden unter die erde hinunter ee * 4 Moſ. 16. 31. ſeq. 11 Sie werden ins ſchwerdt fallen, und den fuͤchſen zu theil werden. Jer. 18,27. 12 Aber der koͤnig freuet ſich in Gott. Wer bey ihm ſchwoͤret wird geruͤhmet wer⸗ den: denn die luͤgenmaͤuler ſollen verſtopfet
W 5 Moſ. 6, 13. Jer. 4, 2.
re. Ders Lan,
Gebet um Schuͤtzung des Lebens und guten Namens. 1 Ein pfalm Davids vorzuſingen.
Före, Gott, meine ſtimm in meiner
klage; behuͤte mein leben vor dem
graufamen feinde. * Pf. 27%.
3 Verbirge mich vor der verſammlung
der boͤſen, vor dem haufen der uͤbelthaͤter.
4 Welche ihre * zunge ſchaͤrfen wie ein
ſchwerdt, die mit ihren giftigen worten zie⸗
len wie mit pfeilen. Pf. 75/2. Pf. 79/8. 5 1 ie heimlich ſoieſſen den fron⸗
* 4 —
Der 64 und 65 Pſalm. 103 Be ploͤtzlich ſchieſſen ſie auf ihn ohn alle ; 11,2. 6 Sie find kuͤhne mit ihren böfen anfchlär gen, und ſagen wie ſie ſtricke legen wollen, und ſprechen: Wer kan ſie ſehen? N 7 Sie erdichten ſchalkheit und haltens heimlich; ſind verſchlagen und haben ge⸗ ſchwinde raͤnke. 8 Aber GOtt wird fie ploͤtzlich fehieffi en, daß ihnen wehe thun wird. 9 Ihre eigene zunge wird ſie faͤllen, daß ihrer ſpotten wird wer fie ſiehet. Bat, 10 Und alle menfchen, die es ſehen, wers den ſagen: Das » hat Gott gethan, und merken, daß es ſein werk ſey, *2 Moſ. 8,19. 11 Die gerechten werden fi) des HErrn freuen, und auf ihn trauen; und alle from⸗ me herzen werden ſich des ruͤhmen. NEM Der 65 Pfſalm.
Dankſagung fuͤr Gottes Wohlthaten, und Wachsthum des Reichs Chriſti,
1 Ein pfalm Davids, zum lied vorzu⸗ fingen. 0 Got, man lobet dich in der Ri lle zu Zi⸗ on, und dir bezahlet man geluͤbde. 3 Du erhoͤreſt gebet, darum kommt * als 15 fleiſch zu dir. * Pf. 14% 2005 4 Uaſere wa druͤcket uns I Du
rel. Der sr Palm. wolteſt unſere fünde vergeben. u F Wohl dem, den du erwehleſt und zu dir
1
luäͤſſeſt, daß ver wohne in deinen hoͤfen, der
9 hat reichen troſt von deinem hauſe, deinem 14 heiligen tempel. *
a Pfenz/n. 6 Erhoͤre uns nach der wunderlichen ge⸗
€
! rechtigkeit, G Ott, unſer heil, der du biſt die ji zuverſicht aller auf erden, und ferne am meer.
7. Der die berge veſt ſetzet in feiner kraft
und geruͤſtet iſt mit macht.
S8 Der du ſſtilleſt das brauſen des meers, das brauſen ſeiner wellen, und das toben der volker Matt. 8, 26.
9 Daß ſich entſetzen die an denſelben enden
wohnen, vor deinen zeichen; du macheſt fkoͤlich was hervor gehet, beyde des mor⸗ gens und des abends. | |
10 Duſucheſt das land heim, und waͤſſerſt es, und macheſt es ſehr reich. Gottes brünnlein hat waſſer die fülle, 5 du laͤſſeſt ihr getraͤide wohl gerathen, denn alſo bau⸗ eſt du das land. * Pf. 46,5.
11 Du traͤnkeſt ſeine furchen, und feuchteſt ſein gepfluͤgtes, mit regen machſt du es weich,
und ſegneſt ſein gewaͤchſe.
e
12 Du kroͤneſt das jahr mit deinem gut, und deine fußſtapfen triefen von fett. 13 Die wohnungen in der wüsten find auch
54
Der 66 Pſalm. 107 fett, daß ſie triefen; und die huͤge ud umher luſtig. ;
14 Die anger find voll ſchaafe, und die auen ſtehen dicke mit korn, daß man 7 0 5 und ſinget. Pf. 144,12
.
Der 66 Pfalm.
Lob und Preis der ſonderbaren Werke Gottes,
1 Ein pſalmlied, dorzußtagen. | Wauchzet Gott, alle lande! Pf. 100, . 2 Lobſinget zu ehren ſeinem namen, ruͤhmet ihn herrlich.
3 Sprechet zu GOtt: Wie wunderlich ſind deine werke! Es wird deinen feinden fehlen vor deiner groſen macht.
4 Alles land bete dich an, und lobſinge dir, lobſinge deinem namen, Sela.
Kommet her, und ſehet an die werke Gottes, der ſo wunderlich iſt mit ſeinem thun, unter den menſchenkindern.
6 Er verwandelt das meer ins trocken, daß man zu fuß über das waſſer gehet; deß freu⸗ en wir uns in ihm. a
7 Er herrſchet mit feiner gewalt twiglich; ſeine f augen ſchauen auf die voͤlker; ; Die abtrünnigen werden ſich nicht erhöhen
koͤnnen, Sela. Pf. 11 F. 8 Lobet, ihr volker, unſern GOtt, laſſet feinen ruhm weit an, 9 Da E
* .;
i 106 Der 66 Palm.
9 Der unferefeelen im leben behalt, luaͤſſet unfere füffe nicht gleiten.
10 Denn, Gott! Du haſt uns verſuchet
und gelaͤuter, wie das ſilber gelaͤutert wird. 11 Du haſt uns laſſen in den thurn werfen, du haſt auf unſere lenden eine laſt geleget. 12 Du haft menſchen laſſen über unſer haupt fahren. Wir find + in feuer und waſſer kommen; aber du haſt uns ausge⸗
— —
1
fuͤhret und erquicket. 1Eſ. 43/2. 13 Darum will ich mit } brandopfer gehen in dein haus, und dir meine geluͤbde bezah⸗ len. II Mof. 8,20. 14 Wie ich meine lippen habe aufgethan, und mein mund geredet hat in meiner noth. 15 Ich will die feiſte brandopfer thun von gebrannten widdern; ich will opfern inder mit boͤcken, Sela. 5 16 Kommet her, hoͤret zu alle die ihr Gb)Ott fuͤrchtet, ich will erzehlen, was er an meiner ſeele gethan hat.
17 Zu ihm rief ich mit meinem munde, und preiſete ihn mit meiner zunge, = 18 Wo ich unrechts vorhaͤtte in meinem herzen, ſo wuͤrde der HErr nicht hoͤren. | 19 Darum erhoͤret mich GOT, und merket auf mein fl ehen.
20 Gelobet ſey GO? T, der mein gebet
—
Der 67 und 68 Pfalm. 4 nicht verwirft, noch ſeine guͤte von Hr wendet. 4
Der 67 Pfalm. a Gebet um Se oh Golttes FR j
ı Ein pfalmlied, vorzuſingen auf fältens 88 Gd T ſey uns gnaͤdig, und ſegne uns, er
Jae uns ſein antlitz leuchten, Selg. j 3 Daß wir auf erden erkennen feinen weg, unter allen heiden ſein heil.
4 Es danken dir, GoOtt, die voͤlker, es danken dir alle volker.
Die voͤlker freuen ſich und jauchzen, daß du die leute recht richteſt, und regiereſt *die leute auf erden, Sela. Geſch. 17,38;
6 Es* danken dir Gott, die voͤlker, es danken dir alle voͤlker. N 475 18.
7 Das f land gibt ſein gewaͤchs; es ſeg⸗ ne uns GOtt, unſer GOtt. 3 Moſ. 26,4.
8 Es ſegne uns Gott, und f alle welt fürchte ihn. E 8-
Der 68 PDjalm. Weiſagung von Chriſtt Pad, und dero herrlichen rafft.
1 Ein pſalmlied Davids vorzuſingen. Es ſtehe GOTT auf, daß feine feinde zerſtreuet werden, und die ihn haſſen,
vor ihm fliehen. 3 Ver⸗
ie
10 8 N
128 %, Der es alt
3 Vextreibe fie, wie der rauch vertrieben
wird, wie das wachs zerſchmelzet vom feuer, a Die gerechten aber muͤſſen ſich freuen
und froͤlich ſeyn vor GOtt, und von herzen
ſich freuen. | 7
er heiſſet HErr, und freuet euch vor ihm.
I ; R nie 7 5 gen bleiben in der duͤrre. „Pf. 113,9.
da du einher gingeſt in der wuͤſten, Sela.
dem GOTT, der Iſtaels GOTT iſt.
g 5
T nen: GHDtt, du labeſt die elenden mit pH . Bir 5 at 1 et Deinen gufern. re
| et Pf. 64, 11. F Singet Gott lobſinget ſeinem namen, machet bahn dem, der da ſanft herfaͤhret;
D Da bebete die erde, und die himmel troffen vor dieſem GOtt in Sinai, vor
10 Nun aber gibſt du, GOtt einen Sands | digen regen, und dein erbe, das duͤrre iſt, eraquickeſt du. SeEzech. 34,26. 2c. II Daß deine thiere drinen wohnen koͤn⸗
|
5 07 umkomen die gottloſen vor Gott.
|
Ka De Her si das wort mit grofen 3 f
* . Dar 68 Pfalm. 8 ſchaaren wangeliiten,
13 Die Eönige her heerſchaaren find unter einander freunde, und die hausehre theilek
den raub aus.
* Ar
14 Wenn ihr zu feldelieget, ſoglänzet es
als der tauben fluͤgel, die wie ſilber und gold ſchimmern.
15 Wenn der allmaͤchtige hin und wie⸗ der unter ihnen koͤnige ſetzet, ſo wird es helle wo es dunkel iſt.
16 Der berg Gottes if ein fruchtbarer berg, ein groß und e gebirge.
17 Was hüpfet * ihr groſen gebirge?
Gott hatluſt f auf dieſem berge zu woh⸗ ar und der HErr bleibet auch immer
daſelbſt. *Pſ. 114,4. [Ezech. 43,7. 18 Der wagen Gottes iſt viel tauſend mal tauſend; der HERR iſt unter ihnen im heiligen Sinai. 2. Kon. 6,17. 5 Durbift in die höhe gefahren, und haft das gefängniß gefangen, du haſt gaben em⸗ pfangen fuͤr die menſchen, auch die abtruͤn⸗ nigen daß GOtt, der DERR, dennoch daſelbſt bleiben wird, Eph. 4,8.9. 10.
20 Gelobet ſey der HERR taglich;
Gott leget uns eine laſt auf, aber er Shilft
uns auch, Sela. § Matt. 17, 29.
21 Wir haben einen 8 GOtt der da hilft, |
* 55
% 110 Der 68 Pſalm. und den HERRN HErra, der dom tode kerrettet > Weis. 16, 13. 22 Aber GOtt wird den kopf ſeiner fein⸗ de zerſchmeiſſen ſamt ihrem haarſchedel, die da fortfahren in ihrer ſuͤnde.
23 Doch ſpricht der HERR: Ich will unter den fetten etliche holen, aus der tiefe des meers will ich etliche holen.
24 Darum wird dein fuß in der fein⸗ de blut gefaͤrbet werden, und deine hunde werdens lecken. 1 Pf. 58 . 22 Man ſiehet, GOtt, wie du einher Zeuchſt wie du, mein Gott und koͤnig, ein⸗ her zeuchſt im heiligthum.
2806 Die ſaͤnger gehen vorher, darnach die ſpielleute unter den maͤgden, die da pauken.
27 Lobet Gott, den HERRN, in den verſammlungen, für dem brunn Iſrgel. 28 Da herrſchet unter ihnen der kleine Benjamin, die fuͤrſten Juda mit ihren haufen, die fuͤrſten Sebulon, die fuͤrſten
Naphthali. | 229 Dein HDtthat dein reich aufgerich⸗ tet, daſſelbe wolteſt du, GOtt, uns ſtaͤrken; denn es iſt dein werk. —— 30 Um deines tempels willen zu Jeruſa⸗ lem werden * dir die koͤnige geſchenke sur fuͤhren. | * Pf. 72, 10.
a; *
Der 68 und 69 Pſalm. 111
31 Schilt das thier im rohr, die rotte 0
der ochſen unter ihren kaͤlbern, die da zer⸗ treten um geides willen. Er zerſtreuet die volker, die da gerne kriegen. 32 Die * fuͤrſten aus Egypten werden kommen; Mohrenland wird ſeine haͤnde ausſteecken zu GOtt, ef, e 33 Ihr koͤnigreiche auf erden, ſinget GOtt, koßfinget dem HERRN, Sela. 34 Dem der da faͤhret im himmel allent⸗
halben von anbeginn; ſiehe, er Min feinem
donner kraft geben. 35 Gebet + GOtt die macht; ſeine herr⸗
lichkeit iſt in Iſrael, und ſeine macht in
den wolken. F Pf. 29% 1 36 Gott iſt wunderſam in feinem heilig⸗ thum; er iſt GOtt Iſrael, Er wird dem volk macht und kraft geben. Gelobet fen Gott. Der 69 Platin. Des Meſſid Gebet in feinem Leiden. 1 Ein pfalm Davids * von den roſen
vorzuſingen. * Pf. 47 .
G De, hilf mir, denn das waſſer gehet mir bis an die ſeele.
3 Ich verſinke im tiefen ſchlamm, da kein grund iſt, ich bin im tiefen waſſer und die fluth will mich erſaͤufen.
0 habe mich muͤde geſchrien, mein
* — -
Ki. 112 Der 69 fa. hals iſt 157 das geſicht dergehet mir, daß 10 f lange muß harren auf meinen Gott. 5 Die mich ohn urſach haſſen, derer iſt 0 enn ich haare auf dem haupt ha⸗ Die mir unbillig feind ſind und mich ER find maͤchtig. Ich muß be⸗ zahlen, DM ich nicht geraubt habe: 1 6 ©Dtt, du weiſſeſt meine thorheit, und meine ſchulden find dir nicht verborgen. 7 Laß nicht zu ſchanden werden an mir die dein harren, HERR HERR Zebaoth. Laß nicht ſchamroth werden an mir die dich ſuchen, GOtt Iſtael | 38 Denn um deinet willen trage ich ſchmach⸗
mein angeſicht iſt voller ſchande.
9 Ich bin freind worden meinen bruͤdern, und unbekannt meiner mutter kindern.
10 Denn ich eifere mich ſchier zu tode inn dein haus: und die ſchmach, derer die dich ſchmaͤhen, fallen auf mich.
11 Und ich weine und faſte bitterlich! und
man ſpottet mein dazu.
12 Ich habe einen ſack angezogen, aber ſie treiben das geſpoͤtte daraus. 13 Die im thor ſitzen waſchen von mir, a in den zechen ſinget man von mir. 14 Ich aber bete, ene zu dir zur aich zeit: Gott durch deine groſe
5 ö
WIDE BER bt ai u A
1
Der 69 Pſalm. 1429 güte, erhoͤre mich mit deiner treuen hülſe 17 Errette mich aus dem koth, daß ich nicht verſinke, daß ich errettet werde von mei⸗ nen haſſern, und aus dem tiefen waſſer. 16 Daß mich die waſſerfluth nicht erfaͤufe, und die tiefe nicht verſchlinge, und das loch der gruben nicht uͤber mir zuſammen gehe.
17 Erhoͤre mich, HERR, dann deine guͤte iſt troͤſtlich, wende dich zu mir, nach deiner groſen barmherzigkeit. | 38 18 Und verbirge dein angeficht nicht vor deinem knecht; denn mir iſt angſt erhoͤre mich eilend. 1
19 Mache dich zu meiner ſeele, und erloͤſe ſie, erloͤſe mich um meiner feinde willen. 20 Du weiſſeſt *meine ſchmach, ſchande und ſchaam, meine widerfacher find alle vor dir. ES, e 21 Die ſchmach bricht mir mein herz, und kränket mich, ich warte, obs jemand jam⸗ merte, aber da iſt niemand, und auf troͤſter, |
x
aber ich finde keine. *Klagl. 1,2.9. 22 Und fie geben mir galle zu eſſen, und * eſſig zu trinken in meinem grofen durſt.
23 Ihr tiſch müſſe vor ihnen zum ſtrick werden zur vergeltung, und zu einer falle. 24 Ihre auge müffen finſter werden, daß ie nicht ſehen, u. ihre lenden laß imer wgnken.
1714 Der 69 Mahn.
a
8 DE enger CE TREE e e ET ARE STE TER 28 Geuß deine ungnade auf ſie, und dein grimmiger zorn ergreife ſie.
E. e
26 Ihre wohnung muͤſſe wuͤſte werden,
und ſey niemand der in ihren huͤtten wohne.
27 Denn ſie verfolgen den duf geſchlagen
haſt, und rühmen, daß du die deinen übel
ol 2 ss Eſ. 53, 4. 28 Laß ſie in feine ſuͤndeuͤber die andere
N fallen, daß ſie nicht kommen zu deiner gerech⸗ ligkeit. Nom. 1,24.
29 Tilge fie aus dem *buch der lebendi⸗
gen, daß ſie mit den gerechten nicht anges
ſchrieben werden. * Phil. 4,3. 30 Ich aber bin elende, und mir iſt wehe, Gott, deine huͤlfe ſchuͤtze mich.
ü 31 Ich will den namen Gottes loben mit
einem liede, und will ihn hoch ehren mit dank. | * Pf. 145, 1. 2. 32 Das wird dem HErrn baß gefallen,
denn ein farr, der hoͤrner und klauen hat.
33 Die elenden ſehens und freuen ſich, und die Gott ſuchen, denen wird das herz leben.
34 Denn der HENN hoͤret die armen,
und verachtet ſeine gefangene nicht.
35 Es lobe ihn himmel erde und meer, und alles das ſich darinnen reget. Pf. 148, 36 Denn Gott wird Zion* helfen, und
”
ie ſtaͤdte Juda bauen, daß man daſelbſt
4 9
Der 70 und 7ı Palm, 118 wohne, und ſie beſitze. * Pf. 51, 20. 37 Und der ſaame ſeiner knechte wird ſie ererben, und die ſeinen namen lieben, wer⸗ den darinnen bleiben. * Pſ. 102, 29 Der 70 Pſalm | Davids Bitte um Suͤlfe wider die Feinde. 1 1 Ein pfalm Davids, vorzuſingen zum“
gedaͤchtniß. * Pf. 38, 1. | Ei DEE Mich zu erretten, HERR, mir zu helfen. * Pf. 71
3 Es muͤſſen ſich ſchaͤmen und zu ſchan⸗ den werden, die nach meiner ſeele ſtehen. Sie muͤſſen zuruͤcke kehren, und gehöhnet werden die mir uͤbels wuͤnſchen.
4 Daß ſie müͤſſen wiederum zu ſchanden werden, die da über mich ſchreyen: Da, da,
s Freuen und froͤlich muͤſſen ſeyn an dir die nach dir fragen, und die dein heil lieben, immer ſagen: Hochgelobet ſey GOtt. 6 Ich aber bin elend und arm, GOtt, ei⸗ le zu mir; denn du biſt mein helfer und erretter, mein GOtt, verzeuch nicht.
Der 71 Pſaim 5 Gebet um Errettung.
ER, ich traue auf dich, er: mich nim⸗
mermehr zu ſchanden werden.
2 Errette mich * durch deine gerechtigkeit,
5 hilf mir aus; neige d deine ohren zu mir
U
4
nd hilf mir. | 9/16. 3 Sey mir ein ſtarker hort, 6 dahin ich im⸗ mer fliehen möge, der du zugeſagt haſt mir zu helfen, den du biſt mein fels und meine burg. 4 Mein Gott hilf mir aus der hand des gottloſen, aus der hand des ungerechten und tyrannen.
F Denn du biſt fmeine zuverſicht, HERR | HERR, meine hoffnung von meiner jugend an t D1.46,2. Pſ. 6%. 4 6 Auf dich hab ich mich verlaſſen von mutterleibe an, Du f haft mich aus meiner mutterleibe gezogen, mein ruhm iſt immer von dir. Pf. 22, 10. ö 7 Ich bin vor vielen wie ein wunder; aber du biſt meine ſtarke zuverſicht.
S8 Laß meinen mund deines ruhms und deines preiſes voll ſeyn täglich. |
ö 9 Verwirf mich nicht in meinem alter; verlaß mich nicht, wenn ich ſchwach werde. 10 Denn meine feinde reden wider mich, | und die Kauf meine ſeele Wale berathen ſich mit einander. * Pf. 56 7. 11 Undſprechen: GOtt hat ihn verlaſſen, K jaget nach, und ergreifet ihn, denn da iſt klein erretter. * Moſ. 157 9. 1 Gott ſey nicht ferne von mir, mein i Gott eile mir i helfen. N 70% 2.
. *
4 un A Er, *
Der 7 Pfalm. 117% 13 Schaͤmen muͤſſen ſich und umkommen, die meiner ſeele zuwider ſind, mit ſchand und hohn muͤſſen ſie uͤberſchuͤttet werden, die mein ungluͤck ſuchen. Pf. 70,3. Pſ. 83,17. 14 Ich aber will immer harren, und will immer deines ruhms mehr machen. 15 Mein mund ſoll verkuͤndigen deine ge⸗ | rechtigkeit, täglich dein heil, die ich nicht alle zehlen kan. Pf. 5% f 46 Ich gehe einher in der kraft des HErrn HERR RN; ich preiſe deine gerechtigkeit allein. N 11 17 Gott, du haft mich von jugend auf gelehret, darum *verkündige ich deine wun⸗ der. | Pf z . 18 Auch verlaß mich nicht, GOtt, im al⸗ ter, wenn ich grau werde; bis ich deinen arm verkuͤndige kindes kindern, und deine kraft allen, die noch kommen ſollen. | 19 Gott, deine gerechtigkeit iſt hoch, der du groſe dinge thuſt; GOtt, + wer iſt dir gleich? 12 Moſ. 8 10,6% 1% 11. 20 Denn dulaͤſſeſt mich erfahren viel und groſe angſt, und * macheſt mich wieder lebendig, und holeſt mich wieder aus der tiefe der erden herauf. * Sam. 2,6. 21 Du“ macheſt mich geht groß, und troͤſteſt mich wieder. Pf. 189736.
118 Der rund 72 Pſalm 22 So danke Ich auch dir mit pfalter⸗ ſpiel für deine treue, mein Gott, ich lob⸗ ſinge dir auf der harfen, du * heiliger in Iſtae * 3 Moſ. 20, 8. 23 Meine lippen und meine ſeele, die du erloͤſet haft, find froͤlich, und lobſingen dir. 24 Auch dichtet meine zunge täglich von deiner gerechtigkeit, denn jſchaͤmen muͤſſen ſich und zu ſchanden werden, die mein un⸗ glück ſuchen. Pf. Za. RER Der 72 Pfſalm W wpeiſſagung von Chriſto und feinem Reich. Des Salomo. | . dt;, gib dein gericht dem koͤnige, und 5 deine gerechtigkeit des koͤnigs ſohne.
Er
— 2 — — on:
2 Daß er dein volk bringe zur gerechtig⸗ keit, und deine elenden errette. 3 Laß die berge den frieden bringen un⸗ ter das volk, und die huͤgel die gerechtigkeit. 4 Er wird das elende volk bey recht erhal⸗ ten, und den armen helfen, und die laͤſterer zerſchmeiſſen. „Hiob 36,6. Pf. 4%. F Man wird dich fuͤrchten, ſo lange die ſonne und der mond waͤhret, von kind zu kindes kindern. a;
1 i Er 5 aD Ä | * 6 Er wird * herab fahren, wie der regen auf das fell, wie die tropfen, die das land feuchten. Eſ. %s Nn
Der 72 Pſalm. 179 i
7 Zu feinen zeiten wird blühen der ge⸗
rechte, und groſer friede, bis daß dermond nimmer ſey. * Pf. 5 %% 8 Er wird herrſchen von einem meer bis
ans andere, und von dem waſſer an bis zur welt ende. ö N W i | Vor ihm werden ſich neigen die in der wuͤ⸗
ſten, und ſeine feinden werden ſtaub lecken.
10 Die *koͤnige am meer und in den infeln werden geſchenke bringen, die koͤnige aus reich Arabien und Seba werden gaben zufuͤhren. *Eſ. 60,9.
11 Alle koͤnige werden ihn anbeten, alle
heiden werden ihm dienen.
12 Denn wer wird den armen erretten, der da ſchreyet, und den elenden, der keinen helfer hat. * Hiob 36, 18. Pf. 35, 20. 13 Er wird gnaͤdig ſeyn den geringen und armen, und * den ſeelen der armen
wird er helfen. * Pſ. 97, 10.
14 Er wird ihre ſeele aus dem trug und frevel erlöfen, und ihr vblut wird theuer ge⸗ achtet werden vor ihm. P 0,7%
Er S wird leben, und man wird ihm vom gold aus reich Arabien geben; und man wird immerdar vor ihm beten, täglich wird man ihn loben. SOff. 1,18.
16 Auf erden, oben auf den bergen, wird
7
22 a ET 8
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4
|| mo Der 73 Pfalm. das getraͤide dicke ſtehen, feine frucht wird beben wie Libanon, und wird grünen in den ſtaͤdten, wie gras auf erden. 1 17 Sein name wird ewiglich bleiben, ſo lange die ſonne⸗ waͤhret, wird ſein name auf die nachkommen reichen, und werden durch denſelben geſegnet ſeyn, alle heiden werden ihn preiſen. . 1 Mos. 12,3. 1358 Gelobet ſey GOtt, der HERR, der GST Iſtael, der allein wunder thut. 19 Und gelobet ſey ſein herrlicher name ewiglich, und alle lande muͤſſen ſeiner ehre voll werden, Amen, Amen. 37 20 Ein ende haben die gebete Davids, des ſohns Iſai. 1 0 Der 73 Pſalm. ö
Troſt und Warnung wider Aergerniß. des gottloſen Gluck betreffend.
1 Ein pfalm Aſſaph. 55 ae hat dennoch GOtt zum troſt, wer D nur reines herzens iſt.
2 Jch aber hätte ſchier + geſtrauchelt mit meinen fuͤſſen, meine tritt hätten beynahe | „
} 3 Denn es verdroß mich auf die ruhmraͤ⸗ digen, da ich ſahe, daß es den gottloſen
4 Denn ſie find in keiner gefahr des todes,
En Der 73 Pfalm. "Sy fondern ſtehen veſt wie ein palast. N F Sie ſind nicht in ungluͤck wie andere leute, und werden nicht wie andere men⸗ ſchen geplaget. |
6 Darum muß ihr trotzen koͤſtlich ding ſeyn; u. ihr frevel muß wohl gethan heiſſen.
|
7 Ihre perſon bruͤſtet fich wie ein fetter
wanſt, ſie thun, was ſie nur gedenken. 8 Sie vernichten alles und reden uͤbel davon, und reden, und laͤſtern hoch her.
9 Was ſſte reden, das muß vom himmel | herab geredt ſeyn; was fie ſagen, das muß i gelten auf erden. Sit 39
10 Darum faͤllet ihnen ihr poͤbel zu, und
laufen ihnen zu mit haufen wie waſſer.
1 Und ſprechen: Was *folte GOtt nach
jenen fragen? Was ſolte der hoͤchſte ihrer
achten? Pf. 10, 11. und 94,7. 12 Siehe, das ſind die gottloſen, fie find gluͤckſelig in der welt, und werden reich.
13 Solls f denn umſonſt ſeyn, daß mein herz unſtraͤflich lebet, und ich meine haͤnde
in unſchuld wafche ?- Mal. 3, 14. 14 Und bin geplaget taͤglich; und meine
ſtrafe iſt alle morgen da?
17 Ich hätte auch ſchier fo geſaget, wie ſie;
aber ſiehe, damit hätte ich verdammt alle deine kinder, die je geweſen ſind. 16
.
Deu Pam 1 16 Ich gedachte ihm nach, daß ichs begreifen moͤchte, aber es war mir zu 17 Bis daß ich ging in das heiligthum Gottes, und merkte auf ihr ende.
108 Aber du ſetzeſt fie aufs ſchluͤpferige, fund ſtüͤrzeſt fie zu boden. Hiob 21, 17. ſeg. 19 Wie werden fie fo plotzlich zu nichte! Sie gehen unter, und nehmen ein ende mit ſchrecken. e 20 Wie ein traum, wenn einer erwachet ſo macheſt du, Herr, ihr bild in der ſtadt verſchmaͤht. 8 4 221 Aber es thut mir wehe im herzen, und ſticht mich in meinen nieren. “1 22 Daß ich muß ein narr ſeyn, und nichts wiſſen, und muß wie ein thier ſeyn vor
dir.
20923 Dennoch bleibe Ich ſtets an dir; den
du haͤlteſt mich bey meiner rechten hand. 24 Du leiteſt mich nach deinem rath, und nimmſt mich endlich mit ehren an.
25 Wenn ich nur dich habe, ſo frage ich
nichts nach himmel und erden. | | 26 Wenn mir gleich leib und feele dar
ſchmachtet, ſo biſt du doch, Gott, allezeit
meines herzens troſt und theil.
27 Denn ſiehe, die von dir weichen wer⸗
|
u A eee N *
Der 23 und 74 Pſalm. 123 den umkommen; du tbringeft um alle, die wider dich huren. Epiſt. Jud. v. ar 28 Aber das iſt meine freude, daß ich mich zu GOTT halte, und meine zuverſicht ſetze auf den HERRN Herrn, daß ich
verkuͤndige alle dein thun.
Der 74 Pfalm. 5 Gebet um Erhaltung der Kirche, ı Eine unterweiſung Aſſaph. EN Ho warum ſverſtoͤſſeſt du uns fo. gar? Und biſt ſo grimmig zornig über die ſchaafe deiner weide? Pf. 44, 24. 2 Gedenke an deine gemeine, die du von alters her erworben, und dir zum erbtheil er⸗ loͤſet haft; an den f berg Zion, da du auf wohneſt. Pf. 9/12, Pf. 68, 17. 3 Tritt auf ſie mit füffen, und ſtoſſe ſie gar zu boden; der feind hat alles verder⸗ bet im heiligthum. ee 4 Deine widerwärtigen brüllen in deinen
haͤuſern, und ſetzen ihre goͤtzen drein. Man ſtehet die aͤrte oben her blicken, wie man in einen wald hauet. | t 6 Und zerhauen alle ſeine tafelwerke mit beil und barten. | he 7 Sie toerbrefien dein heiligthum; ſie ent- weihen die wohnung deines namens zu boden. 12 Koͤn. 25,6. x 8 Sie bi
5 er "4 7 W 1 47 F + ! Da 13 .
124 1 Pſalm. s Sie ſprechen in ihrem herzen: Laſſet uns. Sie plündern, fie verbrennen alle haͤu⸗ ſer Gottes im lande. 5 | 9 Unſere zeichen ſehen wir nicht, und kein prophet predigt mehr, und kein lehrer lehret uns mehr. a 10 Ach Gott wie lange ſoll der wider⸗ A wärtige ſchmaͤhen, und der feind deinen na⸗ men ſo gar verlaͤſtern? | 11 Warum wendeſt du deine hand ab, und deine rechte von deinem ſchooß ſo gar? 12 Aber GOtt iſt mein koͤnig von alters her, * der alle hüffe thut ſo auf erden ge⸗ ſchicht. * Pſ.68/ 1. Pf. 12 1/1. 2. ſeg. 13 Du tzertrenneft das meer durch deine kraft, und zerbrichſt die koͤpfe der drachen im waſſer. 2 Moſ. 14/21. c. 15%. ſeg. 14 Du zerſchlaͤgeſt die koͤpfe der wallfiſche, und gibſt ſie zur ſpeiſe dem volk in der eeindͤde. 8 1; Du laͤſſeſt quellen brunnen und baͤche; Du laͤſſeſt verſiegen ſtarke ſtroͤhme. 7. 106 Tag und nacht iſt dein, Du macheſt, daß beyde »ſonn und geſtirn ihren gewiſſen i r u Pf. 136,8. 9. 17 Du ſetzeſt einem jeglichen lande ſeine grenze; ſommer und winter macheſt Du. 18 So gedenke doch des, daß der feind
85 Der 7 Pſalm | 125 den HEırn fehmäher, und ein thoͤricht volk laͤſtert deinen namen. Er 1 119 Du wolteſt nicht dem thier geben die ſeele'deiner turteltaube, und deiner elenden thtere nicht fo gar vergeſſen. 8 20 Gedenke an den bund, denn das land iſt allenthalben jaͤmmerlich verheeret und die haͤuſer find zerriſſen. 21 Laß den geringen nicht mit ſchanden davon gehen; denn die armen und elenden ruͤhmen deinen namen. 7 22 Mache dich auf, GOtt, und fuͤhre aus deine ſache, gedenke an die ſchmach, die dir taͤglich von den, thoren widerfaͤhret. | 23 Vergiß nicht des geſchreyes deiner | feinde; des toben deiner widerwaͤrtigen | wird je länger je gröfer. | Der 77 Pfaſm 1 Leb der Wunder Gottes: Warnung vor Sicherheit. Ein pfalm und lied Affaph, daß er nicht umkaͤme, vorzuſingen. ir danken dir, GStt, wir danken dir, und verkuͤndigen deine wunder, daß dein name ſo nahe iſt. | Ä 3 Denn zu feiner zeit fo werde ich recht richten. | | PB; N 4 Das fland zittert, und alle, die drinnen wohnen; aber ich halte ſeine ſeulen veſte,
a 2 Der IJ alt. Sela. | 1%91. 2, 9. 24. Ich ſprach zu den ruhmraͤthigen; Ruͤh⸗ met nicht ſo; und zu den gottloſen; Poch⸗ el nicht auf alt. 6 Pochet nicht fo hoch auf eure gewalt; redet nicht halsſtarrig. AB es habe keine noth, weder vom auf⸗ gang, noch vom niedergang, noch von dem gebirge in der wuͤſten. 15 g Denn Gott iſt richter, der * dieſen niedriget, und jenen erhoͤhet. * Sam. 2/7 9 Denn der HERR hat einen becher in der hand, und mit ſtarkem wein voll einge⸗ ſchenket, und ſchenket aus demſelben; aber die gottloſen muͤſſen alle trinken, und die hefen ausſaufen. | Pf. 60, J. 10 Ich aber will verkündigen ewiglich, und lobſingen dem GOtt ob 11 Und will alle gewalt der gottloſen zer⸗ brechen, daß die gewalt des gerechten erh oͤ⸗ het werde. ve F nu 1 Gott ſeiner Kirche Schutzwehr. Kin 1 1 Ein pſalmlied Aſſaph, auf ſaͤitenſpiel, As vorzuſingen. 5 i e (Gott iſt in Juda bekannt; in Ifſrael iſt
HAN
alm.
}
1
E ſein name herrlich. RER 3 Zu Salem iſt fein gezelt,* und feine
Der 76 Pſalm. 127 wohnung zu Zion. Pf 9 12 P72. 4 Daſelbſt zerbricht er die pfeile des bo⸗ gens, ſchild, ſchwerdt und ſtreit , Sela. s Du biſt herrlicher und maͤchtiger, dann die raubeberge. 1 5 6 Die ſtolzen muͤſſen beraubet werden und entſchlafen, und alle krieger muͤſſen die haͤn⸗ de laſſen ſinken. . 7 Von deinem ſchelten, GOtt Jacob, ſinket in ſchlaf beyde roß und wagen. i 8 Du biſt erſchrecklich N werkan vor dir ſtehen, wenn du zuͤrneſt Pf. 9 9 9 Wenn du das urtheil laͤſſeſt höken vom himmel, ſo erſchrecket das erdreich, und wird ſtille. | 10 Wenn GOtt ſich aufmachet * zu rich⸗ ten, daß er helfe allen elenden auf erden, Sela. ,. 11 Wenn menſchen wider dich wuͤten, ſo legeſt du ehre ein, und wenn fie noch mehr wuͤten, biſt du auch noch geruͤſtet. 12 Gelobet und ballet dem HERRR. eurem Gott, alle die ihr um ihn her sed, i bringet geſchenke dem ſchrecklichen. 9 13 Der den fuͤrſten den muth nimmt, und ſchrecklich iſt unter den koͤnigen Bu er⸗ den. 6 * Der 77 70 fan.
128 Der 7 Pfalm Der Frommen Anfechtung und Troſt. 1 1 Ein pfalm Aſſaph für * Jeduthun, vor⸗ zuſingen. . * Pf. 62, r. ach ſchreye mit meiner ſtimme zu GOtt, — zu Gott ſchreye ich, und er erhoͤret mich. 3 J In der zeit meiner not) ſuche ich den HErrn; meine hand iſt des nachts ausge⸗ reckt, und laͤſſet nicht ab; denn meine ſeele will ſich nicht troͤſten laſſen. TI. 50,15. 4 Wenn f ich betruͤbt bin, fo denke ich an
Gott; wenn mein herz in aͤngſten iſt, ſo rede ich, Sela. Tr ef. 26, 16. F Meine augen haͤlteſt du, daß fie wachen, ich bin ſo ohnmaͤchtig / daß ich nicht reden kan. e 6 Ich „ denke der alten zeit, der vorigen far., * Pf. 143, 5. Ef. 43, 18.
„Ich denke des nachts an mein ſaͤiten⸗ ſpiel; fund rede mit meinem herzen; mein geiſt muß forſchen. Pf. AN
8 Wird denn der HErr ewiglich verſtoſ⸗ ſen, und keine gnade mehr erzeigen? | 9 JIſts denn ganz und gar aus mit ſeiner ggͤkte? und hat die verheiſung ein ende? 10 Hat denn Gott vergeſſen gnaͤdig zu ſeyn und ſeine barmherzigkeit vor zorn ver⸗ ſchloſſen? Sela. RT II Aber doch ſprach: ich f Ich muß das
A a. Wa.
ei 1 * N u; . 1
DEM N | leiden, die rechte hand des hoͤchſten kan al⸗ les aͤndern. + Pf. a 9. a Darum gedenke ich an die thaten des IERMI 5 ja ich ſgedenke an deine vori⸗ 7 wunder. Pf. 71, 17. Pſ. 10% 13 Und rede von allen deinen werken, und ſage von deinem thun. 1 14 Gott, dein weg iſt heilig; wo iſt ſo 1 in maͤchtiger GOtt, als du, GOtt, biſt?
15 Du biſt der GOtt,“ der wunder thut; l
du haſt deine macht beweiſet Vite den voͤl⸗ kern. * Pf. 9s, 1.
16 Du haſt dein volk erlöſet gewaltiglich; die kinder Jacob und Joſeph, Sela.
17 Die waſſer tfahen dich, GOTT, die waſſer ſahen dich, und aͤngſteten ſich, und die tiefen tobeten. 1». 97,4. 18 Die dicken wolken goſſen waſſer; die wolken donnerten, und die ſtrahlen fuhren daher. * Pf. 18, 14. 1. Pſ. 49 3. 19 Es donnerte im himmel, deine blitzen leuchteten auf dem erdboden; das erdreich regete ſich, und bebete davon. N 20 Dein weg war im meer, und dein pfad in groſen waſſern; und man ſpurete doch deinen fuß nicht. 21 Du fuͤhreteſt dein volk wie eine heerde ſchaafe durch Moſen und Aaron. Er⸗
ER x * 8 0
PATE, Den \ 2 *
130 1 Der 78 „
—
| 9 mein volk, mein geſetz; neiget eure
17 Erzehlung der e ed und e Gottes an
feinem Volk erzeiget.
0 1 Eine unterweiſung Aſſaph.
ohren zu der rede meines mundes.
2 4
| Ich will meinen mund aufthun zu ſpruͤ⸗ 4 den, und alte geſchichten ausſprechen.
unfere vaͤter uns erzehlet haben.
4 Daß wirs nicht verhalten ſollen ihren
kindern, die hernach kommen, und verfündis
gen den ruhm des HERRN, und ſeine macht und wunder, die er gethan hat.
5 Er richtete ein zeugniß auf in Jacob, und gab ein geſetz in Iſrael, daß er unſern
| pätern gebot zu lehren ihre kinder.
6 Auf daß die nachkommen lerneten, und
wenn ſie aufkaͤmen, daß ſie es auch ihren kindern verkuͤndigten. 7 Daß fie ſetzten auf GOtt ihre hoffnung,
ö und nicht vergeſſen der thaten Gottes, und
> 5
feine gebote hielten.
is Und nicht wuͤrden wie ihre väter, eine
abtruͤnnige und ungehorſame art, welchen
ihr herz nicht feſt war, und ihr geiſt nicht
treulich hielt an Gott. . ekidel un ſo ahm
7
*
3 Die wir gehoͤret haben und wiſſen, und
die kinder die noch ſolten geboren werden;
* * * N \
* * | Ha Der 78 Pſalm BE den bogenführeten, abfielen zur * zeit des ſtreits. eee ANT ren 10 Siehielten den bund Gottes nicht; und wolten nicht in ſeinem geſetze wandeln. 2 11 Und vergaſſen feiner thaten und. feiner a wunder, die er ihnen erzeiget hatte. 17 12 Vor ihren vaͤtern thaͤt er wunder in Egyptenland, im felde Zoan. 0 13 Er} zertheilete das meer, und ließ fie durchhin gehen, und ſtellete das waſſer wie eine mauer. 2 Moſ. 14,2 T. 22. 2c. 14 Er leitete fie des tages mit einer wol⸗ ke, und des nachts mit einem hellen feuer. 15 Er riß die felſen in der wuͤſten; und traͤnkete ſie mit waſſer die fuͤlle. | 16 Und ließ baͤche aus dem felſen flieſſen, daß fie hinab floſſen wie waſſerſtroͤhme. 5 17 Noch ſuͤndigten fie weiter wider ihn; und erzuͤrneten den hoͤchſten in der wuͤſten. 18 Und verſuchten GOtt in ihrem herzen, daß ſie ſpeiſe forderten fuͤr ihre ſeelen. | 19 Und redeten wider GOtt und ſprachen: Ja, ſolte Gott wohl koͤnnen einen tiſch bereiten in der wuͤſten? | | 20 Siehe er hat wohl den felſen geſchla⸗ gen, daß waſſer floſſen, und baͤche ſich er- goſſen; aber wie kan er brod geben, und ſei⸗ nem volk fleiſch verſchaffen? 21 Da
er Ir?
@-
21 Ha fun das der HE RR bhörete, entbrannte er, und feuer ging an in Jacob, und zorn kam über Ifſrael. 94
e Der 78 Pſalm.
—
2
4 22 Daß ſie nicht glaͤubeten an GOtt, und
hoffeten nicht auf ſeine huͤlfe.
eſſen, und gab ihnen himmelbrod.
’
g 0 23 Und er gebot den wolken droben, und thaͤt auf die thuͤre des himmels. 8 2
24 Und ließ das man auf ſie regnen, zu
25 Sie aſſen fengelbrod; er ſandte ihnen ſpeiſe die fülle. Weish. 19,20. | 26 Er ließ wehen den oſtwind unter dem
himmel, und erregete durch feine ſtärke den
| und voͤgel wie fand am meer. d 28 Und fließ fie fallen unter ihr lager al⸗
15
SR: 1 1
ſudwind. 5 Se 0 | 2% Und ließ ſteiſch auf ſieregnen wie ſtaub,
lenthalben, da ſie wohneten. 4Moſ. 11,31. 29 Da aſſen ſie, und wurden allzuſatt,
erließ ſie ihre luft büſſen.
30 Da ſie nun ihre luſt gebuͤſſet hatten,
Und ſie noch davon aſſen.
31 Da kam der zorn Gottes uͤber ſie, und erwürgete die vornehmſten unter ihnen zu. ſchlug darnieder die beſten in Iſrael. 32 Aber uͤber das alles ſuͤndigten ſie noch
mehr, und glaͤubten nicht an feine, wunder. 33 Darum ließ er ſie dahin ſterben, daß ſie
2
9 1
Der 7s Pſalm. LE. nichts erlangten; und müßten ihr leben⸗ lang geplaget ſeyn.
34 Wenn er ſie erwuͤrgete, ſuchten ſte ihn, und kehreten ſich fruͤhe zu GOtt
39 Und gedachten, daß Gott ihr hort iſt, ; und Gott der Hoͤchſte ihr erloͤſer ift. ER 36 Und heuchelten ihm mit ihrem munde; und logen ihm mit ihrer zunge. | 37 Aber ihr herz war nicht veſte an ihm; und hielten nicht treulich an ſeinem bunde. 38 Er aber war barmherzig, und vergab at, und vertilgte fie nicht; und
t feinen zorn ab, und ließ nicht ſeinen ganzen zorn gehen.
39 Denn er gedachte, daß ſle fleiſch find, | ein wind der dahin faͤhret, und Bien wie⸗ |
—
der kommt. 40 Sie erzuͤrneten ihn gar oft in der wuͤ⸗ | ften, und entruͤſteten ihn in der einde. 41 Sie verſuchten GOtt immer wieder, und meiſterten den heiligen in Iſrgel. 42 Sie gedachten nicht an ſeine hand des tages, da er ſie erloͤſete von den feinden. 43 Wie er denn ſeine zeichen in Egypten gethan hatte, und ſeinef wunder im lande Zoan. „ v1 44 Da er ihr waſſer in blut wandelte, daß ſie ihre baͤche nicht trinken konten. 47
* u: in"
Der 78 Palm.
und ihre ſaat den heuſchrecken.
47 Da er ihre weinſtoͤcke mit hagel ſchlug,
und ihre maulbeerbaͤume mit ſchloſſen.
48 Da er ihr vieh ſchlug mit hagel, und
ihre heerde mit ſtrahlen.
49 Da er boͤſe engel unter ſie ſandte in ſeinem grimmigen zorn, und ließ ſie to⸗ ben und wuͤten, und leide thun. |
so Da er ſeinen zorn ließ fortgehen, und ihrer ſeelen vor dem tode nicht verſchonete; und ließ ihr vieh an der peſtilenz ſterben. 51 Da er alle erſtgeburt in Egypten ſchlug,
die erſten erben in den huͤtten Ham. 92 Und ließ fein volk ausziehen wie ſchaafe,
und führete ſie wie eine heerde in der wuͤſten.
53 Und er leitete ſie ſicher, daß ſie ſich nicht
N ſhochtete, aber ihre feinde bedeckte das meer.
54 Und brachte ſie in ſeine heilige grenze;
zu dieſem berge den feine rechte erworbe hat.
5 Und vertrieb vor ihnen her die voͤlker,
und ließ ihnen das erbe austheilen, und ließ
in jener huͤtten die ſtaͤmme Iſrael wohnen.
Is Aber fie verſuchten und erzuͤrneten Gon den Hoͤchſten; und hielten ſeine zeugniſſe nicht. 57 Und
| es Va, 1 * 4
45 Da er ungeziefer unter ſie ſchickete Die fe fraſſen, und kröten die ſie verderbeten. 46 Und gab ihr gewaͤchſe den raupen,
— —
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13 . A * * Nu u * ar Ä %
I Der 28 Pſfalm. Ta 57 Und fielen zuruͤck, und verachteten
alles, wie ihre vaͤter; und hielten nicht,F gleich wie ein loſer bogen. Ho, 16. j 58 Und erzürneten ihn mit ihren hoͤhen; und reizeten ihn mit ihren sogen. 99 Und da das Gott hoͤrete, entbrannte er; und verwarf Iſrael ſehr. | 60 Daß er feine wohnung zu Silo ließ fahren, die huͤtte, da er unter menſchen wohnete. Er 61 Und gab ihre macht ins gefaͤngniß; 1 und ihre herrlichkeit in diehand des feindes. | 62 Und übergab fein volk ins ſchwerdt, und entbrannte uͤber ſein erbe, | 63 Ihre junge mannſchaft fraß das feuer; und ihre jungfrauen mußten ungefreyet ö |
bleiben. 64. Ihre fprieſter fielen durchs ſchwerdt; und waren keine witwen, die da weinen ſolten. Sam. 22, 17. ſeg. 65 Und der f HERR erwachte wie ein ſchlafender, wie ein ſtarker ee der vom wein kommt. F Matt. 8, 24. 66 Und ſchlug ſeine feinde im hintern; und haͤngte ihnen eine ewige ſchande an. 67 Und verwarf die huͤtte Joſephs; und erwehlte nicht den ſtamm Ephraim. 8 Sondern erwehlte den ſtamm Juda;
.
re 2, a 9 N ei * W 1 A. NS /
1 Der 79 Pſalm
hei berg Zion, weichen er Tiebere.
69 Und bauete fein heiligthum hoch, wie | 5 and, das ewiglich veſt ſtehen ſoll.
| 79 Und erwehlete feinen Fneht: David, | und nahm ihn von den ſchaafſtaͤllen.
7 Von den fängenden e holete er
N
ihn, daß er fein volk Jacob weiden ſolte, und fein erbe Iſtael.
72 Und er wendete ſie auch mit aller treue; 5 und regierete ſie mit allem fleiß.
5 Der 79 Palm.
Gebet wider die Feinde der Wahrhett. 1 Ein pfalm Aſſaph. ER, es find heiden in dein be ge⸗
c
0 mid und aus Jeruſalem ein?“ haufen gemacht. | 2 Sie haben die leichname deiner knechte den voͤgeln unter dem himmel zu freſſen ge⸗ geben; und das fleiſch deiner heiligen den thieren im lande.
3 Sie haben blut vergoſſen um Jeru⸗
4 Wir * find unſern nachbarn eine
0 DE wie lauge wilt du ſo gar zuͤrnen?
fallen, die haben deinen heiligen tem⸗
Palm her, wie waſſer; een niemand der begrub. e Mace ;
sehwach worden, ein ſpott und hohn denen, RR um uns find. * Pf. 44% 4.
—
u 4 5 ) |
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. Der 79 Pfalm. 137 und deinen eifer wie feuer brennen Jaſſen? 6 Schuͤtte deinen grimm auf die heiden, die dich nicht kennen; und auf die koͤnig⸗ reiche, die deinen namen nicht anrufen.
(X.
7 Denn fie haben Jacob aufgefreſſen; und feine haͤuſer verwuͤſtet. |
8 *Gedenke nicht unferer vorigen miſſe⸗ that, erbarme dich unſer bald, denn wir ö ſind faſt duͤnne worden. Pf „„
9 Hilf du uns, Gott, unſer helfer, um deines namens ehre willen; errette uns, und vergib uns unſere ſuͤnde, um deines namens willen. ig
10 Warum laͤſſeſt du die heiden ſagen; Wo iſt unn ihr GOTT? Laß unter den heiden vor unſern augen kund werden, die rache des bluts deiner knechte, das vergoſ— ſen iſt.
II Laß vor dich kommen das ſeufzen den gefangenen! Nach deinem groſem arm be⸗ halte die kinder des todes. 94
12 Und vergilt unſern nachbarn ſiebenfaͤl⸗ tig in ihren buſen ihre ſchmach, damit ſie dich, HErr, geſchmaͤhet haben.
13 Wir aber dein volk und ſchaafe dei⸗ A ner weide, danken dir ewiglich, und ver⸗ kundigen deinen ruhm für und für, u
Der da p Laim, Ra
ve, Ri 2 g
138 Der 80 Pſalm. Seber um Trhaltung des geißlichen Weinberges I Ein pfalm Aſſaph von den ſpanroſen,
. |
Ju hirte Iſrael, höre der du Joſeph biz teft wie der fihanfe ; erſcheine, der FDu ſitzeſt uͤber cherubim. 11 Sam. 4,4
3 Erwecke deine gewalt, der du vor Ephra⸗ im, Benjamin und Manaſſe biſt, und komme uns zu huͤlfe. | 4 Gott, troͤſte uns, und laß leuchten dein antlitz, ſo geneſen wir.
| N HERR, Gott Zebaoth, wielange wilt a du zuͤrnen über dem gebet deines volks?
6 Du ſpeiſeſt ſie mit thraͤnen⸗brod, und i trankeſt ſie mit groſem maas voll thraͤnen. 7 Du ſetzeſt uns unſern nachbaren zum zank; und unſere feinde ſpotten unſerer.
8GStt Zebaoth, troͤſte uns: Laß leuchten dein antlitz, ſo geneſen wir.
9 Du haſt einen weinſtock aus Egyten geholet, und haſt vertrieben die heiden, und denſelben gepflanzet.
10 Du haſt vor ihm die bahn gemacht, und haſt ihn laſſen einwurzeln, daß er “
land erfuͤllet hat,
a 11 Berge ſind mit feinem ſchatten bedeckt,
unnd mit feinen reben die cedern Gottes.
SE 12 Du haſt fein gewaͤchs ug bis |
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14 „ eee 0
Der 80 und 81 Pſalm. 139 ans meer, und feine zweige bis ans Wwaſſer. 13 Warum haſt du denn ſeinen zaun zer⸗ 1 brochen, daß ihn f zerreiſſet alles das vor über gehet. | TPM. 85, 42.
14 Es haben ihn zerwuͤhlet die wilde ſaͤue; und die wilden thiere haben ihn verderbet.
1 Gott Zebaoth, wende dich doch, ſchaue vom himmel, und ſiehe an und ſu⸗ che heim dieſen weinſtock. i
16 Und halte ihn im bau, fden deine rech⸗ te gepflanzet hat, und den du dir veſtiglich erwehlet haſt. ee Pe
17 Siehe drein und ſchilt, daß des bren⸗ nens und reiſſens ein ende werde.
18 Dein hand ſchuͤtze das volk deiner rechten, und die leute, die du dirveſtiglich er⸗ wehlet haſt. 5 AT
19 So wollen wir nicht von dir weichen; laß uns leben, ſo wollen wir deinen namen anrufen. Et 20 HERR, Gott Zebaoth, tröfte uns; laß dein antlitz leuchten, ſo geneſen wir.
a Der 81 Pfalm⸗ | Aufmunterung zur Buſſe und Dankbarkeit, J
1 Auf der Githith vorzuſingen, Aſſaph.
Cu froͤlich GOtte, der unſere ſtaͤrke iſt; iauchzet dem GOtt agb 3 Nehmet die pfalmen, und gebe her die
—
go Der gr Palm
wem feſte der laubrüſte.
ter Joſeph, da fie aus Egyptenland zogen | und fremde fprache gehoͤret hatten. |
panten, liebliche n mit pfaltern. 4 Blaſet im neumonden die pofaunen, in
„Denn foſches iſt eine weiſe in Ifracl, m ein recht des Gottes Jacob. 6 Solches hat er zum zeugniß geſetzet un⸗
7 Da ich ihre ſchultern von der laſt ent⸗ lediget hatte; und ihre haͤnde der toͤpfen
9 Da du »mich in der noth anriefeſt, half
laß wurden. 1 \ 5
1 und du keinen fremden gott anbeteſt.
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ich dir aus; und erhoͤrete dich, da dich das wetter uͤberfiel; und verſuchte dich am ha⸗ ö derwaſſer, Sela. 4 Moſ. 1 ꝛc. 99 Mere mein volk ich will unter dir zeu⸗ gen: Iſrael, d du ſolt mich hoͤren. 10 Daß unter dir kein ander GOtt ſey;
11 Ich* bin der HER, dein Gott, der dich aus Egyptenland geführet hat; thue deinen mund weit auf, laß mich ihn len. di Mose 5
12 Aber mein volk gehorchet nicht meiner ſtimme; und Iſrael will mein nicht 13 So habe ch fie fgelaſſen in ihres her⸗ zens dc ſie wandeln nach ihrem RE + all 14, 16; Nom. 1, 2A.
3
al Tr, . 1
- u.
Der gr und 82 Pfalm. 7 14 Wolte mein volk mir gehsrſam ſeyhn, und Iſrael auf meinem wege gehen So wolte ich ihre feinde bald daͤmpfen, und meine hand uͤber ihre widerwaͤrtigen wenden. | di 16 Und die den HERRN haſſen, müßten an ihm fehlen; ihre zeit aber würde ewig⸗ lich waͤhren. | 17 Und ich würde fie mit f dem beſten weizen ſpeiſen, und mit honig aus dem fel⸗ ſen ſaͤttigen. 1 Pf. 147, 14. er 82 fan. | Vom Stand und Amt der weltlichen Obrigkeit, 1 Ein pfalm Aſſaph. ö HD ſtehet in der gemeine Gottes, und —iſt richter unter f den goͤttern. fo. 6. 2 Wie lange wollet ihr unrecht richten, und *oie perſon der gottloſen vorziehen? Sela. | * Moſ. 1. 3 Schaffet* recht dem armen und dem waͤyſen; und fhelfet dem elenden und düͤrf⸗ tigen zum recht. *Eſ. 1,17 fPſ. 4775. 4 Er rettet den geringen und armen; und erloͤſet ihn aus der goftlofen gewalt. 90 Aber ſie ſlaſſen ihnen nicht ſagen, und achtens nicht; ſie gehen immer hin im finſtern; darum mäffen alle grundveſte des landes fallen. Pf. 2,10. P.. 22, 28. 49
.
2
U
{ HEISE: * * 1 ; 142 Der 82 und 83 Pſalm. | | Ich häbe wohl geſagt: Ihr ſeyd goͤtter, und allzumal kinder des Hoͤchſten. 7 Aber ihr werdet ſterben, wie menſchen; und wie ein tyrann zu grunde gehen. 8 Gott, mache dich auf, und richte das land; denn + du biſt erbherr über alle hei⸗ | den F Pf. 2 8. ua, Der 83 Plaim. N Gebet um Zuͤlfe wider die feind der Birche. 1 Ein pfalmiied Aſſaph. | 4 DEE, * ſchweige doch nicht alſo, und ſey O doch nicht ſo ſtille; Gott, halte doch nicht ſo inne. * Pſ. 28, I.
3 Denn ſiehe, deine feinde toben; und die dich haſſen richten den kopf auf- 4 Sie machen liſtige anſchlaͤge wider dein volk, und rathſchlagen wider deine verborgene. 1 5 1 | F Wohl her, ſprechen fie, laſſet uns ſie ausrotten, daß fie kein volk ſeyn; daß des namens Iſrael nicht mehr gedacht werde.
6 Denn ſie haben ſich mit einander ver⸗
einiget, und einen bund wider dich gemacht.
= |
7 Die hätten der Edomiter und Iſmae⸗
A 3 5 . . 4 .
| Der 83 und 84 Pſalm. 143 und helfen den kindern Loth, Sela.
10 Thue ihnen wie den Midianitern, wie Siſſera, wie Jabin am bach Kiſon. 11 Die vertilget worden bey Endor; und wurden zu koth auf erden. 46 12 Mach ihre fuͤrſten wie Oreb und Seeb; alle ihre oberſten wie Seba und Zalmuna. 13 Die da ſagen: Wir wollen die fhaͤuſer Gottes einnehmen. +Pſ. 74, 8.
14 Gott, mache ſie wie einen wirbel, wie ſtoppeln vor dem winde. n 15 Wie ein feuer den wald verbrennet, und wie eine flamme die berge anzuͤndet.
16 Alſo verfolge ſie mit deinem wetter; und erſchrecke fie mit deinem ungewitter. 17 Mache ihre angeſichte voll ſchande, daß ſie nach deinem namen fragen muͤſſen.
18 * Schaͤmen muͤſſen fie ſich und er ſchrecken immer mehr und mehr; und zu ſchanden werden, und umkomen. Pf. 6,11. 19 So werden ſie erkennen, daß du mit deinem namen heiſſeſt *HErr alleine, und der Hoͤchſte in aller welt. „ 2 Moſ, 14,3.
Der 84 Pfaim. RE
Vom verlangen nach den göttlichen Wohnungen,
ı Ein pſalm der kinder Korah, auf der
W Githith vorzuſingen. Die lieblich find deine wohnungen,
#
Ya Der d Palm. Herr Zebgoth! 55 | 3 Meine! ſeele verlanget und ſehnet fo 5 nach den vorhoͤfen des HERR; mein leib und ſeele freuen ſich in dem lebendi⸗ gen GOtt. Pf. 26, 6. 7. Pf. 27% 4. | 105 Denn der vogel hat ein haus funden, und die ſchwalbe ihr neſt, da ſie junge hecken; nemlich deine altaͤre, HERR Zebaoth, mein koͤnig und mein GOtt. | I Wohl denen die in deinem hauſe woh⸗ N
nen, die loben dich immerdar, Sela. 6 Wohl den menſchen, die dich für ihre ſtaͤrke halten, und von herzen dir nach⸗ wandeln. 5 Pf. 18,2. 0
—
5 Die durch das jammerthal gehen, un machen daſelbſt brunnen; und die lehrer werden mit viel ſegen geſchmuͤckt.
8 Sie erhalten einen ſieg nach dem an⸗ dern, daß man ſehen muß, der rechte GOtt ſey zu Zion. a
9 HERE, Gott. Zebaoth, | hoͤre mein g ge⸗ bet vernimms, GOtt Jacob, Sela. j
10 GOtt, unſer ſchild, ſchaue doch, ſiehe an das reich Aesch eten KT F 11 Denn ein tag in deinen vorhoͤfen i ö beſſer, denn ſonſt tauſend. Ich will lieber der thuͤr huͤten in meines Gottes hau J
fe, denn lange woh nen in der A 5
Der 78 Pſalm TR huͤtten. 77 12 Denn GoOtt, der HERR, iſt ſonne und ſchild; der HERR gibt guade und ehre, er „wird kein gutes mangeln laſſen den frommen. * Pf. 23, 1. Pf. 34, 11. 13 HERR Zebaoth, „wohl dem menſchen der ſich auf dich verlaͤßt. Bi MER
Der ss Palm.
Gebet um Gottes Suͤlfe und Wohlfahrt aller Stände, ' ı Ein pfaim der kinder Korah, vorzu⸗ ſingen. K der du biſt bormals gnaͤdig ge⸗ weſt deinem OR und haft die gefan⸗ genen Jacobs erloͤſet. 3 Der du die miſſethat vormals verge⸗ 3 ben haft deinem volk, und * alle ihre fünde bedecket, Sela. * Pf. 32. 1. 4 Der du vormals haft allen deinen zorn | aufgehaben, und dich gewendet von dem grimm deines zorns. 5 Troͤſte uns, Gott, unſer heiland, und laß ab von deiner ungnade uͤber uns. | 6 Milft* du denn ewiglich über uns zuͤr⸗ nen; und deinen zorn gehen laſſen immer für und fuͤr? Pf.. 77, 8. Pf. 79%. 7 Wiſſt du uns denn nicht wieder er
| NE daß ſich dein volk über dir freuen moͤge? bi Di
146 Der 86 und 86 Pfalm.
3 HERR, erzeige Uns dei gnade, and hilf uns.
9 Ach daß ich hören ſolte, daß Gott der HeErr redete; daß er friede zuſagte ſei⸗ nem volk und ſeinen heiligen, auf daß ſie nicht auf eine thorheit gerathen.
10 Doch iſt ja * feine huͤlfe nahe denen
die ihn fuͤrchten, daß in unſerm lande eh⸗ re wohne. * Pf. 145, 18. 19. 11 Daß guͤte und treue einander begeg⸗
nen; gerechtigkeit und friede ſich kuͤſſen.
12 Daß treue auf der erde wachſe: und gerechtigkeit vom himmel ſchaue. 13 Daß uns auch der HERR gutes thue; damit unſer land ſein gewaͤchs gebe. 14 Daß gerechtigkeit dennoch vor N bleibe, und im ſchwange gehe. | |
Der 86 Pfalm. | Davids en Bitte. BIS
x Ein gebet Davids.
ER, neige deine ohren, und Ah dke N
mich; denn ich bin elend und arm. | 2 Bewahre meine ſeele, denn ich bin hei⸗ lig; hilf Du, mein Gott, deinem ie der ſich verlaͤſſet guf dich. 3 * HERR, ſey mir gnädig; denn ich ru⸗ fe taglich zu dir. * Pf. 6,3. Pf, / 14. ee die ſeele deines knechts; denn
* Der gs Pfalm. 147 nach dir, HERR, verlanget mic.
s Denn du, Herr, biſt gut und gnaͤ .
85 von groſer güte, allen, die dich anru⸗ en. . n
6 Vernimm, HER, mein gebet, und merke auf die ſtimme meines flehens. 7*„In der noth rufe ich dich an: du wol⸗ leſt mich erhoͤren. Pf. 50, 15. Pf. 77/3. 8 HeErr, es iſt dir keiner gleich unter den goͤttern; u. iſt niemand, der thun kan wie du.
9 Alle heiden, die du gemacht haſt, werden kommen, und vor dir anbeten, HErr, und
deinen namen ehren. | | 10 Daß Du fo groß biſt, und wunder thuſt und allein GOtt biſt. 11 JWeiſe mir, HER, deinen weg, daß ich wandele in deiner wahrheit; erhalte mein herz bey dem einigen, daß ich deinen namen fuͤrchte. Pf. 139,24. 12 Ich *dankedir HERR, mein Gott,
von ganzem herzen, und ehre deinen namen
ewiglich. che * Pf. 9, 2.
13 Denn deine guͤte iſt groß uͤber mich,
und haſt meine ſeele ſerrettet aus der tiefen höllen. a Laune, TDE 30, 4. 14 Gott, es ſetzen ſich die »ſtolzen wider
mich, und der haufe der tyrannen ſtehet * Wien mir
—
Der 87 Pfalm. mir nach Meiner ele d haben d se
vor augen.
n
p e |
15 Du, aber HERR Gott, *bift 0
herzig und gnaͤdig, gedultig und von grofer gute und treue. 2 Moſ. 34, 6. ıc. 16 Wende dich zu mir, ſey mir gnaͤdig; ſtaͤrke deinen knecht mit deiner macht, und hilf dem ſohn deiner magd. | 17 Thue en zeichen an mir, daß mirs
wohl gehe; daß es ſehen die mich haſſen,
Und ſich fil a muͤſſ en, d daß du mir bey⸗
ſteheſt, HERR, und tröfteft mich.
Der 87 Pfalm Von der chriſtlichen Kirche unter dem he N bild des irrdiſchen Jerufalems,
I Ein pſalmlied der kinder Korah.
. iſt veſt gegründet auf den heiligen
r ur
bergen. | 2 Der HENN liebet die thore Zion, uͤ⸗ ber alle wohnungen Jacob. | | 3 Herrliche dinge werden in dir gepre⸗ diget, du ſtadt Gottes, Sela. 24 Ich will predigen laſſen * Nahab und Babel, daß ſie mich kennen ſollen; fiehe, die Philister und 2 Tyrer, ſamt den Nohrn, wer⸗ den daſelbſt geboren + Pf. 89% 12% s Man wird zu Zion ſagen, daß allerley leute ee werden und daß Er,
Der 88 Pſfſalm. 149 der Hoͤchſte ſie baue. i 6 Der HERN wird predigen laſſen in allerley ſprachen, daß derer etliche auch da⸗ ſelbſt geboren werden, Sela. 4 7 Und die fänger wie am reigen, werden 4 alle in dir fingen eins ums ander. 1 0 Der 88 DPfalm. Gebet in ſchwerer Anfechtung. Ä | Ein pſalmlied der kinder, Korah vorzu⸗ ſingen, von der ſchwachheit der elenden. 1 Eine unterweiſung Heman, des Eſrahiten. 0 ER R Gott, mein heiland, ich ſchreyhe tag und nacht vor dir. 3 Laß mein gebet vor dich kommen; neige deine ohren zu meinem geſchreyv. 0 4 Denn meine ſeele iſt voll jammers, und mein leben iſt nahe bey der hoͤlle. I Ich bin geachtet gleich denen, die zur hoͤlle fahren, Ich bin wie ein mann, der keine huͤlfe hat. | 0 6 Ich liege unter den todten verlaſſen, wie die erſchlagenen die im grabe liegen, derer du nicht mehr gedenkeſt, und ſie von deiner hand abgeſondert ſind. N 7 Duhaſt mich in die grube hinunter ge⸗ leget, ins finſterniß und in die tiefe. 8 Dein grimm druͤcket mich, und draͤngeſt mich mit allen deinen fluthen, Sela.
Der 88 Pſalm. 9 Meine freun de haſt du ferne von mir ges thanz du haſt mich ihnen zum greuel gemacht; ich liege gefangen, u. kan nicht aus kommen. 10 Meine geſtalt iſt jaͤmmerlich vor elend; HER R, ich rufe dich an täglich, ich breite meine haͤnde aus zu zu dir. 8 11 Wirſt du denn unter den todten wun⸗ der thun: Oder werden die verſtorbenen aufſtehen und dir danken? Sela. 12 Wird man in graͤbern erzehlen deine glite, und deine treue im verderben? 13 Mögen denn deine wunder in finſter⸗ niß erkannt werden? oder deine gerechtig⸗ keit im lande, da man nichts gedenket? 14 Aber ich ſchreye zu dir, HERR, und mein gebet kommt fruͤhe vor dich. ö is Warum verſtoͤſſeſt du, HErr, meine
ſeele, und verbirgeſt dein antlitz vor mir? 16 Ich bin elend und ohnmaͤchtig, daß ich ſo verſtoſſen bin: ich leide dein ſchre⸗
cken, daß ich ſchier verzage.
17 Dein grimm gehet über mich; dein
ſchrecken druͤcket mich.
18 Sie umgeben mich taͤglich wie waſſer,
und umringen mich mit einander.
19 Du macheſt, daß meine freunde und naͤchſten und meine verwandten ſich ferne
von mir thun, um ſolches elendes willen.
gen mit meinemmunde für und für. 3 Und fage alſo: Daß eine ewige gnade
7 T) ¼⁵—wnFʃʃuñʃ ̃—un; ß
heit treulich halten himmel.
4 Ich fhabe einen bund gemacht mit mei⸗ nem auserwehlten; ich habe David, mei⸗
nem knecht, geſchworen. 2 Sam. 7,12 Ich will dir ewiglich ſaamen erschaffen
und deinen ſtuhl bauen fuͤr und für, Sela. 6 Und die himmel werden, HeErr, dei⸗
ne wunder preiſen, und deine wahrheit in
der gemeine der heiligen.
7 Denn wer mag in den wolken dem ' Hrn gleich gelten? Und gleich ſeyn unter
den kindern der goͤtter dem HErrn?
8 Gott iſt faſt maͤchtig in der verſamm⸗ lung der heiligen, und wunderbarlich über
alle, die um ihn ſind.
9 HErr, Gott Zebaoth, wer *ift wie
du, ein mächtiger GOtt? Und deine wahr⸗ heit iſt um dich her. * Pf. 77, 14. „10 Duf herrſcheſt uͤber das ungeſtümme
meer; Du ſtilleſt ſeine wellen, wenn ſie ſich |
Der 89 Pſalm. 191
on dem effta und feinem Rah.
1Eine unterweiſung Ethan, * des Esra⸗
hiten. * Pf. 1
Sch will ſingen von der gnade des HErrn a ewiglich, und ſeine wahrheit verkündi⸗
wird aufgehen; und du wirſt deine wahr⸗ |
‚152 Der 99 Pfalm. erheben. F Matt. 8, 26. 11 Du ſchlaͤgeſt Rahab zu tode: Du zer⸗
ſtreueſt deine feinde, mit deinem ſtarken arm.
12 Himmel und erde iſt dein; du haft ge⸗ gründet den erdboden, und was drinen iſt.
13 Mitternacht und mittag haſt Du ge⸗ ſchaffen, Thabor und Hermon jauchzen in deinem namen.
14 Du haſt einen gewaltigen arm; ; ſtark iſt deine hand, und hoch iſt deine rechte.
15 Gerechtigkeit * und gericht iſt deines ſtuhls veſtung, gnade und wahrheit ſind vor deinem angeſicht. P. 97 ie,
16 Wohl dem volk, das jauchzen kan; Herr, fie werden im licht deines antlitzes wandeln.
17 Sie werden uͤber deinen namen taͤglich froͤlich ſeyn, und in deiner Hekeche ent herrlich ſeyn.
18 Denn du biſt der ruhm ihrer ſtaͤrke; und durch deine gnade wirſt du unſer horn erhöhen.
19 Denn der Herr, iſt unfer ſchild, und | der Heilige in Iſrael ift unfer koͤnig.
20 Dazumal redeteſt du im geſicht zu dei nem heiligen, und ſpracheſt: Ich habe einen held erwecket, der helfen ſoll; ich habe erhͤ⸗ het einen en aus dem volk. |
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21 Ich habe funden meinen knecht David;
daͤmpfen.
24 Sondern ich | will feine widerſacher
ſchlagen vor ihm her, und die ihn haſſen, will ich plagen. d
25 Aber meine wahrheit und gnade ſoll
bey ihm ſeyn; und ſein horn ſoll in meinem namen erhaben werden. FRE AR, 26 Ich will feine f hand ins meerftellen, und feine rechte in die waſſer. f Pſ. 72, 8. 27 Er wird *mich nennen alſo: Du biſt mein vater, mein GOtt und hort, der mir hilft. Sam. % i. e. 28 Und ich will ihn zum erſten ſohn ma⸗ chen, allerhoͤch ſt unter den koͤnigen auf erde. 29 Ich will ihn ewiglich behalten, meine gnadez und mein bund ſoll ihm veſte bleiben. 30 Ich will ihm ewiglich ſaamen geben, und ſeinen ſtuhl, ſo lange der himmel waͤhret, erhalten. | 31 Wo aber feine Finder mein gefeß ver; laſſen, und in meinen rechten nicht wandlen. 32 So ſie meine ordnungen entheiligen,
Der 89 Palm. 3
ich habe ihn geſalbet mit meinem heiligen öl. 22 Meine » hand ſoll ihn erhalten; und Hi mein arm ſoll ihn ſtaͤrken. *Ef. 41, 10. 23 Die feinde ſollen ihn nicht überwaͤl⸗ tigen; und die ungerechten ſollen ihn nicht
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und meine gebote nicht halten.
33 So will ich ihre ſuͤnde mit der ruthe
heimſuchen, und ihre miſſethat mit plagen. 34 Aber »meine gnade will ich nicht von
ihm wenden; und meine wahrheit nicht
laſſen fehlen. * Ef. F4, 10.
35 Ich will meinen bund nicht entheili⸗
gen; und nicht aͤndern, was aus meinem
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munde gegangen iſt. a * 36 Ich habe einſt geſchworen bey meiner
heiligkeit: Ich will David nicht luͤgen.
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37 Sein ſaame ſoll ewig ſeyn, und ſein
ſtuhl vor mir, wie die ſonne.
38 Wie der mond ſoll er ewiglich erhal⸗ ten ſeyn, und gleich wie der zeuge f in den wolken gewiß ſeyn, Sela. 1Moſ 9% 3. 39 Aber nun verſtoͤſſeſt Du, und verwir⸗ feſt und zuͤrneſt ait deinem geſalbten. 40 Du verſtoͤreſt den bund deines knechts,
und teitteſt ſeine krone zu boden.
a1 Du zerreiſſeſt alle feine mauren; und
laͤſſeſt ſeine veſten zerbrechen.
42 Es rauben ihn alle, die voruͤber gehen; er iſt feinen nachbarn ein ſpott worden. 43 Du erhoͤheſt die rechte feiner widerwaͤr⸗ tigen, und erfreueſt alle feine feindee 44 Auch haſt du die kraft ſeines ſchwerdts
0 1
*
Der 89 Pſalm.
wegenommen; und laͤſſeſt ihn nicht ſtegen N:
im ſtreit.
45 Du zerfiöreft ſeine reinigkeit, und wir⸗
feſt ſeinen ſtuhl zu boden.
46 Du verkuͤrzeſt die zeit ſeiner jugend; 9
und bedeckeſt ihn mit hohn, Sela.
47 HERR, f wie lange wilt du dich ſo gar verbergen, und deinen grimm wie feu⸗ er brennen laſſen? 1 Pf. 77% 8. 48 Gedenke, wie f kurz mein leben iſt, 1
warum wilſt du alle menſchen umſonſt ge⸗ ſchaffen haben? T Pſ. 90, 9. 10.
49 Wo iſt jemand, der da lebet, und den
tod nicht ſehe? der ſeine ſeele errette aus der hoͤllen hand, Sela. | so HERRN, wo iſt deine vorige gnade, die du David geſchworen haſt in deiner wahrheit? | | 5 Gedenke, HErr, an die ſchmach deis ner knechte, die ich trage in meinem ſchooß, von ſo vielen voͤlkern allen. e 72 Damit t dich, HEMER, deine feinde
ſchmaͤhen; damit ſie ſchmaͤhen die fußftape
fen deines geſalbten. + Pf. 79, 12. 53 f Gelobet ſey der HErr ewiglich, Ar
u...
= | talm; RT HT Von des menſchlichen Lebens Sinfuͤlligkent, a *
. L. g
men, Amen. Pf. 40, 17. PI. 41/14
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* 175 Der 90 Pſalm.
1 Ein gebet Moſe, des mannes Gottes. Err Gott, Du biſt unſere zuflucht fuͤr und für. Ehe dennf die berge worden,
und die erde, und die welt geſchaffen wurde, biſt Du, Gott, von ee au ae | 1Spr. 8, 25. Eſ. 4 N
3 Der du die menſchen ſaſeſt ſterben, |
und ſprichſt: Kommet wieder, menſchen⸗
| kinder!
4 Denn ftauſend jahr find vor dir wie der tag, der geſtern vergangen iſt, und wie ei⸗
ne nachtwache. 42 Pet. 3. 8.
Du laͤſſeſt fie dahin fahren wie einen. ſtrohm, und ſind wie ein ſchlaf; gleichwie ein gras, das doch bald welk wird. | 6 Das da frühe bluͤhet, und bald welk wird, und des abends abgehauen wird, und
verdorret.
7 Das machet dein zorn, daß wir ſo ver⸗ gehen; und dein grimm, daß wir ſo ploͤtzlich dahin müſſen. 1 Pf. 76,8.
8 Denn unſere miſſethat ſtelleſt du vor Dich z unſere unerkante fünde ins licht vor deinem angeſicht. Pf. 51 11.
9 Darum fahren alle unſere tage dahin durch deinen zorn; wir dae unſere jahre
zu, wie ein geſchwaͤtz. Pf. 89, 48.
10 Unſer leben waͤhret ſtedenzig jahr, und
2 3 1
....Detgo und or Palm. 157 wanns hoch komt, fo finds achzig jahr; und wennskoͤſtlich geweſen iſt, ſo iſt es muͤhe und arbeit geweſen; denn es faͤhret ſchnell dahin, als floͤgen wir davon. |
11 Wer gläubets aber, daß du fo ſehr
züͤrneſt: Und wer fuͤrchtet ſich vor ſolchem deinem grimm? | 12 Lehre uns bedenken, daß wir ſterben muͤſſen, auf daß wir klug werden.
13 HER, kehre dich doch wieder zu uns, und ſey deinen knechten gnaͤdig.
14 Fulle uns frühe mit deiner gnade; fo
wollen wir ruͤhmen und froͤlich ſeyn unſer lebenlang.
15 Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns ſo lange plageſt, nachdem wir ſo lange ungluͤck leiden. | | 16 Zeige deinen knechten deine werke, und deine ehre ihren kindern.
17 Und der HERR, unſer GOtt, ſey uns freundlich, und foͤrdere das werk unſerer handen bey uns; ja das werk unſerer haͤn⸗ den wolle er fördern. Der 91 Pſalm.
- Troſt in ſterbens⸗gefahr.
Wer unter dem ſchirm des Höchften ſitzet, und unter dem ſchatten des Allmaͤch⸗ tigen bleibet: 2 Der
8 Ja du f wirſt mit deinen augen deine luſt ſehen, und ſchauen, wie es den gottlo⸗ ſen vergolten wird. t Pf. 92, 12 9 Denn der HERR ift deine zuverſicht; der Hoͤchſte iſt deine zufluchtt. 10 Es wird dir kein uͤbels begegnen, und Bar plage wird zu deiner hätten ſich na⸗ en. ener een. an ; 11 Denn *er hat ſeinen engeln befohlen fiber dir, daß ſie dich behuͤten auf allen dei⸗ nen wegen, Pf. 34, 8. Matt. 4, 6
Der 91 und 92 Pſalm 19 ie dich auf den handen” ragen,
Da
und du deinen fuß nicht an einen ſtein ſtoͤſ⸗ e * Pf. 121, 3. Er Auf den löwen und » oftern wirſt du
gehen, und kreten auf den jungen löwen
und drachen. * Marc. 16,18. 14 Er *begebret mein, fo will ich ihm aus⸗ helfen. Er kennet meinen namen, darum will ich ihn ſchuͤtzen. *Eſ. 67/4. 1 Er rufet mich an, fo will ich ihn erhö⸗ ren, ich bin bey ihm in der noth z ich will ihn heraus reiſſen, und zu ehren machen.
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16 Ich will ihn ſaͤttigen mit langem leben, *
u wi ihm zel gen mein heil. Der 92 Pfaſm . Sit ſoll man loben, und warum, I Ein pfalmtied auf den ſapbathtag. Nas *iſt ein koͤſtlich ding, dem HErrn danken, und lobſingen Deinem 3
du Hoͤchſter. DT.
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3 Des morgens deine gnade, und des
nachle deine wahrheit verfündigen, |
4 Auf den zehen ſaͤtten und »lalter; mit ſpielen auf der harfen.
5 Denn, HERR! Du laͤſſeſt mich frö⸗ lich ſingen von deinen werken, und ich rüh⸗ ne die geſchaͤft deiner haͤnde. |
6 HErr!
5 ur
81 60 Der? Pfalmwm 6 Her! Wie find deine werke ſo groß! deine gedanken ſind ſo ſehr tief.
Ein thoͤrichter glaubt das nicht, und ein narr achtet ſolches nicht. 8 Die gottloſen gruͤnen wie das gras, und die uͤbelthaͤter blühen alle, bis ſie vertilget werden immer und ewiglich.
9 Aber f du, HERK, bift der Hoͤchſte,
| 10 bleibeſt ewiglich. [Pſ.97½9. 10 Denn ſiehe deine feinde HER, ſiehe, deine feinde werden umkommen, und alle uͤbelthaͤter muͤſſen zerſtreuet werden. 11 Aber mein fhorn wird erhoͤhet werden wie eines einhorns; und werde geſalbet
mit friſchem oͤle. Pf. 89, 18. 27. 12 Und mein f auge wird ſeine luſt ſehen
an meinen feinden, und mein ohr wird ſei⸗
ne luſt hoͤren an den boshaftigen, die ſich wi⸗
der mich ſetzen. Pf. 91. 18. 13 Der * gerechte wird grünen wie ein palmbaum; er wird wachſen wie ein ceder auf Libanon. Pf. 52, 10. Spr. 11, 28.
14 * Die gepflanzet ſind in dem hauſe des
HER RN, werden in den vorhöfen, unſers Gottes gruͤnen. * Eſ. 61 3. 15 Und wenn fü e gleich alt werden, * mer? den fie dennoch 0 fruchtbar und friſch
6 1 Pf. 1 16 Daß
Der 93 und 94 Pfalm. 161 16. Daß ſie verkuͤndigen, daß der HE fo * fromm iſt, mein hort, und iſt kein un⸗ recht an ihm. * Moſ. 32, 4. er 93 Pſalm. | Weiſſagung von Chriſto und feinem Reich. Der Herr iſt koͤnig und herrlich ger ſchmuͤckt; der HErr iſt geſchmuͤckt und | hat ein reich angefangen, fo weit die welt iſt, und zugerichtet, daß es bleiben ſoll. | 2 Bon dem an ſtehet dein ſtuhl veſt; du biſt ewig. | 3 Herr, die waſſerſtroͤhme erheben fich, die waſſerſtroͤhme erheben ihr brauſen; die waſſerſtroͤhme heben empor die wellen. 4 Die waſſerwogen